Heimerfolg der LippeBaskets: Jung, forsch und eine Portion von Unbekümmertheit

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Zur Musik von Apache 207 feierten die LippeBaskets Werne nach dem Erfolg. Es war der zweite Sieg im zweiten Spiel der Saison. Ein Sieg, der lange Zeit nicht abzusehen war.

Werne

, 22.09.2019, 18:19 Uhr / Lesedauer: 2 min


Die komplette Ballspielhalle war verwaist um 21.20 Uhr am Samstagabend. Die Zuschauer waren alle schon weg oder standen noch vor der Halle. In diesem Moment wäre es komplett ruhig in der Halle gewesen, wäre aus der Kabine der Lippebaskets kein so lauter Lärm gekommen.

Bassklänge erfüllten den Kabinentrakt der Ballspielhalle. Aus der Kabine der LippeBaskets war nur zu hören: „Aber Apache bleibt gleich!“ Die Basketballer der LBW feierten in der Kabine zu den klängen von Rap-Newcomer Apache 207, einem Mannheimer Rapper, der in diesem Jahr die deutschen Rap-Charts mit seinem Song „Roller“ aufgemischt hat. Zu diesem feierte das LBW-Team nun ab. Absehbar war das nicht.

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Um 19.41 Uhr lagen die LippeBaskets schon mit 12 Punkten zurück, kamen überhaupt nicht in die Partie. Ausgerechnet im ersten Heimspiel der Saison. Der Sieg, den die LBWer noch errungen haben, war da auf keinen Fall abzusehen.

Eine Mentalitätsprobe für das Team von Christoph Henke. „Mir war die ganze Zeit klar, dass wir das gewinnen werden“, erklärte Niko Tilkiaridis. Es wirkt etwas frech, auch unbekümmert, wenn Tilkiaridis diese Gedanken ausspricht, doch genau so spielten die LippeBaskets im Anschluss an das 12-Punkte-Defizit im ersten Viertel. Trotz zahlreicher Fehlwürfe in der Anfangsphase probierte es Tilkiaridis auch immer wieder aus Distanz und wurde im Schlussviertel dafür belohnt. Zwei wichtige Dreier erzielte er, die mitverantwortlich dafür waren, dass die LippeBaskets das Spiel über die Zeit brachten.

Doch woher nimmt Tilkiaridis diesen Glauben an sich und an sein Team? „Ich gehe in jedes Spiel und sage ‚Wir gewinnen das“, erklärt er. „So muss das sein.“ Es kommt so rüber, als wäre Tilkiaridis einer der Veteranen im LBW-Dress. Dabei gehört er noch zu den jüngeren Spielern im LBW-Squad. Tilkiaridis geht forsch vorweg. Es ist diese Mischung, die das Spiel der LippeBaskets am Samstag ausgemacht hat. Routiniers wie Christian Dreißig und Simon Bennett, die wichtige Punkte erzielten, dem Team zu Ruhe verhalfen in hitzigen Situationen. Für das Gleichgewicht im Spiel gab es die forschen, jungen und unbekümmerten Spieler wie Tilkiaridis, Janne Bromisch und Nils Brinkmann, die dem Spiel durch ihre Spielweise den Stempel aufdrückten.

„Wir kommen unter die Top fünf“

Es wäre nicht verwunderlich, wenn die drei ähnlich dominant bei der Musikauswahl nach dem Spiel in der Kabine waren und mit Apache 207 den Ton angeben. Doch egal, wer das Sagen hat, die Mischung scheint zu stimmen im Team. „Wir haben die (Die Neuzugänge Dreißig, Bennett, Grudev und Bromisch, Anm. d. Red.) gut aufgenommen, haben Spaß in der Truppe“, sagt Tilkiaridis und formuliert ein selbstbewusstes Saisonziel: „Wir kommen unter die Top fünf.“

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