Eintracht Werne verliert das Topspiel

Fußball Kreisliga A

Eintracht Werne hat in der Fußball-Kreisliga A1 Unna-Hamm die Tabellenführung an den VfL Mark abgeben müssen. Mark gewann sein Auswärtsspiel in Stockum mit 5:2. Herberns Reserve gab ein 2:0 aus der Hand.

Werne, Stockum, Herbern

, 23.09.2018 / Lesedauer: 4 min
Eintracht Werne verliert das Topspiel

Andreas Pawlik (l.) war einer von zahlreichen angeschlagenen Eintracht-Akteuren, die gegen Heessen trotz Grippe auf dem Platz standen. © Foto Helga Felgenträger

Kreisliga A1 Unna-Hamm

SVE Heessen – Eintr. Werne 2:0 (1:0)

Die Grippe hatte die Evenkämper fest im Griff. Mit gleich fünf angeschlagenen Spielern gingen sie in das Spiel in Heessen. Kurzfristig hatte sich auch noch Andreas Pawlik angesteckt. „Aber großes Lob an alle, die sich trotzdem aufs Feld gestellt haben“, sagte Eintracht-Coach Mario Martinovic.

Bis zur 30 Minute hielt Werne gut mit. Dann kam der leichte Einbruch. „Man hat den Spielern angemerkt, dass sie in die Pause wollten. Die Kräfte ließen einfach nach“, erzählte Martinovic. Es waren aber nicht nur die Kräfte, die den Evenkämpern am Sonntag fehlten. Auch das Glück war nicht auf ihrer Seite. Der Schiedsrichter, der ansonsten ein gutes Spiel machte, lag aus Sicht des Werner Trainers zwei Mal mit seinen Entscheidungen daneben – ausgerechnet bei den beiden Gegentreffern.

Das 0:1 in der 37. Minute sei aus einer Abseitsposition heraus entstanden: „Firat Isikli stand bei seinem Querpass in den Sechzehner im Abseits, zwar sehr knapp, aber er stand drin. Das Tor von Kevin Messner hätte also nicht zählen dürfen“, so Martinovic.

Ansonsten waren Torchancen Mangelware. Heessen war zwar am Drücker, aber die Eintracht ließ nicht viel zu. „Was uns gefehlt hat, waren die Entlastungsangriffe“, sagte Martinovic.

Nach ungefähr einer Stunde bekam seine Mannschaft die zweite Luft. „Da sind wir dann wieder besser ins Spiel rein gekommen“, so Martinovic. Den Treffer zum 0:2 konnte seine Mannschaft aber nicht verhindern. Sieben Minuten vor dem Ende wollte der Heessener Stürmer im Werner Sechzehner einen Haken schlagen, Eintracht-Abwehrspieler Simon Peper blieb einfach stehen und es kam zu einem Pressschlag. Der Schiedsrichter wertete die Aktion als Foul und zeigte auf den Punkt. „Da haben sich beide Spieler erschrocken als der Schiedsrichter auf den Punkt gezeigt hat“, sagte Martinovic. Der Elfmeterpfiff sei die falsche Entscheidung gewesen. Julian Bergholz verwandelte zum 2:0 für die Heessener, die nun bis auf einen Punkt an die Evenkämpern herangekommen sind.

„Wir erholen uns jetzt erstmal, trainieren auch nur zwei Mal in der Woche und greifen dann im Derby gegen den SV Stockum wieder an. Da haben wir nach den beiden Niederlagen in der vergangenen Saison etwas gut zu machen“, so Martinovic. Das Derby im Dahl steigt am Samstag, 29. September, um 18.30 Uhr.

Eintracht Werne: Rafalski - Akyüz, Schebab (86. Yilmaz), Pawlik, Schiller, Kabakoglu, Martinovic, Peper, Bozkurt (84. Kozlik), S. Ünal, Kavakbasi (61. D. Ünal)
Tore: 1:0 Messner (37.), 2:0 Bergholz (87./FE)

SV Stockum – VfL Mark 2:5 (0:2)

Hätte der SV Stockum in einer anderen Konstellation gespielt, wäre gegen Mark vielleicht mehr möglich gewesen. Doch aufgrund von vielen Ausfällen musste Stockum sogar mit angeschlagenen Spielern antreten. Die machten ihren Job in der Anfangsphase ganz gut. Stockum konzentrierte sich zunächst nur auf die Defensive. Das klappte gut. Man konnte Mark weit vom eigenen Tor weghalten.

Dann, nach 39 Minuten, brach das Defensivbollwerk ein. Nach einer Ecke schraubte sich Silas Dankert am höchsten und köpfte zur Führung ein. Stockum musste nun mehr machen. Mit dem Pausenpfiff traf Sven Rüther zum 2:0. Vorausgegangen war ein individueller Fehler in der Stockumer Hintermannschaft. Nach dem Seitenwechsel hatten sich die Gastgeber einiges vorgenommen. Sie wollten den Rückstand aufholen. So entstanden natürlich größere Lücken in der Defensive. Mark nutzte diese konsequent aus. Nur sieben Minuten nach dem Wiederanpfiff erzielte Lennard Weber das 3:0 für den VfL.

Durch die erste Stockumer Chance im Spiel kam der Gastgeber zum Anschluss. Enes Tayar ließ Stockum wieder hoffen. Die Hoffnung war jedoch nicht von langer Dauer: Nur zehn Minuten nach dem Anschlusstreffer stellte Marks Marius Eckert den alten Abstand wieder her (74.). Zwar gelang dem eingewechselten Tolga Topuz noch das 2:4 (76.), doch Stockum konnte Mark an diesem Tage nicht gefährlich werden.

Am Ende kann man resümieren, dass Stockum aufgrund seiner individuellen Fehler in der Defensive einen Punkt verschenkt hat. Mark nutze Stockums Fehler eiskalt aus.

SV Stockum: Kerkhoff - Thörner, I. Cördük, A. Cördük, Lupp, Köroglu (58. Topuz), Saadouni, H. Tozlu, Tayar, Zengin, Chakif

Tore: 0:1 Dankert (37.), 0:2 Rüther (45.), 0:3 Weber (52.), 1:3 Tayar (64.), 1:4 Eckert (74.), 2:4 Topuz (76.), 2:5 Knothe (87.)

Kreisliga A2 Münster

Schapdetten – SV Herbern II 5:2 (0:2)

Die Partie begann aus Sicht der Herberner gut. Nach 33. Minuten erzielte Kilian Höring das 1:0. Toptorschütze Oliver Eckey legte zum 2:0 (40.) nach – es war bereits sein sechster Saisontreffer. Alles sah nach einem klaren Sieg für den SV Herbern aus. Doch dann passierte das, was Herberns Trainer Christian Adamek in den vergangenen Wochen lautstark kritisiert hatte.

Als die Herberner nach einer starken ersten Hälfte aus der Pause kamen, war die Mannschaft wie ausgewechselt. Schapdetten war nun die bessere Mannschaft und startete druckvoll in den zweiten Durchgang. Der Gastgeber erwischte einen Start nach Maß. Nur zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff traf Johannes Aldenhövel zum Anschluss. Schapdetten war am Drücker. Aldenhövel sorgte mit seinem zweiten Tor für den Ausgleich (57.). Herbern war von der Rolle. Schapdetten nahm den Schwung mit und drehte die Partie (62./76./90.). Herbern steht nach der Niederlage auf dem zehnten Tabellenplatz.

SV Herbern U23: S. Adamek - Ritz (65. Seiler), K. Höring, Heidicker, J. Dubicki, Bentrup, Eckey, Gottschlich (77. N. Bußkamp), Zilligen (83. Kortendick), Närdemann, Böcker
Tore: 0:1 K. Höring (33.), 0:2 Eckey (40.), 1:2, 2:2 beide Aldenhövel (47., 57.), 3:2 Wiethölter (62.), 4:2 Muck (76.), 5:2 Aldenhövel (90.+2)

Lesen Sie jetzt