GSC will sich gegen Selm zerreißen – alle Vorschauen

Fußball: Kreisliga

Eine Trendwende erlebten am Wochenende sowohl GS Cappenberg als auch die SG Selm. Cappenberg spielte nach zwei durchwachsenen Spielen stark und gewann gegen Herbern II. Selm hingegen verlor nach zwei Siegen überraschend gegen den SC Capelle. Am Montag treffen die beiden Kreisliga-A-Teams im Stadt-Duell aufeinander. Hier lesen Sie alle anstehenden Kreiliga-Partien am Ostermontag in der Vorschau.

KREISGEBIET

04.04.2015, 12:12 Uhr / Lesedauer: 4 min
Tobias Schwartz (l.) und seine Cappenberger wollen auch gegen die SG Selm überraschen.

Tobias Schwartz (l.) und seine Cappenberger wollen auch gegen die SG Selm überraschen.

Fußball: Kreisliga A LH

GS Cappenberg - SG Selm (Mo., 15 Uhr, Am Kohuesholz, Selm)

Selm ist als Tabellendritter für Cappenbergs Spielertrainer Patrick Osmolski immer noch der klare Favorit. „Aber Capelle hat letzte Woche vorgemacht, wie es geht. Wir haben es letzte Woche gegen Herbern II vorgemacht. Außerdem handelt es sich um ein Derby“, zählt Osmolski drei Gründe auf, die für einen Cappenberger Erfolg sprechen könnten. GSC ist derzeit Tabellenneunter.

Den Schlüssel zu einem erneut guten Spiel sieht der Spielertrainer darin, wieder von der ersten Minute an da zu sein, sich zu zerreißen. „So haben wir es gegen Herbern gemacht. Da hat man gemerkt, dass die Jungs mit den ersten Spielen des Jahres nicht zufrieden waren“, so Osmolski. Er hofft auch, dass die beiden Treffer seines Stürmers Abiola Farinde so etwas wie ein Startsignal waren für weitere Erfolgserlebnisse.

Eine wichtige Rolle für die SG spielte zuletzt Juri Lebsack. Selms Coach überlegt, seinem leicht angeschlagenen Mittelfeld-Strategen am Montag eine Pause zu verschaffen. In den Kader zurückkehren könnten Marcel Dresken und Sebastian Kramzik.

„Wir versuchen, auch in Cappenberg wieder von Beginn an, viel Ballbesitz zu haben und das Spiel zu machen“, erklärt SG-Trainer Mark Bördeling. Das funktionierte zuletzt gegen Capelle nicht. Zu oft agierte der Tabellendritte mit langen Bällen nach vorne. Auch in der zweiten Hälfte im Pokalspiel gegen Südkirchen fehlte den Selmern die Ballsicherheit. Die sollte in Cappenberg zurückkehren, sonst wird es mit drei Punkten schwer.   

SV Südkirchen - BW Alstedde (Mo., 15 Uhr, Friedhofsweg 1, Südkirchen)

Das knappe 0:1 bei der SG Selm am Donnerstag im Pokal war die erste Pflichtspiel-Niederlage des SV Südkirchen in diesem Jahr und gleichzeitig die erste Niederlage des Trainers Bernd Schawohl mit seinem SVS. In der Liga möchte das Team allerdings auch nach dem Spiel am Montag gegen BW Alstedde ungeschlagen bleiben.

Verteidiger Leon Hügemann zog sich wenige Minuten vor dem Pokalspiel in Selm eine Verletzung zu und könnte auch gegen Alstedde ausfallen. Ansonsten setzt Bernd Schawohl auf den Kader, der am Donnerstag spielte. „Natürlich mussten wir die Pokal-Niederlage verarbeiten. Wir wollen uns aber für die gute Leistung am Donnerstag nachträglich mit einem Sieg belohnen“, so Schawohl. 

BW Ottmarsbocholt - SC Capelle (Mo., 15 Uhr, Clemens-Hagemann-Straße 25, Senden)

Seine Spieler nach acht Punkten aus vier Spielen und dem starken 2:0 bei der SG Selm wieder zu erden, das ist die Aufgabe, die Martin Ritz, Trainer des SC Capelle, vor dem Kreisliga-A-Match bei BW Ottmarsbocholt umtreibt. „Wir hatten nach der Winterpause einen guten Start. Das stimmt, aber das zählt jetzt nicht mehr“, erklärt Ritz.

Zum einen erinnert der Trainer an das Hinspiel, in dem seine Mannschaft kaum in die Partie kam. Zum anderen warnt er vor Ottmarsbocholts Stürmer Denis Hölscher. Der machte alleine in Vinnum letzte Woche vier Tore. Auf Capeller Seite fehlen Lars Zimmermann und Andreas Frantzen. Zurück im Team sind Andreas Winkler, Philip Wittkamp und Oliver Eckey.   

SuS Olfen - Eintracht Werne (Mo., 15 Uhr, Hoddenstraße 4, Olfen)

Mit leichten Bauchschmerzen blickt Norbert Sander, Trainer des SuS Olfen, auf die kommende Partie gegen Eintracht Werne. In der Kreisliga-A-Tabelle liegt der Spitzenreiter seit dem überzeugenden 2:0 in Alstedde zwar sieben Punkte vor dem ersten Verfolger, personell hat der SuS an diesem Montag im Spiel gegen den Tabellenfünften Eintracht Werne aber einiges zu stemmen.

Dennis Böttcher zog sich am Sonntag beim Spiel in Alstedde eine Bänderverletzung zu. Max Müller fehlt ebenfalls verletzt. Zudem sind Keeper Andre Milewzyk, Justus Radke, Mark Köster und Michael Karwot gemeinsam auf einer Ski-Freizeit. „Jetzt muss ich eben auf Leistungsträger der A-Junioren und der zweiten Mannschaft zurückgreifen. Aber ich glaube, auch so bekommen wir eine schlagkräftige Truppe zusammen“, meint Norbert Sander. Jan Stember wird Andre Milewzyk wohl im Kasten vertreten. Julien Köppeler, Dustin Brüggemann und David Peters könnten Alternativen aus der Reserve und der A-Jugend sein.

Eintrachts Coach Muris Mujkanovic sieht der Partie ganz entspannt entgegen. Nach zuletzt vier sieglosen Partien in Serie ist der Rückstand auf Tabellenführer SuS Olfen auf zehn Punkte angewachsen. „Der Abstand ist so groß, dass wir ganz locker in die Partie gehen können“, sagt Mujkanovic. Faruk Bozaci, Sadik Zengin und Rouven Scharein sind fraglich. Aus der A-Jugend stoßen Jason Kaufmann und Benjamin Schwarzkopf wieder zum Team.

SV Herbern II - PSV Bork (Mo., 13 Uhr, Siepenweg, Ascheberg-Herbern)

Drei Spiele, sieben Punkte. Die Bilanz des PSV Bork nach der Winterpause lässt sich sehen, erst recht dort unten im Tabellenkeller der Kreisliga A. Zwei klare Niederlagen kassierte zuletzt hingegen der Tabellenvierte Herbern II, bei dem Bork am Sonntag spielt.

Blenden lassen will sich PSV-Coach Ingo Grodowski von den Herberner Ergebnissen aber nicht: „An einem guten Tag können die jeden schlagen.“ Zudem fehlen dem PSV Daniel Rosengart, Jonas Lammers (beide verletzt), Philipp Grodowski, Jannik Audehm (beide gelbgesperrt). Zurück im Kader sind Nils Haarseim, Felix Wüllhorst und Philipp Gördes. 

SVH-Trainer Timy Schütte fordert gegen Bork eine Trendwende. Zwei Niederlagen in Serie haben die Reserve des SV Herbern im Titelkampf wohl aussichtlos zurückgeworfen. Schütte wird ohne Torwart Sebastian Adamek und Marcel Pottmeier auskommen müssen. Hinter dem Einsatz von Michael Aschoff steht ein Fragezeichen. Marvin Bruland ist nach seiner Gelbsperre wieder spielberechtigt.

SV Stockum - Westfalia Vinnum (Mo., 13 Uhr, Boymerstraße 11a, Werne)

Das 0:5 vor einer Woche gegen Ottmarsbocholt war ein Rückschritt für Westfalia Vinnum. Am Sonntag steht im Kreisliga-A-Spiel beim SV Stockum eine nicht minderschwere Aufgabe für die Vinnumer bevor. „Gegen Stockum wird ein anderes Team auf dem Feld stehen. Personell und charakterlich. Das steht schon fest“, kündigte Vinnums Coach Engelbert Asemann an.

In der Abwehr und auch im Sturm wird er umbauen, ohne jedoch im Vorfeld Details zu verraten. Fehlen werden allerdings immer noch wichtige Spieler wie Stefan Olfens, Christian Prasse (beide Zerrung) und Mario Bester.

StockumsTrainer Ralf Gondolf sieht für sein Team eine lösbare Aufgabe gegen Vinnum. Gondolf: „Wir unterschätzen Vinnum natürlich nicht, aber um Platz zwei zu verteidigen, ist das ein Pflichtsieg.“ Personell ist der SVS immer noch stark gebeutelt. Der Trainer hofft aber auf einen Einsatz von Torjäger Tim Köhler (13 Tore), der am vergangenen Spieltag mit einer Magen-Darm-Erkrankung fehlte.

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