Joachim Raguse überzeugt beim Speedderby

Reiten

Es ist nicht leicht, bei Springwettbewerben einen Favoriten auszumachen. Am Freitagabend waren sich die Experten am Rande des Parcours aber einig: Der Weg zum Sieg beim Speedderby des RV von Nagel Herbern führt nur über Joachim Raguse und Mozart. Sie sollten Recht behalten.

HERBERN

, 21.07.2017, 23:31 Uhr / Lesedauer: 2 min
Joachim Raguse überzeugt beim Speedderby

Wassergraben? Kein Problem. Joachim Raguse und Mozart hatten gestern Abend die Konkurrenz im Griff beim Speedderby.

Raguse ist früherer Vorsitzender des Gastgebers, zudem Initiator dieses besonderen Wettbewerbs. Das Ein-Stern-A-Springen über Naturhindernisse lockt Jahr für Jahr die Zuschauer ans Haselbüschken. Sie wissen die besondere Atmosphäre zu schätzen, erst recht, wenn wie am Freitagabend das Wetter mitspielt. Ein kühles Getränk, die Sonnenbrille im Gesicht und den Wassergraben im Blick: Das Speedderby bietet Abwechslung zu gewöhnlichen Prüfungen - und ist deshalb bei Reitern und Zuschauern so beliebt.

Junge Amazone legt vor

29 Paare versuchten sich am Freitagabend in Herbern. Es drohte zunächst ein Ausscheidungswettkampf zu werden. "Es wirken so viele Eindrücke auf das Pferd ein bei dieser Prüfung, das ist nicht einfach", sagte Raguse später. Gleich fünf der ersten sieben Paare mussten aufgeben. Den ersten Null-Fehler-Ritt legte die junge Herbernerin Sophie Schulz hin.

Die Freude über die Leistung ihres Calimero war der jungen Amazone anzusehen, ihre Vereinskolleginnen jubelten ihr zu, "Heut´ ist so ein schöner Tag" dröhnte aus den Boxen. Die Zeit von 92,61 Sekunden - 95 Sekunden waren erlaubt für den 550 Meter langen Parcours - sollte aber nicht schnell genug sein, um ganz vorne mitzumischen. Eine erste Richtzeit legten Franziska Keute aus Werne und Con Esperanza in den Parcours: 80,93 Sekunden.

In der zweiten Hälfte des Feldes wurden die Null-Fehler-Ritte jedoch fast zur Gewohnheit. Sophi Schulze Hobbeling-Terhardt aus Ascheberg schien mit Le Coer schon eine mögliche Siegerzeit (79,19) geritten zu sein, dann kam aber Raguse: In beeindruckender Galoppade durchkreuzte er den Parcours, sein 14-jähriger Mozart überwand die Hindernisse spielend und hatte ganz im Gegensatz zu vielen anderen Pferden richtig Spaß im Wassergraben.

"Wir haben die engen Wendungen genommen. Ich habe geahnt, wie schnell wir sein müssen", sagte der Sieger aus Herbern, der trotz des frühen Ausfalls der Anzeigetafel nach seiner Vorstellung gleich sicher war, uneinholbar vorne zu liegen. Zur Belohnung gab es nicht nur die obligatorische Schleife, sondern auch einen edlen Tropfen im Glas-Hufeisen. "Wir sehen uns an der Theke", rief Frank Balster (Appelhüsen) dem Sieger zu. Raguse hatte es sich verdient.

Lesen Sie jetzt