Triathlet ärgert sich nach Ironman-Aus: Veranstalter überträgt Anmeldungen einfach ins nächste Jahr

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Eigentlich hatte Kamil Jablonski noch ein wenig Hoffnung, dass sein Saison-Highlight, der Ironman in Italien, trotz der Corona-Pandemie stattfinden würde. Nun kam doch die Absage und damit auch der Ärger.

Werne

, 26.08.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In diesem Jahr gibt es kaum einen Wettkampf für die Triathleten der TV Werne Wasserfreunde - fast alles wurde aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt. Kamil Jablonski hatte zuletzt als einer der einzigen noch Hoffnung, beim Ironman in Italien starten zu können. Besonders eine Terminverschiebung um eine Woche machte dem Lüner Hoffnung.

Doch am Montag wurde diese dann zerstört: Die Veranstalter sagten den Ironman in Italien endgültig ab. Die Einschränkungen durch das Coronavirus seien zu groß, um das Event durchführen zu können, heißt es. „Irgendwie konnte man es ja schon erwarten, weil so viele Events abgesagt wurden“, sagt Kamil Jablonski. „Allerdings hatte ich jetzt zuletzt doch wieder Hoffnung und bin natürlich schon etwas enttäuscht.“

Ohne Weiteres konnte er bereits alles stornieren. „Ich bin ganz froh, dass ich mit dem Auto hinfahren wollte. Das sorgt jetzt dafür, dass ich nicht so viel Stress mit Umbuchungen und Stornierungen habe. Bei einem Flug wäre das sicherlich schlimmer gewesen“, so Jablonski.

Veranstalter sagt ab, aber die Athleten-Anmeldung soll bestehen bleiben

Die Absage des Wettbewerbs bedeutet aktuell gleichzeitig die Anmeldung für den Ironman in Italien im kommenden Jahr. Für Kamil Jablonski eine ärgerliche Regelung. „Uns wird keine Option gelassen, uns für ein anderes oder gar kein Event zu entscheiden. Das ist super unglücklich“, sagt er.

Besonders, weil Kamil Jablonski im kommenden Jahr eigentlich gar nicht nach Italien zum Ironman fahren möchte. „Ich habe da jetzt 600 Euro Startgebühr gezahlt“, erklärt er. „Und wenn die dann am Ende einfach weg sind, wäre das super ärgerlich.“

Eine Mail an die Veranstalter soll für Aufschluss sorgen, ob es noch eine andere Möglichkeit geben kann. In Deutschland gibt es beispielsweise die Regelung, dass Starter einen Gutschein für ein anderes Rennen oder ihr Geld ausbezahlt bekommen können.

In diesem Jahr wird es nun allerdings auch für Kamil Jablonski wohl erstmal kein Rennen geben. „Einige Möglichkeiten muss ich jetzt noch sondieren und mal schauen, was so möglich ist“, so Jablonski. „Aber es sieht so aus, als würde ich erst im kommenden Jahr so richtig angreifen.“

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