Die erste Diagnose von Eintracht Wernes Top-Torjäger Abdullah Sahin

rnFußball-Kreisliga

Abdullah Sahin ist mit zwölf Treffern derzeit der Top-Torjäger von Eintracht Werne. Beim Spiel gegen Overberge musste er verletzt ausgewechselt werden. Jetzt gibt es die erste Diagnose.

Werne

, 15.10.2019, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Momentan hat Abdullah Sahin, Stürmer des Fußball-Kreisligisten Eintracht Werne, einen Lauf. Zwölf Tore hat er bereits auf dem Konto, weitere sollten folgen. Die RN-Torjägerkanone führt er ebenfalls an. „Ich habe im Moment einfach richtig Bock auf Fußball“, sagt der 29-Jährige. Doch am Samstag dann der Schock: Sahin musste beim hochverdienten 6:0-Sieg gegen Overberge bereits nach 40 Minuten verletzungsbedingt ausgewechselt werden.

„Ich habe es in einem Sprint übertrieben und habe meine Muskeln dann zu sehr strapaziert“, beschreibt der Stürmer die Situation. „Das war ein bisschen wie ein Seil, das gerissen ist.“ Danach habe er sich sofort auf den Boden fallen und auswechseln lassen: „Normalerweise will ich ja immer weiterspielen. Aber das ging einfach nicht mehr. Keine Chance.“

Ein MRT-Termin soll bei Abdullah Sahin noch folgen

Am Tag nach dem Spiel ging es für ihn auf direktem Weg ins Krankenhaus. Die erste Diagnose: „Es ist ein Muskelfaserriss in der Leiste. Das sind drei Wochen Ausfallzeit.“ Um es aber nochmal richtig checken zu lassen, steht noch ein MRT-Termin an: „Ich hoffe, dass es bei den drei Wochen bleibt, aber will auf Nummer sicher gehen. Nicht, dass da noch mehr kaputt ist.“

Ähnlich denkt auch sein Trainer Mario Martinovic: „Wir werden nichts überstürzen bei seiner Rückkehr. Nicht, dass er zu früh wiederkommt und dann am Ende doch bis zur Winterpause ausfällt.“ Für seine Mannschaft sei der Ausfall des Top-Torjägers natürlich ein harter Schlag: „Das ist ziemlich bitter. Er war gerade richtig gut drauf und ein wichtiger Spieler für uns.“

„Ärgert mich, dass es die Leiste war und nicht ein Finger“

Alleine vor seiner Auswechslung am Samstag hatte Abdullah Sahin zwei Treffer zum 6:0-Sieg gegen Overberge beigetragen. „Ich hätte in dem Spiel fünf, sechs Tore machen können, wenn ich die ganze Zeit gespielt hätte“, sagt er. „Da ärgert man sich schon, dass es die Leiste war und nicht der Finger oder sowas.“

An Fußballspielen ist bei Abdullah Sahin gerade nicht mal zu denken. Der 29-Jährige steht durch die Leistenverletzung selbst im Alltag derzeit vor kleinen schmerzhaften Hürden. „Ich kann nicht mal richtig sitzen. Und Socken anziehen eigentlich auch nicht, aber da muss ich wohl durch“, berichtet er.

Die Mannschaft macht sich Sorgen um ihren Top-Torjäger

Auch für den Kopf sei eine solche Verletzung nicht ganz ohne. „Natürlich geht das auf die Psyche. Man ist ja irgendwann schon im höheren Fußballer-Alter. Da fragt man sich, ob man die verlorene Fitness wieder aufholen kann“, hadert der 29-jährige Stürmer mit seiner aktuellen Situation.

In seiner Mannschaft kann er sich aber auf die Unterstützung verlassen. „Die meisten haben bei mir angerufen und sich erkundigt, wie es mir geht. Das ist natürlich schön zu sehen, dass es mir die Mannschaft so leicht macht“, sagt Abdullah Sahin. „Außerdem haben wir einen super Trainer und einen tollen Co. Die werden mit Sicherheit auch dafür sorgen, dass ich mir um meine Fitness eigentlich keine großen Sorgen machen muss.“

Lesen Sie jetzt