Ein Hundertstel entscheidet für Hauke Bintig

Reiten: Westfälische Meisterschaften Junioren

Mit einer Hundertstelsekunde Vorsprung haben Hauke Bintig (RV St. Georg Werne) und Grand Courage das Auftaktspringen der Junioren bei der Westfälischen Meisterschaft der Reiter in Greven gewonnen. Ebenfalls platzieren konnten sich Kathrin Wacker und die Herbernerin Marie Ligges.

WERNE/GREVEN

, 22.07.2016, 16:12 Uhr / Lesedauer: 2 min
Mit hohem Risiko und hauchdünnem Vorsprung haben Hauke Bintig und Grand Courag ihre Auftaktprüfung bei der Westfälischen Meisterschaft in Greven gewonnen.

Mit hohem Risiko und hauchdünnem Vorsprung haben Hauke Bintig und Grand Courag ihre Auftaktprüfung bei der Westfälischen Meisterschaft in Greven gewonnen.

Schon auf dem Abreiteplatz hatte Bintig ein gutes Gefühl im Sattel seines westfälischen Wallachs. Bevor der 15-Jährige in den Parcours ritt, wusste er, welche Zeit es zu schlagen gilt. Marc Nüßing (Ravensberg) und Filja hatten bis zu Bintigs Auftritt die schnellste Runde abgeliefert. 60,39 Sekunden waren die Marke, die Bintig und Grand Courage angreifen wollten. Und das taten sie auch. „Wer nichts riskiert, kann auch nicht gewinnen“, sagt der 15-Jährige.

Hohes Risiko

Das Werner Paar fegte durch den Parcours, ging hohes Risiko. Und hatte beim Zieleinlauf eine Hundertstelsekunde Vorsprung auf Nüßing und seine hannoveraner Stute. Spürt Bintig nach dem Erfolg im M**-Springen Druck? „Was ich genau fühle, kann ich gar nicht sagen. Das sieht ja auch jeder anders“, so Bintig. Möglich sei, dass er vor dem nächsten Auftritt Druck verspüre. „Aber wahrscheinlich kommt das erst, wenn ich in den Parcours einreite“, sagte Bintig.

Der Erfolg zum Auftakt hat für den 15-Jährigen vornehmlich gute Seiten. Aber er weiß auch, dass noch keine Entscheidung gefallen ist. Trotzdem: „Eigentlich muss ich jetzt nur noch zwei Mal fehlerfrei durchkommen, dann habe ich ganz gute Karten. Aber das wird schwer genug“, sagte Hauke Bintig.

Kathrin Wacker fehlerfrei

Eine gute Ausgangsposition hat sich auch Kathrin Wacker mit Viola verschafft. Fehlerfrei kam das Paar gestern in 62,07 Sekunden durch den Parcours und landete damit auf Rang sechs. „Das war richtig gut“, sagte Wacker selbstzufrieden nach dem Springen. In der Meisterschaftswertung rückt sie noch zwei Plätze auf Rang vier vor und schnuppert wie im Vorjahr an einer Medaille. Wenn dann nicht wieder so ein Maleur wie im Vorjahr passiert, hat Wacker Edelmetall im Blick – damals stürzte sie an einem Hindernis.

Marie Ligges (RV von Nagel Herbern), die mit Dibadu und Curly Sue in Greven am Start war, zeigte sich ebenfalls zufrieden mit ihren Platzierungen. Mit Curly Sue landete Ligges auf Rang acht, mit Dibadu belegte sie den 15. Platz im M**-Springen. „Beide Pferde sind super gesprungen. Das war okay“, so die 17-Jährige. Zwar hätte sie Curly Sue gerne ein wenig schneller durch den Parcours geführt, aber insgesamt sei die Leistung „schon gut gewesen“. „Die Entscheidung, wer am Ende den Titel holen wird, wird am Sonntag fallen“, so Ligges.

Hannah Kosanetzki (RV St. Georg Werne) hat sich mit Norma Jean Baker zum Auftakt der Westfälischen Meisterschaft in Greven Rang zwei gesichert. In der Ponystilspringprüfung Kl. A** musste die junge Werner Reiterin nur Luzie Jüttner (RFV Greven) und Nacho Lumi den Vortritt lassen. Auch in der Gesamtwertung belegt das Werner Paar nach dem ersten Spingen Rang zwei. Josephine Schulze-Bisping (RV St. Georg Werne) konnten sich in der ersten Wertung der Ponyspingprüfung Kl. L mit Merano nicht platzieren.

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