Herbern siegt im Elfmeter-Krimi gegen Ascheberg

Fußball-Kreispokal

"Alle auf Leo" riefen die Herberner – und alle Spieler des SVH sprinteten los. Sie wussten, bei wem sie sich zu bedanken hatten. Torwart Leonhard Fenker behielt im Elfmeterschießen die Nerven. Der Fußball-Landesligist setzte sich am Donnerstagabend im Achtelfinale des Kreispokals gegen den Bezirksligisten TuS Ascheberg mit 6:4 durch.

ASCHEBERG/HERBEN

von Von Andrea Wellerdiek

, 13.09.2013, 11:03 Uhr / Lesedauer: 2 min
Familien-Duell: Herberns Eric Sabe (l.) umkurvt seinen Cousin Laurin Sabe (M.). Erics Bruder Vincent Sabe (r.) schaut zu.

Familien-Duell: Herberns Eric Sabe (l.) umkurvt seinen Cousin Laurin Sabe (M.). Erics Bruder Vincent Sabe (r.) schaut zu.

Nach dem Seitenwechsel nutzten die Gastgeber dann aber eine Unachtsamkeit der Herberner Abwehr aus. Nach einem Eckball von Rodrigo de Sousa schob Hendrik Füchtling zum 1:1-Ausgleich ein (50.). Der SV Herbern war geschockt. Der höherklassige Landesligist wirkte plötzlich ungewohnt verunsichert, machte viele Fehler in der Vorwärtsbewegung. Bezeichnend für diese Phase war, dass die einzige gefährliche Chance aus einer Standardsituation resultierte. Marvin Bruland schlenzte einen Freistoß links an der Mauer der Ascheberger vorbei zum 2:1 (78.). Danach flachte das Spiel zunehmend weiter ab. Einen Konterangriff der Herberner setzte Steven Farchmin, der allein vor das gegnerische Tor lief, daneben (83.) – unfassbar. Dies sollte bestraft werden. Aschebergs Laurin Sabe versuchte es mit einem Distanzschuss. SVH-Schlussmann Leonhard Fenker ließ diesen abprallen. Füchtling staubte zum 2:2 ab (86.). In der Verlängerung vergab Ascheberg eine Riesenchance. Füchtling vergab allein vor dem gegnerischen aus kurzer Distanz (120.) – unfassbar. Im Elfmeterschießen parierte SVH-Torwart Fenker schließlich  en Ball von Hendrik Heubrock. Tim Bröer verwandelte zum 6:4-Endstand. „Wir haben uns selbst zuzuschreiben, dass wir in die Verlängerung mussten. Wir sind nicht richtig in die Zweikämpfe gekommen“, sagt SVH-Trainer Christian Bentrup. „Schade, dass uns kurz vor Schluss nicht der Lucky Punch glückt. Aber ich mache meinen Jungs keinen Vorwurf, sie haben gerackert“, so TuS-Trainer Holger Möllers.

Fenker - Brockmeier, Dubicki, Tüns, Bruland (82. Mangels) - Manka, E. Sabe, Kaminski, Bröer - Krüger (46. Farchmin), von der Ley (61. Lünemann) TuS: Hungerberg - Schöpe, Drees, L. Sabe, Vester (82. Hölscher) - De Sousa (81. Müller), V. Sabe, Falke, Bultmann (71. Heubrock) - Füchtling, Schröer Tore: 0:1 Krüger (2.), 1:1 Füchtling (50.), 1:2 Bruland (78.), 2:2 Füchtling (86.) Elfmeterschießen: Falke (TuS) zum 3:2; Brockmeier (SVH) zum 3:3; Schröer (TuS) verschießt, Manka (SVH) zum 3:4; Füchtling (TuS) zum 4:4; Dubicki (SVH) zum 4:5; Heubrock (TuS) verschießt; Bröer (SVH) zum 4:6  

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