Wer hat welche Aufgabe in den Wettkampfgerichten? Wie wird die Anzeigentafel gesteuert? Wer ist zuständig für die Verpflegung? Wer die Helfer außerhalb des Parcours sind, erfahren Sie hier.

von Marcel Schürmann

Werne

, 19.04.2019, 15:27 Uhr / Lesedauer: 4 min

Damit die Lenklarer Reitertage auch ordentlich über die Bühne gehen, braucht es viele Helfer. Wir stellen die Helfer vor, welche Aufgaben sie haben und erklären, warum sie sich in Lenklar engagieren.


Das Bodenpflege-Team

Hinter den Kulissen beim größten Reitturnier der Region

© Marcel Schürmann

Seit klein auf kennt sich das Quintett um Jan Behler, Christoph Deiting, Jan Möllenbrink, Bernd Stöver Junior (Foto) und Marc Stöver. Die Fünf sind seit Jahren verantwortlich für die Bodenpflege auf dem Spring- und Abreiteplatz bei den Lenklarer Reitertagen. Zwischen und während der Prüfungen begradigen sie mit Traktoren den Sandplatz – wenn sie nicht gerade selbst im Sattel sitzen, so wie Marc Stöver und sein größerer Bruder Bernd Stöver Junior. Gelegentlich muss auch der Boden bewässert werden. Damit die Jungs an jedem Tag im Einsatz sein können, mussten sie sich für anderthalb Wochen Urlaub nehmen. „Dafür ist die Verpflegung für uns an allen Tagen frei“, sagt Marc Stöver. Das Team ist schon Wochen vor dem Turnier beim Aufbau engagiert, um einen Teil dazu beizutragen, „dass es hier eine tolle Veranstaltung wird“, so Bernd Stöver Junior.


Der Techniker

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© Marcel Schürmann

Michael Völler ist in Lenklar der Mann für die Technik. Neben dem Zeitmessen und dem Bedienen der Anzeigetafeln kümmert sich der gelernte Fernsehtechniker auch um die Musik. Zusätzlich muss Völler die Fehler der Reiter eingeben. Seit sechs Jahren ist er jetzt schon bei Reitturnieren im Einsatz und ist daher sehr routiniert. Ins Schwitzen gerät aber auch er manchmal: „Ab und zu kommt es vor, dass die Technik ausfällt. Bei einer Panne haben wir zum Glück einen Plan B parat“, so Völler. Dann gibt es schließlich die Richter, die die Zeiten ebenfalls stoppen.



Die Parcours-Bauer

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© Marcel Schürmann

Die Freunde (v.r.) Rainer Evelt, Bernd Windmüller, Volker Wulf und Benedikt Schulze Elberg haben „irgendwann alle mal auf dem Pferd gesessen“, wie Rainer Evelt stellvertretend für das Team der Parcours-Aufbauer sagt. Nach der aktiven Zeit überlegten die Vier, wie sie dem Turniersport dennoch erhalten bleiben könnten. Nur zugucken kam für das Quartett nicht in Frage. „So sind wir an den Posten der Parcours-Aufbauer gekommen.“ Die vier Männer müssen beim Aufbau der Parcours natürlich das Regelwerk beachten. „Die Parcours müssen stets der Klasse entsprechen. „Hin und wieder gelingt’s auch“, scherzt Evelt. Wie es geht, hat das Team nach und nach gelernt. „Man geht schon mal mit erfahrenen Parcours-Aufbauern mit, schaut sich was ab und eignet sich auch was an. So entwickelt aber jeder sein eigenes Faible“, so Evelt, der schon seit mehr als 30 Jahren Reitparcours aufbaut.


Die Jury

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© Marcel Schürmann

Dieter Müller (l.) und Herbert Schmerling sind seit 15 Jahren Richter bei Reitturnieren. Die beiden machen knapp 40 Turniere im Jahr, wie sie sagen. Zuvor hatten sie bereits viel mit Pferden zu tun, sind selbst geritten und haben Reitunterricht gegeben. In Lenklar ist das Duo erstmals im Einsatz. Bei der Benotung der Reiter und der Pferde – etwa bei Springpferdeprüfungen – sind sich die beiden fast immer einig. „Wir beraten uns schon während des Rittes. Wenn wir mal weit auseinanderliegen, nehmen wir den Mittelwert“, so Müller. Das käme aber nicht oft vor.

Der Sprecher

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© Marcel Schürmann

„Ich bin nie selbst geritten“, erzählt Sprecher Berthold Gilberg, der bis Donnerstag die Springen moderiert. Seit über 30 Jahren ist er bei Reitturnieren unterwegs und seit Jahren auch bei den Reitertagen dabei. Als Ansager stellt er Pferde und Reiter für die Zuschauer vor.

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Der Tierarzt

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© Patrick Schröer

„Ich bin alle Tage hier anwesend, kontrolliere sporadisch und bei Verdacht die Pferde. In besonderen Fällen können wir auch Dopingkontrollen machen oder operieren“, sagt Michael Dahlkamp, Tierarzt aus Cappenberg, der mit seinem Bruder Marc medizinische Erstversorgung für die Tiere leistet. Auf dem Foto sieht man neben Dahlkamp Tochter Felicia und Mitarbeiterin Felicitas Gerwing.



Das Getränke-Team

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Seit 20 Jahren arbeitet Petra Wöstenfeld im Stall auf dem Hof Gripshöver. Nicht weniger lange schmeißt sie mit ihrem Mann Wolfgang den Bierwagen am Abreiteplatz. „Wir sind an allen Turniertagen hier. Am Wochenende, wenn es richtig voll wird, bekommen wir Unterstützung vom Schützenverein“, sagt Petra Wöstenfeld. Ihr Schwiegersohn in spe, Pepe Klöckner (Foto) hilft ebenfalls mit, „alle Brände zu löschen.“ Das Team arbeitet komplett ehrenamtlich. „Hier trifft man die Reiter. Wir haben immer Riesenspaß“, sagt Wöstenfeld.


Das Versorgungs-Team

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ne © Marcel Schürmann

Christina Kühr, Rita Kucheremt und Katharina Marx (v.l.) vom Team der Bäckerei Kanne sorgen bei Zuschauern und Reitern für Beköstigung. Zum Frühstück gibt es Rührei mit oder ohne Speck und frisch belegte Brötchen. Im Laufe des Tages kommen auch Snacks wie Pizza und Laugenbrezeln dazu. „Wir haben noch viele andere Sachen – auch für Vegetarier. Für jeden Geschmack ist etwas dabei“, verspricht Rita Kucheremt. Die Kassenschlager seien in diesem Jahr Kuchen und Torten.


Das Kamera-Team

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Mikka Angelbeck (Foto) und ihre Kollegin Denise Buerstätte von der Firma Foto-Design Große-Feldhaus filmen und fotografieren beim Turnier jeden Starter. „Nach elf Tagen werden wir an die 35.000 Fotos geschossen und dutzende Stunden Filmmaterial zusammen haben“, sagt Mikka Angelbeck. Gemeinsam mit Chiara Dirks wechselt das Trio die Aufgaben durch. Am Stand können die Reiter die Fotos direkt ansehen. Die Videos werden auf der Internetseite des Pferdenetzwerks Rimondo hochgeladen. Der Haken: Eine Registrierung ist nicht kostenfrei.


Der Sattler

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Timo Schulz von der Firma CWD Sellier steht mit seinem Sattelstand nach zwei Jahren Abstinenz wieder auf dem Hof Gripshöver. „Geschäftsmäßig lief es bisher nicht schlecht“, sagt der Vertriebsleiter Westfalen. „Am Wochenende kommen die Profireiter. Da wird es sicherlich noch voller an unserem Stand.“ Schulz hat den Reitsport „von der Pike auf“ gelernt, war bis vor ein paar Jahren selbst aktiv. Heute verkauft er Sättel. Normale wie Hightech-Sättel, über deren Gurte der Reiter unter anderem die Herzfrequenz seines Pferdes messen kann.



Im Hüpfburgen-Paradies

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Im Vorjahr war Anja Niklaus vom gleichnamigen Hüpfburgenverleih aus Rünthe das erste Mal bei den Lenklarer Reitertagen. „Es war brechend voll. Und auch in diesem Jahr ist unser Hüpfburgen-Land bisher wieder super angekommen“, sagt sie. Der Eintritt pro Kind kostet 5 Euro am Tag. Das Bild zeigt Matthias Vogler aus Niklaus‘ Team mit seinem Sohn Leon Kayden bei einem Salto.


Der Turnierchef

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© Archiv

Lutz Gripshöver ist mit Pferden aufgewachsen. Den Großen Preis auf dem eigenen Hof hat der Kopf der Organisation auch schon gewonnen. Mit seiner Familie und den Mitarbeitern stemmt Gripshöver Jahr für Jahr ein Turnier, das weit und breit seinesgleichen sucht.

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