Holpriger Neustart bei Herberns A-Jugend

A-Jugend Herbern

Die A-Jugend des SV Herbern war lange eines der Aushängeschilder des Vereins. Nach dem Abstieg aus der Landesliga beginnt nun der Neustart. Keine leichte Aufgabe für Trainer Simeon Uhlenbrock.

Herbern

, 14.08.2018, 17:07 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die A-Jugend des SV Herbern geht nach dem Abstieg mit einem völlig neuen Gesicht in die neue Saison.Felgenträger

Die A-Jugend des SV Herbern geht nach dem Abstieg mit einem völlig neuen Gesicht in die neue Saison.Felgenträger © Helga Felgenträger

Sommerzeit ist Ferienzeit. Das bekommt Simeon Uhlenbrock, Trainer der A-Jugend des SV Herbern, gerade zu spüren. Ein großer Teil seiner Spieler, die fast alle noch zur Schule gehen, steht ihm deshalb in der Saisonvorbereitung nicht zur Verfügung. „Es ist im Moment schwierig. Die Trainingsbeteiligung ist gering“, klagt Uhlenbrock. Der aber weiß, dass es „den anderen genauso ergeht“.

„Die anderen“ haben aber in der Regel keinen Abstieg hinter und Umbruch vor sich. Der angedachte Neustart gestaltet sich bisher schwierig. „Spielaufbau oder das Verteidigen in der Viererkette konnten wir noch gar nicht trainieren“, so der Trainer des SVH. Dabei sollte in der Vorbereitung eigentlich der Fokus auf der Defensivarbeit liegen, wie Uhlenbrock bereits Anfang Juli erklärt hatte.

0:8-Klatsche „eher eine Laufeinheit“

Die bisherigen Testspiele gingen mit 2:3 gegen Ligakonkurrent SpVg Beckum und 0:8 gegen Arminia Klosterhardt verloren. Diesen Ergebnissen will Simeon Uhlenbrock aber keine große Bedeutung beimessen. Vor allem die Klatsche gegen den Bundesliga-Absteiger Klosterhardt sei gegen einen übermächtigen Gegner „eher eine Laufeinheit und interessante Erfahrung für die Jungs“ gewesen. „Wir sind notgedrungen mit drei B-Jugendlichen angereist, Klosterhardt hatte einen 25-Mann-Kader, da war schon vorher klar, dass wir hier nichts holen.“

Dennoch habe er in seiner Mannschaft gute Ansätze gesehen. Die größte Chance der Herberner landete allerdings nur am Pfosten. „Wären wir hier mit unserer Bestbesetzung angetreten, hätten wir uns in Klosterhardt keine 0:8-Packung abgeholt“, ist sich Uhlenbrock sicher.

Doch nicht nur der ordentliche Auftritt bei der Arminia ist ein Hoffnungsschimmer. Anfang der nächsten Woche wird gleich ein ganzer Schwung Spieler aus dem Urlaub zurückkehren. „Dann entspannt sich die Lage etwas, obwohl natürlich auch wieder welche den umgekehrten Weg gehen“, so der SVH-Trainer.

Feinschliff folgt in den nächsten Wochen

Neben der Grundlagenausdauer wird beim SV Herbern dann am Spielerischen gefeilt. „Wir hatten bisher keine Struktur im Spiel, es war alles sehr hektisch. Das müssen wir besser machen“, erklärt Uhlenbrock.

Bewusst verzichtet hat der SV Herbern auf einen übergroßen Kader. Lediglich 19 Spieler stehen Simeon Uhlenbrock zur Verfügung – wenn alle fit sind. Der Trainer sieht darin einen Vorteil: „Wir beim SV Herbern gehen die Sache etwas anders an. Natürlich brauchen wir auch Konkurrenzkampf, aber bei uns darf man auch mal einen Fehler machen, ohne gleich seinen Platz zu verlieren.“

Bis zum Saisonstart hat die A-Jugend des SV Herbern noch knapp drei Wochen Zeit, um an der Feinjustierung zu arbeiten. Am Sonntag, 2. August, geht es im Pokal gegen die DJK Borussia Münster. Eine Woche später wartet der gleiche Gegner auf den SV Herbern. Dann allerdings im Ligabetrieb.

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