Eintracht Werne bleibt oben dran, Stockum und Herbern II verlieren

Fussball Kreisliga A

Eintracht Werne ist gut aus den Startlöchern gekommen und bleibt an Spitzenreiter Heessen dran. Stockum verschläft die erste Halbzeit völlig und der SV Herbern II rührt vergebens Beton an.

Werne, Stockum, Herbern

, 17.02.2019, 20:35 Uhr / Lesedauer: 3 min
Eintracht Werne bleibt oben dran, Stockum und Herbern II verlieren

Eintrachts Deniz Ünal (r.) vergab zahlreiche Großchancen, bekam von seinem Trainer aber trotzdem ein großes Lob © Bernd Warnecke

Kreisliga A1 Unna-Hamm

Eintracht Werne – Wiescherhöfen II 2:0 (0:0)

„Wir haben richtig gut gespielt“, meinte Eintracht-Coach Mario Martinovic nach der Partie. „Wir hätten die Tore nur viel früher machen müssen.“ Allein Deniz Ünal habe vier hundertprozentige Möglichkeiten auf dem Fuß gehabt. „Das wird aber noch bei ihm. Deniz ist ein junger Spieler, der seinen Weg finden wird. Es gefällt mir sehr, wie er sich die Chancen erarbeitet“, lobte Martinovic seinen Schützling, der eigentlich noch ein Jahr in der A-Jugend spielen könnte.

Für das 1:0 (72.) sorgte dann Sandro Ünal, der Bruder von Deniz, mit einem Schuss der Marke Traumtor. Aus 25 Metern brachte er das Spielgerät im Winkel unter. „Auf der Führung haben wir uns dann etwas ausgeruht“, so Martinovic. Und prompt tauchte der Gast das erste Mal vor dem Gehäuse der Evenkämper auf. Doch Schlussmann Daniel Rafalski, bis dahin noch ungeprüft, reagierte in der 82. Minute hervorragend bei einem Schussversuch.

Kapitän versenkt Foulelfmeter sicher

In der 86. Minute machten die Evenkämper dann aber den Sack zu. Cem Bozkurt wurde im Sechzehner gefoult, Kapitän Enes Akyüz verwandelte sicher zum 2:0. „Mir hat neben der Spielweise auch der unbedingte Siegeswille gut gefallen. Wir sind immer dran geblieben, auch wenn es zunächst mit den Toren nicht geklappt hat“, so Martinovic, dessen Truppe schon am Donnerstag, 21. Februar, wieder ran muss: Der TuS Uentrop kommt um 19 Uhr in den Dahl zum Nachholspiel.

Eintracht Werne: Rafalski - I. Cördük, Akyüz, Schebab (45.+3 A. Cördük), Schiller, Kabakoglu, Marko Martinovic, D. Ünal (87. Kavakbasi), Bozkurt, S. Ünal, Souita (72. Pawlik)

Tore: 1:0 S. Ünal (72.), 2:0 Akyüz (86./FE)

Kreisliga A1 Unna-Hamm

SpVg Bönen – SV Stockum 4:1 (2:1)

Die Stockumer hatten gleich zu Beginn Pech: Michael Mroz unterlief in der 17. Minute ein Eigentor. Und auch das 2:0 für Bönen sei laut SVS-Coach Zakaria Slimani ein Geschenk gewesen. „Da haben wir den Ball leichtfertig im Mittelfeld hergegeben“, so der Trainer.

Etwas überraschend dann doch der Anschlusstreffer der Stockumer durch Ahmed Lamaakez kurz vor dem Pausenpfiff (45.). Überraschend deshalb, weil Stockum bis dahin wahrlich kein gutes Spiel abgeliefert hatte. „Wir haben uns da nicht gut angestellt, waren zu passiv und haben Bönen zu viele Räume angeboten. Man hat auch gemerkt, dass die mehr wollten als wir“, sagt Slimani.

Zweite Spielhälfte deutlich besser

Die zweite Spielhälfte versöhnte den Coach dann aber mit seiner Mannschaft. „Das war auf jeden Fall besser“, so Slimani. Zwar kassierte sein Team erneut zwei Gegentore (48., 75.), doch es ließ sich davon nicht beeindrucken. Ali Karaman und Youness Rissane zum Beispiel hatten gute Gelegenheiten für die Stockumer. „Wir hätten aus dem Spiel mehr rausholen müssen. Für die nächsten Spiele können wir aber mitnehmen, dass wir auch gegen gute Gegner mithalten können“, erklärt Slimani.

Stockum (20 Punkte) rutscht durch die Niederlage einen Platz herunter auf den neunten Platz. Bönen (22 Punkte) überholt den SVS und klettert auf sechs.

SV Stockum: Prätsch - Gottschlich, Mroz (46. Eliyazici), T. Slimani, A. Baaka (78. Bouaid), Lamaakaz, Rissane, Karaman, Topuz (61. Laoudi), Bilgic, Caglar

Tore: 1:0 Mroz (17.), 2:0 Gessinger (23.), 2:1 Lamaakez (45.), 3:1 Sportkert (48.), 4:1 Gessinger (75.)

Kreisliga A2 Münster

Herbern U23 – Mecklenbeck 0:2 (0:0)

„Wir waren gegen Mecklenbeck deutlich besser als beim 1:2 gegen Warendorf. Die Punkte müssen wir uns woanders holen“, sagte SVH-Coach Christian Adamek.

Eigentlich sah alles nach einem typischen Null-zu-Null-Spiel aus. Beide Mannschaften, allen voran der Gastgeber, rührten ordentlich Beton an. „Wir wollten es bewusst defensiver angehen. Dementsprechend gab es auch kaum Chancen auf beiden Seiten“, erklärte Adamek, der aus Personalnot Carlo Bentrup in der Abwehr spielen ließ, der seit vier Monaten aus beruflichen Gründen kein Spiel mehr gemacht hat.

Defensive hält bis zur 50. Minute

Für die Zuschauer entwickelte sich also kein schönes Spiel. „Eigentlich hätten die ihr Geld wiederkriegen müssen“, so Adamek, dessen taktische Ausrichtung aufging – bis zur 50. Minute. „Da haben wir gepennt“, ärgerte er sich. Das 1:0 für Mecklenbeck zwang ihn, die Marschroute zu ändern und offensiver spielen zu lassen. Zum Ende machte Herbern hinten auf, Bentrup ergänzte den Sturm.

Der Gast nutzte zum Schluss die sich nun bietenden Räume für den zweiten Treffer (85.). „Mecklenbeck hatte mehr Spielanteile und hat aufgrund dessen dann auch verdient gewonnen“, so Adamek.

Tabellarisch ändert sich für die Herberner nach der Niederlage nichts. Sie stehen weiter mit 17 Zählern auf Rang elf.

SV Herbern U23: S. Adamek - Ritz, Aschoff, Gottschlich, Lübke, Bußkamp, Eckey, Bentrup, Mender, Kortendick, Bergmann

Tore: 0:1 Fliss (50.), 0:2 Hoffmann (85.)

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