Durchwachsener Spieltag: So lief das Wochenende für die Werner Volleyballer

Volleyball

Vor dem heimischen Publikum waren sowohl die Volleyball-Damen des TV Werne, als auch die Herren des Werner SC gefordert. Der Spieltag endete unterschiedlich für beide Mannschaften.

von Juri Kollhoff

Werne

, 24.11.2019, 19:03 Uhr / Lesedauer: 3 min
Durchwachsener Spieltag: So lief das Wochenende für die Werner Volleyballer

Annika Böhle und die Volleyballerinnen des TV Werne mussten sich gegen die DJK Sportfreunde Datteln geschlagen geben. © Jura Weitzel

Es war ein durchwachsenes Wochenende für Wernes beste Volleyballteams. Die Damen des TV Werne mussten eine Niederlage hinnehmen, die WSC-Herren konnten im Tiebreak gewinnen.

Damen Oberliga

TV Werne - DJK Sportfreunde Datteln

1:3 (25:16 18:25 22:25 22:25)

Die Oberliga-Volleyballerinnen des TV Werne konnten im Kellerduell des sechsten Spieltags nicht wie erhofft für einen Befreiungsschlag sorgen. Gegen den Tabellenletzten DJK Datteln war der TV Werne zunächst auf Kurs, konnte den ersten Durchgang ungefährdet gewinnen. Als das Werner Team von Trainer Thomas Kubiak dann einen Gang zurückschaltete, kam es im gesamten Spiel nicht mehr in Fahrt und musste zusehen wie Datteln das Spiel drehte. Die Werner Damen bleiben zwar auf dem achten Platz und verweisen Sande und Datteln noch auf die Abstiegsplätze, doch alle drei Teams sind nun punktgleich.

Werne hatte sich für sein Heimspiel einiges vorgenommen. Als Favorit gegen das Schlusslicht sollte der erste Heimsieg her. Überraschenderweise gab es Unterstützung von Chrissi Weckendorf, die nach anderthalbjähriger Pause ihr Comeback gab. Die bundesligaerfahrene Außenangreiferin kam direkt zu Einsätzen, konnte die Niederlage jedoch auch nicht abwenden. Zu kompensieren waren die Ausfälle von Marla Bergmann und Anna Kablitz.

Der TV Werne startete extrem stark und selbstbewusst in die Partie – der erste Satz ging ungefährdet an den TVW. „Ich habe keine Erklärung dafür, warum wir dann so einbrechen“, sagte Kapitänin Annika Böhle. In den Folgesätzen ließ Werne die Zügel etwas schleifen, wodurch Datteln die Möglichkeit hatte Fuß zu fassen und auszugleichen. Den zweiten Durchgang gewann die DJK ungefährdet, die Sätze drei und vier waren ausgeglichener, doch der TVW verkaufte sich vollkommen unter Wert und agierte zu nervös. Werne war lange gleichauf, konnte sich jedoch nie absetzen. Kubiak zog alle Register, wechselte viel, doch einen Einfluss auf das Spielgeschehen hatte er damit kaum. „Wir haben einen grandiosen ersten Satz gespielt, den Gegner dann aber unterschätzt, uns einlullen lassen und nicht mehr zu unserem Spiel gefunden“, sagte Kubiak. „Das war dann eben doch kein Selbstläufer. Wir haben den Gegner stark gemacht.“

Damit ist der TV Werne im Klassenerhalt angekommen. In zwei Wochen treffen die Damen und den ungeschlagenen Tabellenführer Borken-Hoxfeld. Bis dahin gilt es sich aus dem jetzigen Tief herauszuarbeiten.

Herren Landesliga

Werner SC – SG Vogelsang/Berchum

3:2 (19:25, 25:15, 23:25, 28:26, 15:13)

Die Landesliga-Volleyballer des Werner SC bezwingen die SG Vogelsang/Berchum in fünf Sätzen. So richtig freute sich darüber keiner der Akteure. Es ist das dritte Spiel in der jungen Saison, in dem der WSC trotz besserer Spielanlage in den Tiebreak muss und einen Punkt liegen lässt.

Der Werner SC fand nicht gut ins Spiel, krankheitsbedingter Trainingsrückstand offenbarte Abstimmungsprobleme, die vorgegebene Aufschlagstrategie wurde komplett missachtet und am Netz agierte der WSC zu überhastet, schenkte seinem Gegner reihenweise Punkte aufgrund von vermeidbaren Netzberührungen. Erst im zweiten Durchgang fanden die Werner Herren ins Spiel. Mit dem Schwung ging es in Satz drei weiter. Nach 7Punkte-Führung dann jedoch ein Bruch, Werne verschenkte die Punkte erneut regelrecht, die Vogelsänger bedankten sich mit der erneuten Satzführung. „In beiden Sätzen, die wir verlieren, haben wir hohe Führungen weggeworfen. Wir haben zwei Rotationen, in denen wir keine Punkte erzielen und auf Fehler des Gegners hoffen müssen“, erklärte Kapitän Philipp Zurwieden die Satzverluste. Der WSC kam zwar auch in den letzten beiden Sätzen nicht mehr richtig ins Spiel, doch der Kampfgeist stimmte. So konnten die Herren von Trainer Bronek Bakiewicz nervenstark zwei Matchbälle abwehren und das Spiel durch zwei extrem spannende Schlussphasen noch zu ihren Gunsten drehen.

„Das war heute nicht unser bestes Spiel, so viel ist klar. Aber die Jungs haben wie die Löwen gekämpft und keinen Ball aufgegeben“, sagte Bakiewicz. „Sie haben sich diesen Sieg verdient. Ärgerlich ist nur, dass wir wieder einen Punkt liegenlassen haben.“

In zwei Wochen geht es dann weiter für den Werner SC. Gegen den noch ungeschlagenen Tabellenführer Wuppertal muss ein Sieg her, möchte der Klub oben dranbleiben.

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