Die Triathleten müssen umdenken - keine Liga-Wettkämpfe in 2020

TV Werne Wasserfreunde

Zum ersten Mal wären die Triathleten der TV Werne Wasserfreunde in diesem Jahr in der NRW-Liga angetreten. Doch die findet nun nicht mehr statt. Die Wasserfreunde behelfen sich anders.

Werne

, 01.06.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Sebastian Nieberg und die TV Werne Wasserfreunde müssen sich aktuell mit Alternativen zu den Wettkämpfen begnügen.

Sebastian Nieberg und die TV Werne Wasserfreunde müssen sich aktuell mit Alternativen zu den Wettkämpfen begnügen. © Nieberg

So schlimm wie einige andere Sportler hat es die Triathleten der TV Werne Wasserfreunde nicht getroffen in der Corona-Krise, das gibt auch Mannschaftskapitän Sebastian Nieberg zu. Zwei von drei Disziplinen konnten auch während der Kontaktsperre ausgeübt werden.

„Wir konnten Rad fahren und Laufen, das ging die ganze Zeit ohne Probleme“, erklärt er. „Und jetzt machen ja auch die ersten Bäder wieder auf, das freut uns sehr.“ Dennoch fehlt den Triathleten aufgrund der Corona-Krise ein elementarer Teil ihrer Sportart.

Alle Wettkämpfe in der NRW-Liga wurden abgesagt. Lange waren die Werner im Unklaren, die endgültige Entscheidung nehmen sie nun mit gemischten Gefühlen auf. „Natürlich ist es sehr schade. Wir wären gerne gestartet“, erzählt Sebastian Nieberg. „Aber es ist okay so, jetzt haben wir immerhin Gewissheit.“

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Damit gehen die Wasserfreunde aber alle unterschiedlich um, sagt der Mannschaftskapitän: „Einige machen im Moment einfach nichts, andere nur einzelne Sportarten. Kamil zum Beispiel macht ganz normal weiter mit dem Training.“

Der Ironman in Italien ist noch nicht abgesagt

Für Kamil Jablonski, den Überflieger der vergangenen Saison, steht auch noch ein Höhepunkt aus, der noch nicht abgesagt wurde. Im September will er beim Ironman in Italien starten. Eine Absage gibt es noch nicht - sicher ist das Stattfinden aber auch nicht.

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Derzeit kann sich Kamil Jablonski aber mit seinen Mannschaftskollegen noch auf einem anderen Weg fit halten. Die Werner nehmen an Online-Radrennen teil, bei denen auch viele Triathlon-Teams aus den ersten beiden Ligen dabei sind.

„Für uns ist das eine komplett neue Erfahrung“, erzählt Sebastian Nieberg. „Normalerweise lässt man sich beim Rad fahren ja immernoch ein paar Körner für das Laufen danach. Aber hier hängt man mal alles rein, das ist schon sehr sehr anstrengend.“

Und meistens auch eher weniger von Erfolg gekrönt. „Da sind so starke Teams, die zeigen uns schon, dass wir nicht die stärksten sind“, lacht Nieberg. „Aber das macht nichts, es macht trotzdem richtig Bock.“

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