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Hubert Bußkamp blickt auf 40 Jahre beim TV Werne

Volleyball

Nach 21 Jahren als Vorsitzender der TV Werne-Volleyballabteilung hat Hubert Bußkamp sein Amt niedergelegt. Seit 1996 führte er die Volleyballer des TV Werne an und hatte zuvor jahrelang diverse Ämter inne. Im Interview hat er über seine Zeit beim TVW gesprochen.

WERNE

22.03.2017 / Lesedauer: 3 min
Hubert Bußkamp blickt auf 40 Jahre beim TV Werne

War über 20 Jahre an der Spitze der Volleyballer: Hubert Bußkamp.

Herr Bußkamp, wie lange genau waren Sie Vorsitzender für die TVW-Volleyballer?

Seit Oktober 1996 war ich im Amt. Davor war ich schon im Verein aktiv. Ich war stellvertretender Vorsitzender, im Festausschuss und auch als Schiedsrichterwart tätig.

Wie geht es für Sie weiter?

Ich bleibe dem TV Werne auf jeden Fall erhalten. Dass ich das Amt als Vorsitzender abgegeben habe, heißt nicht, dass ich nicht mit Rat und Tat zur Seite stehe. Außerdem übernehme ich die Leitung des Festausschuss.

Sie sind TV Werne durch und durch, haben sie hier auch das Volleyballspielen gelernt?

Ich habe in der Schule angefangen. Die Schul-AG hat mich 1977 zum TV Werne gebracht.

Was sind Ihre Höhepunkte aus 40 Jahren TV Werne?

Da ist natürlich der Aufstieg in die zweite Bundesliga – eine ganz große Geschichte! Vor allem mit einer Mannschaft, die fast nur aus Spielerinnen bestand, die beim TVW groß geworden sind.

Wie aufwendig war die zweite Liga?

Es gab Spieltage, an denen wir morgens um halb 9 Uhr in den Zug stiegen, nach Berlin fuhren, eine 0:3-Klatsche bekamen und nachts im Stress mit dem Zug wieder zurückfuhren. Trotzdem stand die Mannschaft zueinander – das war außergewöhnlich. Der Zusammenhalt ist für mich immer noch beeindruckend.

Und wenn Sie noch weiter zurückblicken?

Dann kommen mir die Osterturniere in Berlin-Spandau zu DDR-Zeiten in den Sinn. Dort sind wir jährlich hingefahren. Für Landkinder wie mich war das eine Riesensache. An der Grenzanlage Marienborn wurden die Autos geschoben anstatt weiterzufahren. Jedes Auto wurde aufs Genaueste gefilzt. Die Eindrücke von Berlin sind immer noch da. Das Brandenburger Tor konnten wir damals nur von einer Aussichtsplattform sehen.

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Anfang der 2000er-Jahre reiste unsere E-Jugend mit dem Kleinbus nach Uelzen in Niedersachsen, um dort den deutschen Meister auszuspielen. Ich war freitags beim TVW-Training, als gegen 21:30 Uhr das Telefon ging. Der Bus sei auf halber Strecke liegengeblieben. Weil wir keinen Ersatzbus auftreiben konnten, haben wir das Training abgebrochen und sind gen Norden gefahren. Mit zwei Autos haben wir die Mädels in der Jugendherberge abgeliefert und sind nachts wieder zurückzufahren. Solche Sachen vergisst du nicht.

An welche Situationen erinnern Sie sich ungern?

Das Auf und Ab der ersten Damen. Bevor wir in die 2. Bundesliga aufgestiegen waren, hatte sich das Team bis in die Regionalliga hochgekämpft, stieg dann bis in die Verbandsliga ab. Durch gute Jugendarbeit haben wir damals die Kurve gekriegt und hatten 200 Mitglieder. Der momentane Abwärtstrend bei den Mitgliederzahlen ist nicht so schön, doch wir arbeiten daran, wieder zu wachsen.

Mit was für einem Gefühl haben Sie Ihr Amt niedergelegt?

In erster Linie ist es schön, Anrufe jetzt nicht mehr als Erster zu bekommen und die Halle nicht als Erster zu betreten und als Letzter zu verlassen. Klar, es war eine unglaublich aufregende und schöne Zeit, doch nun gilt es das Zepter weiterzureichen. Annika Böhle wird den Job super ausüben.

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