Für die heimischen Fußballer wäre ein Saisonabbruch besonders ärgerlich

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Es würden wohl alle Amateurfußballer aktuell gerne wieder auf dem Platz stehen. Für die heimischen Sportler wäre ein Saisonabbruch aber wohl besonders schade.

Werne, Stockum, Herbern

, 28.04.2020, 12:44 Uhr / Lesedauer: 2 min

Aktuell wünscht sich wohl jeder Amateurfußballer die Zeit zurück, in der die Plätze noch nicht aufgrund des Coronavirus gesperrt waren. Gerne würden sie wieder regelmäßig gegen den Ball treten und sonntags in der Liga um Punkte kämpfen. Stattdessen stehen die Zeichen aktuell wohl eher auf Saisonabbruch. Für die heimischen Fußballer wäre das wohl - egal in welchem Verein - besonders ärgerlich.

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Der Werner SC beispielsweise spielt seine erfolgreichste Saison seit dem Aufstieg in die Landesliga. 13 Spieltage standen sie sogar an der Tabellenspitze - ein überragender Wert.

Mittlerweile ist es zwar wieder ein bisschen abwärts gegangen in der Tabelle (der WSC steht auf Platz sechs), dennoch sind die Werner so stark wie nie zuvor. Schon oft betonten sie in den letzten Wochen, dass sie diese Saison - natürlich unter normalen Umständen - gerne zu Ende gespielt hätten.

Abbruch würde einen möglichen Aufstieg des SV Herbern verhindern

Ganz ähnlich denkt aktuell wohl auch der SV Herbern, Ligakonkurrent des Werner SC. Die Herberner waren zwar längst nicht so gut wie der WSC in die Saison gestartet - zwischenzeitlich hatten sie sogar 13 Punkte Rückstand auf den Lokalkonkurrenten.

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Dafür aber haben sich die Herberner schnell gefangen und spielen nun seit Mitte der Hinrunde überzeugend. Seit Oktober setzte es nur noch eine einzige Niederlage.

Der Lohn: Mittlerweile steckt der SVH mitten im Aufstiegskampf und hat nur sechs Punkte Rückstand auf den Tabellenführer. Würde die Saison fortgeführt werden, hätten die Herberner durchaus noch Chancen, es bis in die Westfalenliga zu schaffen.

Stockum und Eintracht hatten große Ziele in der Rückrunde

Aber nicht nur für die heimischen Landesligisten wäre es spannend geworden. Auch der SV Stockum und Eintracht Werne hatten noch große Ziele in dieser Spielzeit - wenn auch völlig verschiedene.

Für die Eintracht stand bereits vor der Saison fest, wohin es gehen sollte: am besten auf schnellstem Weg in die Bezirksliga. Der Aufstieg war fest eingeplant. Zwar verlief die Spielzeit bis hierhin mit einigen Höhen und Tiefen und die Evenkämper stehen auf Platz vier nicht ganz dort, wohin sie wollten.

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Aber die Chance auf den Aufstieg gab es für die Eintracht nach wie vor. Besonders mit Hilfe der drei Torjäger Abdullah Sahin, Enes Akyüz und Serkan Adas wäre durchaus noch etwas drin gewesen für die Evenkämper.

Der SV Stockum hätte den Klassenerhalt gerne selbst geschafft

Ganz anders verlief die Saison für den SV Stockum. Nur einen einzigen Sieg holten die Stockumer in der Hinrunde und standen damit auf einem Abstiegsplatz. Eigentlich wäre das wohl Grund genug dafür, dass die Stockumer glücklich sein müssten über einen möglichen Abbruch.

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Doch der SV Stockum änderte etwas. Nach dem Rücktritt von Zakaria Slimani verpflichtete der Verein Jürgen Welp als neuen Trainer, holte einige Schlüsselspieler. In der Rückrunde wäre wohl noch einiges drin gewesen, um aus eigener Kraft den Klassenerhalt zu schaffen.

Es wäre wohl noch eine spannende Saison gewesen für die heimischen Fußballer - egal in welcher Hinsicht. Die Zuschauer hätten sich mit Sicherheit auf tolle Duelle freuen dürfen. Jetzt müssen sie wohl bis zur kommenden Spielzeit darauf warten, sich wieder am Sportplatz begeistern zu lassen.

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