Eintracht Werne hat aus einer Schwäche eine Stärke gemacht

rnFußball-Kreisliga

Nach dem sechsten Sieg in Serie ist die Zufriedenheit bei Eintracht Werne derzeit groß. Im Training bleibt Zeit, sich auf Schwächen zu konzentrieren. Mit Erfolg.

Werne

, 07.10.2019, 12:48 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bei den Fußballern von Eintracht Werne trifft man derzeit auf freudige Gesichter. Sechs Siege in Folge, Tabellenplatz vier und das Weiterkommen im Kreispokal gegen einen Oberligisten sorgen für positive Stimmung beim Kreisligisten. „Im Moment läuft es einfach. Es macht richtig Spaß, den Jungs zuzuschauen“, sagt auch Trainer Mario Martinovic.

Und weil derzeit alles läuft und am Großen und Ganzen nicht viel geschraubt werden muss, wird jetzt auch an den kleinen Schrauben gedreht, verrät Mario Martinovic. So konnte die Eintracht im Training eine der bisher größeren Schwächen in Angriff nehmen: die Standardsituationen.

Was sich vorher höchstens im Training niederschlug, wird in den Spielen jetzt zu einer echten Geheimwaffe der Eintracht. Nach dem Standardtor im Kreispokal gegen Holzwickede folgten beim Heimspiel in der Liga gegen den Hammer SC zwei weitere sehenswerte Treffer nach Freistößen. Und auch in der Defensive zeigt sich das Training deutlich.

Eintracht Wernes Kapitän Enes Akyüz steht im Fokus

Ein Spieler steht bei der neuen Stärke der Werner besonders im Fokus: Kapitän Enes Akyüz. Im Training habe er sich als einer der stärksten Freistoßschützen herausgestellt, so Martinovic. „Ich mache das gerne und es funktioniert ja bisher gut“, sagt Akyüz.

Jetzt lesen

Und wie: Beim Heimsieg gegen den Hammer SC kam der Kapitän immer wieder mit gefährlichen Standards vor das gegnerische Tor. Beim 2:0 verwandelte er einen Freistoß sogar direkt. „Wenn wir das im Training gemacht haben, habe ich mich da immer wieder hingestellt und geschossen. Das hat etwas gebracht“, so der Kapitän.

„Zeit, sich im Training auf andere Dinge zu konzentrieren“

„Enes kann das gut - vor allem aus jeder Position“, lobt auch Mario Martinovic. Egal ob von links, rechts, oder von vorne, seinen Kapitän könne er da überall hinstellen. Aber es gebe auch noch andere starke Standardschützen im Team, stellt der Trainer klar: „Nico Schiller zum Beispiel kann das auch. Manchmal kann ich ihn als Linksfuß dann auch besser gebrauchen.“

Insgesamt ist der Trainer glücklich über die neu erlangte Stärke seiner Mannschaft. „Vorher waren Standardsituationen immer eher unsere Schwäche“, erklärt Martinovic. „Aber wenn es insgesamt so gut läuft wie jetzt gerade, dann hat man eben auch mal Zeit, sich im Training auf andere Dinge zu konzentrieren und sie zu verbessern.“

Lesen Sie jetzt
Fußball-Kreispokal

Die nächste Pokalsensation: Eintracht Werne haut Oberligist Holzwickede raus

Eintracht Wernes Fußballer haben am Mittwochabend Holzwickede mit 4:2 besiegt. Das Ergebnis ist eine dicke Überraschung. Werne steht nun im Halbfinale. Von Sebastian Reith

Lesen Sie jetzt