Der Werner SC zeigt gegen den VfL Senden seine bislang beste Saisonleistung

Fußball: Landesliga 4

Der Werner SC gewinnt das Heimspiel in der Landesliga 4 gegen den VfL Senden mit 4:3 (3:1). Einer sehr guten ersten Halbzeit folgte eine dramatische Schlussphase.

Werne

, 07.10.2018, 19:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Werner SC zeigt gegen den VfL Senden seine bislang beste Saisonleistung

Wernes Jannik Prinz (r.) erzielte zwar kein Tor, war aber einer der Aktivposten, er rieb sich für das Team auf. In dieser Szene hätte er sogar das Tor treffen können, doch der Abwehrspieler blockte den Ball. © Dominik Gumprich

Landesliga 4
Werner SC – VfL Senden 4:3 (3:1)

WSC-Trainer Lars Müller war nach dem Spiel äußerst zufrieden. Vor allem mit dem Auftritt seiner Mannschaft in der ersten Hälfte. „Da haben wir ein sehr gutes Spiel gemacht, haben mit der nötigen Ruhe hinten raus gespielt“, so Müller. Und vorne ergaben sich zahlreiche gefährliche Möglichkeiten. Robin Przybilla (9.) und Jannik Prinz (11.) hatten die Führung auf dem Fuß, beziehungsweise auf dem Kopf. Der WSC gab den Ton an. Der Gast versteckte sich jedoch nicht, spielte gut mit – und landete den ersten Treffer. Eine Flanke in der 20. Minute fand Denis Hölscher und der nickte zum 1:0 ein. Knapp zehn Minuten später beinahe das 0:2 aus Sicht der Werner, doch der ganz stark aufspielende Jorma Hoppe im Tor der Gastgeber verkürzte den Winkel und lenkte den Schuss von Sendens Topstürmer Rabah Abed zur Ecke. Hoppe hatte am Ende maßgeblichen Anteil am Erfolg: Vier, fünf Großtaten gingen auf sein Konto.

Im weiteren Verlauf waren seine Mitspieler vorne aber auch nicht untätig. Marvin Stöver probierte es aus 24 Metern mit einem Flachschuss, der leicht abgefälscht den Weg ins Tor fand – 1:1 (36.). Nur zwei Minuten später klingelte es erneut im Kasten der Gäste. Jussef Saado schob zum 2:1, doch beim sehenswerten Lupferpass von Jawad Foroghi stand Saado im Abseits. Das Tor hätte nicht zählen dürfen. Saado war es egal und er legte gleich nach. Fast mit dem Pausenpfiff drückte er eine Flanke von Daniel Durkalic über die Linie. Nach dem Seitenwechsel spielte Werne ruhig weiter. Nur die ganz große Gefahr nach vorne entwickelten die Hausherren nicht mehr. Senden spielte immer noch mit, aber ebenfalls ohne Torchancen – bis zur 69. Minute.

Da war es erneut Denis Hölscher, der für Senden traf. Am langen Pfosten nutzte er Abstimmungsprobleme zwischen Abwehr und Torhüter aus. „Da muss Niclas Beckerling den Ball klären, ganz egal, was der Torhüter da ruft“, so Coach Lars Müller. Der Treffer fiel genau zu dem Zeitpunkt, als der WSC etwas aus dem Tritt geriet. „Da haben wir nicht gut gespielt und sind 20 Minuten lang richtig unter Druck geraten“, sagte Müller. Nur 60 Sekunden nach Sendens Anschlusstreffer stand wieder mal Hoppe im Mittelpunkt, als er nach einem Freistoß den Nachschuss überragend hielt. Im Anschluss klärte auch noch WSC-Kapitän Joel Simon auf der Linie.

Mit dem 3:3 (80.) für Senden – wieder durch Hölscher – schien das Momentum nun endgültig auf Seiten der Gäste zu sein. Doch der WSC gab sicht nicht auf. Zwei Minuten nach dem Ausgleich wurde Przybilla im Sechzehner per Bodycheck gelegt. Den Elfmeter verwandelte Daniel Durkalic sicher zum 4:3.

Den Schlussspurt musste Werne dann in Unterzahl überstehen. Der eingewechselte Dominik Hennes sah in der 88. Minute die Rote Karte. Er soll wohl außerhalb des Geschehens einem Gegenspieler von hinten in die Beine eingestiegen sein. „Das war kein Rot“, sagt Müller, und das habe ihm auch Sendens Trainer André Bertelsbeck gesagt. Sendens Coach lief nach Spielschluss wutentbrannt in die Kabine. Er war nicht mit jeder Schiedsrichterentscheidung einverstanden.

In der Tabelle bleibt der WSC trotz des Erfolges auf Platz zehn. Punktemäßig kommen die Werner (12) aber bis auf zwei Zähler an die auf Rang sechs stehenden Sendener (14) heran.

Werner SC: Hoppe - Martinovic, Stöver, Saado, Durkalic, Runde (67. Beckerling), Oh, Prinz, Foroghi (72. Hennes), Simon, Przybilla (83. Seifert)
Tore: 0:1 Hölscher (20.), 1:1 Stöver (36.), 2:1, 3:1 beide Saado (39., 45.), 3:2, 3:3 beide Hölscher (68., 80.), 4:3 Durkalic (82./FE)
Rote Karte: Hennes (87. wegen Foulspiels/WSC)

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