Eigentlich macht der SV Herbern alles richtig - und doch wieder nicht

rnFußball: Landesliga

Eigentlich läuft es rund beim SV Herbern. In vier von sechs Spielen ging die Mannschaft als Sieger vom Platz und steht auf Platz zwei in der Tabelle. Und doch bleibt immer wieder das selbe Problem.

Herbern

, 20.10.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit dem Saisonstart kann der SV Herbern durchaus zufrieden sein. Fast in jedem Saisonspiel dominierte der Fußball-Landesligist seinen Gegner deutlich und zeigte ansprechende Leistungen. Vier Mal wurden diese mit dem Sieg belohnt, in der Tabelle steht Platz zwei zu Buche. Und doch ist ein Faktor immer wieder ein Problem.

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Denn der Ball will beim SV Herbern einfach nicht ins Tor. Oft spielt sich die Mannschaft Chance um Chance heraus und taucht mehrfach gefährlich vor dem gegnerischen Tor auf. Doch im Kasten landet der Ball - im Verhältnis zur Anzahl der Chancen - eher selten.

Der SV Herbern macht eigentlich „die meisten Sachen richtig“

So lange die Mannschaft gewinnt, da sind sich Trainerteam und Spieler einig, ist das kein Problem. Auch wenn die Partie gegen Drensteinfurt wohl 8:0 hätte ausgehen können, ist man mit dem 3:0-Sieg am Ende natürlich auch zufrieden. Anders ist das aber wenn man, wie gegen den TuS Haltern II, am Ende trotz deutlicher Überlegenheit nur Unentschieden spielt.

Einen richtigen Grund finden die Herberner für die vergebenen Chancen nicht. „Eigentlich machen wir ja die meisten Sachen richtig“, sagt Flügelspieler Dominick Lünemann. „Aber wenn man dann ein, zwei Mal am Torwart vorbei ist und trotzdem nicht trifft, ist das natürlich ärgerlich.“

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Auch Mannschaftskollege Robin Schwick geht mit seiner Meinung in die gleiche Richtung. „Vielleicht fehlt da manchmal ein bisschen die letzte Konsequenz. Aber es ist natürlich auch ganz oft Pech dabei, wenn man in so einer Phase ist“, versucht er zu erklären.

Unsicher werde man durch die vergebenen Torchancen zwar nicht. „Aber man hat es schon ein bisschen im Hinterkopf. Wenn man vorne keinen schießt, kann man hinten immer gut ein Tor kassieren“, gibt Offensivmann Luis Krampe zu. „Da fehlt uns aktuell das letzte Quäntchen Glück.“

Und auch Robin Schwick sagt: „Wir hatten auch gegen Haltern ein, zwei Chancen, die einfach drin sein müssen. Da wird einem schlecht, wenn man das sieht.“ Auch Herberns Dennis Närdemann, der das Tor des Tages in Haltern erzielte, sagt: „Man hätte den Sack zu machen müssen. Dann kommst du auch gar nicht in die Situation, dass du den Ausgleich bekommst.“

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Trainer Benjamin Siegert richtet den Blick ebenso wie seine Spieler auf die Mentalität. „Ich will den Jungs den Willen gar nicht absprechen, das Tor zu machen. Aber vielleicht fehlt da einfach die Zielstrebigkeit, bewusst auf den Kasten zu schießen und nicht einfach irgendwie“, sagt er.

Auch bei vergebenen Torchancen wünscht sich der Trainer eine andere Haltung. „Vielleicht ist auch das ein springender Punkt“, sagt er. „Dass man nach einer vergebenen Chance nicht sagt: Na gut, dann mache ich halt die nächste. Man sollte denken: Scheiße und unbedingt gallig darauf sein, zu treffen. Daran werden wir auch im Training arbeiten.“

Insgesamt aber - und da sind sich alle einig - will man sich beim SV Herbern nicht beschweren. „Man muss ja schon sehen: Wir machen in jedem Spiel mindestens ein Tor“, sagt Dominick Lünemann. Und auch sein Trainer findet: „Wir erspielen uns ja die Torchancen und es geht alles in die richtige Richtung. Den Rest werden wir mitnehmen und in den nächsten Woche besser machen.“

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