Eintracht Werne führt die Tabelle an

Fußball Kreisliga A

Eintracht Werne gewinnt das Top-Spiel im Kreis Unna-Hamm. Der SV Stockum kann keine Schützenhilfe leisten. Und die U23 des SV Herbern wird bei Standards überrumpelt.

Herbern, Werne, Stockum

, 16.09.2018 / Lesedauer: 4 min
Eintracht Werne führt die Tabelle an

Eintracht-Kapitän Enes Akyüz (M.) zeigte einmal mehr, wie wichtig er für das Team ist. © Christian Greis

Kreisliga A1 Unna-Hamm

Eintracht Werne – TSC Hamm 2:0 (0:0)

Eintracht Werne kann, wie von Coach Mario Martinovic gefordert und erhofft, die Tabellenführung der Fußball-Kreisliga A1 Unna-Hamm verteidigen. Mit 2:0 (0:0) schlugen die Evenkämper am Sonntag den TSC Hamm.

Es sei ein hartes Stück Arbeit gewesen, sagte Martinovic nach Schlusspfiff. „Es war ein geiles Spiel“, meinte der Eintracht-Coach. Für ein Spitzenspiel, immerhin empfing der Erste den Tabellenvierten, sei es aber keine hochklassige Partie gewesen. Die Zuschauer bekamen vor allem in der ersten Halbzeit fast keine Torchancen zu sehen.

Mit dafür verantwortlich war die sehr stabile Defensive der Eintracht. Das Innenverteidigerduo Simon Peper und Andreas Matula bekamen ein extra Lob vom Trainer.

Rückkehrer im Fokus

Und vorne? Da hatte die Eintracht zuletzt personelle Engpässe. Doch die sind vorbei. Ibrahim Kabakoglu und Enes Akyüz kehrten aus dem Urlaub zurück und standen gleich im Fokus. Akyüz, weil er mal wieder zeigte, wie wichtig er für die Mannschaft ist. Beide Treffer gingen auf sein Konto. Und Kabakoglu, auch wenn er diesmal nicht traf, brachte nach seiner Einwechslung ordentlich Schwung in die Offensive. So erspielten sich die Evenkämper auch dank ihm einige gute Möglichkeiten nach der Pause.

Doch es waren die Tore des Kapitäns, die am Ende ausschlaggebend waren. Erst netzte Akyüz in der 65. und dann noch in der 90. Minute zum erlösenden 2:0. „Wir mussten bis zum Ende zittern. Aber wir haben alle Tugenden an den Tag gelegt, die es braucht, um gegen so eine Mannschaft zu bestehen“, so Mario Martinovic.

Als das 2:0 fiel war Hamm schon nicht mehr komplett. In der 83. Minute sah ein Gästespieler glatt Rot, als er Marko Martinovic brutal von den Beinen holte. „Da wurde es hitzig. Die Rote Karte war auch völlig berechtigt, aber der Hammer hat sich nachher auch entschuldigt“, sagte Mario Martinovic.

Eintracht Werne: Rafalski - Akyüz, Schebab, Pawlik, Schiller (79. D. Ünal), Marko Martinovic, Peper, Bozkurt, S. Ünal, Matula, Kavakbasi (66. Kabakoglu)
Tore: 1:0, 2:0 beide Akyüz (65., 90.)
Rote Karte: Hamm (83./Foulspiel)

Kreisliga A1 Unna-Hamm

SVE Heessen – SV Stockum 4:1 (0:1)

Ein kurioses Spiel, bei dem der Schiedsrichter ein ums andere Mal im Mittelpunkt stand, hat sich zwischen den Fußball-A-Ligisten SVE Heessen und SV Stockum zugetragen. Die 1:4 (0:1)-Niederlage der Stockumer ging dabei sogar etwas unter.

Zwei Ampelkarten, eine Rote Karte und zwei Elfmeter waren nur die Spitze des Eisberges. „Der Schiedsrichter wollte uns nach dem Spiel auch keine Auskunft über seine Entscheidungen geben“, sagte Moritz Englicht, Sportlicher Leiter der Stockumer. Als erstes schickte der Unparteiische einen Heessener vom Feld. „Der Spieler wollte einen Freistoß schnell ausführen, beziehungsweise unseren Spieler anschießen, der direkt am ruhenden Ball stand, um so eine Gelbe Karte zu provozieren. Doch der Ball trudelte zwischen den Beinen hindurch und traf den Schiedsrichter“, erzählt Englicht. Der Heessener flog dafür vom Platz (37.).

Ampelkarte für Spieler auf der Bank

Und auch die beiden Ampelkarten für Stockum seien zweifelhaft gewesen, die Sezer Canikli (69.) und Miles Gottschlich (70.) sahen. Gottschlich saß schon längst auf der Bank, als er Gelb-Rot sah. „Warum wissen wir nicht genau“, so Englicht. Gottschlich habe wohl wie alle anderen auf der Bank dem Schiedsrichter Applaus gespendet.

Fußball gespielt wurde aber auch. „Die reine Spielzeit betrug wohl nur so 70 Minuten“, sagte Englicht. Sein Team ging sogar in Führung durch Thorben Lupp (23.). Doch nach der Pause, spätestens mit dem 2:1 für Heessen (67.), ging Stockum die Luft aus. Die vielen Ausfälle machten sich jetzt bemerkbar – Stockum fehlten acht Akteure.

Glück hatte Stockum bei den beiden Elfmetern (60., 78) gegen sich: Heessen verschoss beide.

SV Stockum: Tüten - Thörner, S. Canikli, Lupp, Löbbecke, Köroglu, Gottschlich (59. Strothmann), Saadouni, Tayar, Ö. Eliyazici (73. C. Canikli), Chakif (85. B. Eliyazici)
Tore: 0:1 Lupp (23.), 1:1 Bambil (51.), 2:1 Herkt (67.), 3:1 Bambil (75.), 4:1 de Graf (88.)
Rote Karte: Heessen (37.)
Gelb Rot: S. Canikli (69.), Gottschlich (70.) beide Stockum
Bes. Vork.: Heessen verschießt zwei Foulelfmeter (60., 78.)

Kreisliga A2 Münster

Herbern U23 – Altenberge II 2:5 (1:4)

Gegen den TuS Altenberge II war am Sonntag nichts mehr von der Herrlichkeit vom vergangenen Donnerstag zu sehen, als Herberns Reserve sich noch mit 2:2 vom TuS Hiltrup II getrennt hatte. Nun setzte es eine 2:5 (1:4)-Pleite für Herberns U23.

„Gegenüber dem Spiel in Hiltrup haben wir uns deutlich verschlechtert“, zog SVH-Coach Christian Adamek eine ernüchternde Bilanz. Die Niederlage gegen Altenberge sei auch in der Höhe verdient.

Tore über Standards

Dabei hatte der Gast aus dem Spiel heraus kaum Torchancen. Mirko Kortendicks Eigentor (36.) und vier Standardsituationen sorgten für die SVH-Niederlage. Die Treffer fielen immer nach Schema-F. Immer nach einer Ecke. „Einer ganzer Pulk stand da am ersten Pfosten, der Ball fliegt drüber hinweg und am zweiten Pfosten köpft einer ein“, erzählt Adamek. Bei einigen Treffern sah dann auch noch Keeper Timo Zurloh nicht gut aus. „Uns fehlte heute die Laufbereitschaft und Aggressivität“, erklärte Herberns Coach, für dessen Team nur Oliver Eckey zum zwischenzeitlichen 1:4 (45.) traf. Das 2:5 war ein Eigentor Altenberges.

Herbern spielt jetzt schon wieder am Donnerstag, 20. September, um 19.30 Uhr in Herbern gegen Nienberge. Das Spiel wurde auf Bitten des Gegners vom 30. September vorgezogen.

SV Herbern U23: Zurloh - Temmann, Pinnekämper, J. Dubicki (46. Roters), Bentrup, Eckey, Gottschlich (46. Ritz), Kortendick, Närdemann, Klüsener, Böcker (71. Bergmann)
Tore: 0:1 Hammer (11.), 0:2 Kortendick (36./ET), 0:3 Bröcker (40.), 0:4 Efker (44.), 1:4 Eckey (45.), 1:5 Drees (52.), 2:5 Herrmann (90.+1/ET)

Lesen Sie jetzt