Hansi Küpper: „Hoffe auf ein torreiches Remis“

rnLandesliga-Derby

Sportkommentator Hansi Küpper hat in Werne und Herbern Fußball gespielt. Ob Küpper sich am Sonntag das Derby zwischen dem SV Herbern und dem Werner SC anschaut, hat er im Interview verraten.

Werne, Herbern

, 20.03.2019 / Lesedauer: 3 min

Heute kennt man Hansi Küpper natürlich als Sportkommentator aus dem Fernsehen. Früher, in den 1980er Jahren, da kickte der Werner Junge beim SSV Werne und dem SV Herbern – jeweils in der Bezirksliga. Als Spieler kennt der 58-Jährige also die Derbys zwischen Werne und Herbern. Ob er am Sonntag, 24. März, das Landesliga-Derby in Herbern zwischen dem SV Herbern und dem Werner SC als Zuschauer verfolgt, verrät er im Interview mit RN-Sportredakteur Dominik Gumprich.

Herr Küpper, am Sonntag ist es so weit, das Derby zwischen dem SV Herbern und dem Werner SC steht an – mit Ihnen am Platz?

Ja, endlich kann ich mal dabei sein. Seit meiner aktiven Laufbahn wird dies das erste Derby sein, was ich sehe. Als Spieler muss das so 1986/87 gewesen sein, damals noch im Trikot des SSV Werne.

Sie haben bekanntlich bei beiden Vereinen gespielt, für wen schlägt das Herz am Sonntag?

Da bin ich relativ entspannt, so wie die Tabellensituation der beiden Klubs auch. Deshalb erhoffe ich mir, quasi als Klassiker in solch einer Situation, ein torreiches Unentschieden.

Etwas genauer bitte...

Ein 3:3 wäre doch nicht schlecht. Oder halt - ein 4:4, das wäre noch besser. Das Ergebnis mag doch Thomas Overmann (Fußball-Chef und Schalke-Fan, Anm. d. Red.) so gerne (lacht).

Hansi Küpper: „Hoffe auf ein torreiches Remis“

Hansi Küpper hofft auf ein torreiches Derby. © imago/Future Image



Wie intensiv verfolgen Sie denn noch Ihre beiden ehemaligen Klubs aus der Heimat?

Schon eher aus Distanz. Ich gucke da jetzt nicht jeden Sonntag nach, wie die gespielt haben. Aber zum Beispiel in der vergangenen Saison, als es der WSC am Ende so spannend im Abstiegskampf gemacht hat, da war ich immer auf dem Laufenden. Da habe ich mich sehr für den Klub gefreut, dass er die Klasse gehalten hat.

Wenn wir Sie schon einmal am Telefon haben, dann dürfen natürlich auch ein, zwei Fragen zum Profifußball nicht fehlen. Wie sehen Sie die Ausbootung von Matts Hummels, Jérôme Boateng und Thomas Müller?

Die Art und Weise, wie das alles gelaufen ist, finde ich schon extrem traurig. Das klingt jetzt vielleicht etwas pathetisch, aber eine große Fußballnation misst sich auch daran, wie sie mit großen und verdienstvollen Spielern umgeht. Ich kann mir das nicht erklären.

Ein Wort zur Situation des deutschen Fußballs insgesamt. In Europa ist nur noch Eintracht Frankfurt dabei. Wie kann das sein?

Ich finde das jetzt nicht so bedenklich. Ich wunder mich nur über Menschen, die jetzt als Antwort darauf sofort die 50+1-Regel freimachen wollen. Das kann doch nicht das Allheilmittel sein. Da bricht bei einigen der Aktionismus durch. Und man darf ja auch eines nicht vergessen: Vieles ist auch eine Mediendiskussion. Fans in Bremen, Dresden oder sonst wo interessiert es überhaupt nicht, ob Bayern ins Halbfinale kommt oder nicht. Die haben doch im Alltag mit ihren Klubs ganz andere Sorgen. Aber kurz zur Eintracht: Ich find es klasse, wie die durch Europa marschiert. Die Frankfurter sind absolute Stimmungskönige. Da können sich die Engländer mal ne Scheibe von abschneiden.

In der Bundesliga sind die Bayern mittlerweile an Borussia Dortmund vorbeigezogen. Wer von den beiden holt den Titel?

Vor der Saison hatte ich ganz klar die Bayern auf dem Zettel. Dann natürlich Dortmund mit seinen neun Punkten Vorsprung. Dass die plötzlich weg sind, ist natürlich schon so eine Sache. Jetzt gehe ich davon aus, dass Bayern zu 60 Prozent Deutscher Meister wird.

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