Einer ist zurück in der Heimat: So geht es Whitson, Oscar und Airton während der Corona-Krise

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Whitson, Airton und Oscar sind eigentlich nach Deutschland gekommen, um Fußball zu spielen. Aktuell macht ihnen das Coronavirus einen Strich durch die Rechnung. Sie gehen unterschiedlich damit um.

Werne

, 27.03.2020, 08:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für Whitson, Airton und Oscar vom SV Herbern ist Deutschland zu einer zweiten Heimat geworden. Zwar kommen sie eigentlich aus Brasilien (Whitson und Airton) und Spanien (Oscar), fühlen sich im Umfeld des Fußball-Landesligisten aber pudelwohl. Aber stimmt das auch während der Corona-Krise, wo sie auf Fußball verzichten müssen?

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Whitson und Airton sind natürlich nach wie vor in Deutschland. Sie haben hier die Probleme, die jeder andere in der aktuellen Situation auch hat“, erklärt Holger Möllers, Trainer des SV Herbern. Die beiden Brasilianer versuchen, sich zuhause fit zu halten und halten sich die meiste Zeit in ihren Wohnungen auf.

Airton ist aktuell zwar weiterhin in Deutschland - für den SV Herbern Fußball spielen geht aber aufgrund der Corona-Krise aktuell nicht.

Airton ist aktuell zwar weiterhin in Deutschland - für den SV Herbern Fußball spielen geht aber aufgrund der Corona-Krise aktuell nicht. © Archiv

„Die Situation ist sehr traurig, weil viele Menschen sterben. Ich habe Freunde, die das Coronavirus haben. Ich bete für sie“, erzählt Whitson. Auch bei seiner Familie in Brasilien erkundigt er sich jetzt häufiger nach der Gesundheit.

Für ihn persönlich ist die Situation langweilig: „Es ist wichtig, zuhause zu sein. Aber es ist auch langweilig.“ Normalerweise ist Whitson viel mit Landsmann Airton unterwegs - doch auch das ist wegen des Coronavirus aktuell nicht möglich. Also hält sich der Brasilianer aktuell alleine fit.

Anders ist die Situation bei Oscar. Erst zur Winterpause war Oscar wieder zurück zum SV Herbern gekommen. Zuvor war er nach fünf Jahren in Herbern im Sommer wieder in seine spanische Heimat gegangen. Nach einem halben Jahr dort folgte gemeinsam mit seiner Freundin die Rückkehr nach Deutschland.

Oscar konnte bisher für den SV Herbern aufgrund der Coronakrise nur im Derby auflaufen.

Oscar konnte bisher für den SV Herbern aufgrund der Coronakrise nur im Derby auflaufen. © Jura Weitzel

Auch wenn Oscars Debüt beim Derby etwas unrühmlich endete - nur 17 Minuten nach seiner Einwechslung kassierte er Gelb-Rot - waren die Herberner froh, ihren starken Sechser wieder im Team zu haben. Durch die Corona-Krise hat Oscar nun aber vorerst die erneute Heimreise angetreten.

„Oscar ist zurück in Spanien, um dort seine Familie zu unterstützen“, klärt Holger Möllers auf. Das sei aber nur vorläufig: „Es geht jetzt erstmal um die Zeit, während hier im Fußball eh nichts passiert. Wie es danach weitergeht, wird man sehen.“

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