Johanna Schulze Thier wird Mannschafts-Dritte

Reiten: Future Champions

Die Springreiterinnen Marie Ligges und Johanna Schulze Thier waren bis zum Wochenende bei den Future Champions in Hagen am Start. Das Turnier lockt jedes Jahr die junge Elite aus ganz Europa auf den Hof Kasselmann. Es ist der einzige offizielle deutsche Nationenpreis für Ponyreiter, Junioren und Junge Reiter.

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, 18.06.2017, 20:11 Uhr / Lesedauer: 2 min
Johanna Schulze Thier wird Mannschafts-Dritte

Johanna Schulze Thier belegte mit beiden Pferden den 13. Platz in Hagen.

Da auch die Bundestrainer ihre Augen an diesen Tagen auf Hagen gerichtet haben, war der Druck auf Ligges und Schulze Thier, beide im Deutschen Bundeskader, nicht gerade gering.

Johanna Schulze Thier vom RV von Nagel Herbern war am Samstag und Sonntag (17. und 18. Juni) in Hagen am Start und konnte sich zweimal platzieren – und das im gleichen Springen mit der exakt gleichen Zeit. Und als wenn das noch nicht kurios genug wäre, heißen ihre Pferde nicht nur fast gleich, sondern warfen am gleichen Hindernis eine Stange ab. Jeweils beim Letzten. „Ich habe mit beiden Pferden am letzten Ochser die Stange leicht berührt. Das ist sehr ärgerlich“, erklärte Johanna Schulze Thier, „dass beide quasi identische Runden hatten, ist total witzig.“

In 73,51 Sekunden steuerte sie die siebenjährige Stute Coloona und die achtjährige Stute Corloona durch den Parcours und wurde mit vier Fehlerpunkten 13. Sie verpasste Rang elf, ab dem es ein Preisgeld von mindestens 50 Euro gab, um weniger als zwei Sekunden.

Und doch sollte es noch zu einem Podestplatz reichen: Beim LVM-Masters gingen die deutschen Landesverbände mit vier Dressur- und vier Springreitern – davon jeweils zwei Junioren und zwei junge Reiter – an den Start und kämpften in zehn Prüfungen um den Sieg. Für Schulze Thier und ihre Mitstreiter des Landesverbands Westfalen reichte es letztlich zum dritten Platz hinter Weser-Ems und Rheinland – mit nur einem Punkt Vorsprung auf den Vierten, Schleswig-Holstein.

„Mit Coloona bin ich zufrieden, für sie waren es lange Runden. Für Corloona, die ältere, ist es echt ärgerlich. Ich bin insgesamt aber super zufrieden“, sagte Schulze Thier.

Von Dienstag bis Freitag nahm Marie Ligges vom RV von Nagel Herbern jeden Tag an einem Wettkampf teil. Platzieren konnte sie sich allerdings nur am Mittwoch beim Einlaufspringen. Dort belegte sie auf Congress den 13. Platz der ersten Abteilung in 77,86 Sekunden und heimste zehn Euro Preisgeld ein. Der Sieger Harry Allen aus Irland war elf Sekunden schneller im Parcours. Da es im Einlaufspringen eine spezielle Teamwertung gab, konnte sich Ligges aber doch noch über einen ersten Platz freuen. Ihr Team 6, bestehend aus zwei deutschen, zwei ungarischen, einem französischen und einem niederländischen Reiter, kam addiert auf nur vier Fehlerpunkte – ein Streichresultat abgezogen.

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