Erkan Baslarli (29) zur Untersuchung im Krankenhaus - So steht es nun um den Ex-Werner

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Der ehemalige Werner Spieler, Erkan Baslarli, lag zuletzt eine Woche im Krankenhaus. Der 29-Jährige klagte über Kopfschmerzen und Nasenbluten. So steht es nun um den Stürmer der IG Bönen.

von Marcel Schürmann

Werne

, 17.10.2019, 15:49 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit mehreren Wochen plagte sich Erkan Baslarli, ehemaliger Spieler des Werner SC und von Eintracht Werne, mit Kopfschmerzen und Nasenbluten herum. So lange, bis er es nicht mehr aushielt und in ein Krankenhaus ging. „Im Spiel gegen Viktoria Resse war es auch schon so, dass ich schlimme Kopfschmerzen bekommen habe. Irgendwann wurde es so schlimm, dass ich in Heessen in ein Krankenhaus gegangen bin. Dort wurde zunächst mein Herz untersucht. Da war alles gut“, sagt der Spieler der IG Bönen im Gespräch mit dieser Redaktion.

Danach sei er ins St. Marien-Hospital in Hamm verlegt worden, wo weitere Tests gemacht wurden: „Da lag ich dann eine Woche, dort wurden mein Gehirn, meine Lunge und meine Nieren untersucht. Die Ärzte meinten, ich hätte mir einen Virus eingefangen.“

CK-Wert um das Achtfache erhöht

Dadurch sei sein CK-Wert (Creatin-Kinase-Wert) in die Höhe geschossen. „Normalerweise liegt dieser Wert zwischen 100 und 160. Bei mir war er über 1000.“ Die CK ist ein wichtiger Messwert bei Verdacht auf Schäden an der Skelettmuskulatur oder am Herzen, zum Beispiel bei einem Herzinfarkt. Je höher der CK-Wert ist, desto größer ist der Infarkt.

Mittlerweile konnte Baslarli das Krankenhaus aber wieder verlassen. „Es ist zum Glück alles halb so wild“, sagt er - weil er viel Sport mache. „Wenn man Fußball spielt, sollten die Werte zwar nicht so hoch sein, aber mittlerweile ist der Wert auch schon wieder gesunken. Im MRT und CT sah alles gut aus“, so Baslarli.

Viel Kaffee trinken

Medikamente müsse der Stürmer der IG Bönen keine einnehmen, „aber viel Kaffee trinken“. Im Krankenhaus haben die Ärzte ihm etwas Rückenmark zur Untersuchung entnommen. „Das waren die schlimmsten Tage, ich hatte wirklich Schmerzen. Aber jetzt geht es mir schon viel besser.“

Baslarli plant daher mit einer schnellen Rückkehr auf den Fußballplatz. Schon am Mittwoch nahm er wieder am Training seiner Mannschaft teil, für die es als Aufsteiger in der Landesliga 3 gerade so richtig gut läuft. Die IG steht momentan auf Platz vier.

Baslarli: „Für mich läuft‘s katastrophal“

Nicht so gut verläuft die Spielzeit hingegen für Baslarli: „Für mich läuft die Saison katastrophal.“ Der Stürmer, der in der vergangenen Saison mit 21 Toren maßgeblichen Anteil am direkten Durchmarsch seines Teams von der Kreisliga A in die Landesliga hatte, kommt in seinen bisherigen sechs Einsätzen auf null Tore und gerade mal auf 295 Minuten. Zu wenig für den zweifachen Gewinner der RN-Torjägerkanone, der seine dritte Saison bei der IG spielt.

„Bis auf die letzten beiden Spiele, wo ich im Krankenhaus lag, war ich komplett fit, ich habe die komplette Vorbereitung mitgemacht.“ Trotzdem gab es für Baslarli oft nur einen Platz auf der Bank - oder er wurde früh ausgewechselt. Baslarli: „So hat der Trainer halt entschieden.“

Erkan Baslarli (29) zur Untersuchung im Krankenhaus - So steht es nun um den Ex-Werner

Erkan Baslarli (M.) - vor zwei Jahren im Duell mit seinem Ex-Klub, Eintracht Werne. © Greis

Zufriedengeben will er sich damit langfristig nicht: „Ich fühle mich fit und bin gesund. Ich sitze nicht gern auf der Bank und bin in der Lage zu spielen. Wenn das nicht der Fall ist, werde ich mir natürlich meine Gedanken machen.“

Gute Erinnerungen an den WSC und die Eintracht

An seine Zeit in Werne denkt der frisch gebackene Familienvater gerne zurück. Die Ergebnisse des WSC und der Eintracht verfolge er nach wie vor: „Bei der Eintracht habe ich viele Kollegen. Aber auch zum Werner SC habe ich noch viel Kontakt. Zuletzt habe ich den Live-Ticker verfolgt. Schade, dass sie gegen Deuten 0:3 verloren haben. Ich drücke beiden Teams aber immer noch die Daumen. Zurzeit läuft es bei beiden ja sehr gut.“ Bleibt zu hoffen, dass es für Baslarli in den kommenden Wochen auch wieder besser läuft.

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