Kader werden neu gemischt: Stockums Neu-Trainer Jürgen Welp will den SVS umkrempeln

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Jürgen Welp (59) wird neuer Trainer beim SV Stockum. Mit dem SVE Heessen hatte er erfolgreiche Zeiten. Das Thema Abstiegskampf ist dem Ex-Profi aber nicht fremd.

von Marcel Schürmann

Stockum

, 19.12.2019, 17:39 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war eine Hammer-Nachricht des SV Stockum am Mittwochnachmittag. Der abstiegsbedrohte Klub teilte mit, dass Jürgen „Tülle“ Welp ab Januar neuer Trainer des Fußball-A-Ligisten werde.

„Ich hatte ein sehr gutes Gespräch mit Josef Holtrup und Yassine Najih. Wir haben über zwei Stunden lang gesprochen und es hat einfach gepasst“, sagt Welp über das erste Treffen mit der Stockumer Vorstandsetage. Der Trainer zögerte mit einer Zusage. Er habe sich in der Folge erst einmal „erkundigt, was hier so passiert ist in den letzten zwei Jahren.“ Am Dienstagabend sagte er dem SVS aber schließlich zu.

Welp bringt Co-Trainer mit

Der neue Trainer kommt nicht allein. Für seine Arbeit an der Boymerstraße bringt er Marlon van der Sander (55) mit - der Welp bereits beim SVE Heessen assistierte. Seit einem halben Jahr ist das Duo raus beim SVE Heessen. „Der Verein hat entschieden, ab dem Sommer auf einen Spielertrainer zu setzen. Danach haben wir erst einmal Pause gemacht und die Füße hochgelegt“, sagt Welp.

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Der Coach konnte somit an den Wochenenden „auch mal dahinfahren, wo ich hinmöchte.“ Ein paar Fußballspiele hat sich Welp aber natürlich auch angesehen. „Ich war gelegentlich noch ein paar Mal beim SVE Heessen, habe Spiele vom TuS Uentrop gesehen. Aber auch beim SV Stockum war ich.“

Seniorenteams trainieren im Januar zusammen

Seit seinem Amtsantritt am Dienstag blieb noch nicht allzu viel Zeit, um die Mannschaft kennenzulernen. „Wir werden uns am Sonntag erneut mit dem Vorstand zusammensetzen. Dann werde ich auch eine Spielerliste bekommen“, so Welp. Am 12. Januar startet der A-Ligist dann in die Rückrunde.

Jürgen Welp (r.) mit Marvin Allmendinger, den er beim SuS Ennigerloh trainierte.

Jürgen Welp (r.) mit Marvin Allmendinger, den er beim SuS Ennigerloh trainierte. © Privat

Die ersten beiden Wochen der Vorbereitung werden die erste und die zweite Mannschaft zusammentrainieren. „Und danach werden die Kader neu gebildet“, sagt Welp, der Hoffnung hat, bei der Stockumer Reserve fündig zu werden. „Vielleicht versteckt sich da ja ein Goldstück, der unter unserer Regie über sich hinauswächst.“

Welp ist Realist und holt alle auf den Boden zurück

Die Erwartungen an den neuen Trainer sind hoch. Wunder könne er aber nicht vollbringen. „Nur weil Marlon und ich jetzt hier sind, heißt das nicht, dass der Abstieg adé ist“, stellt er klar. „Wir werden alles dafür tun, in Stockum die Klasse zu halten. Aber jeder einzelne Spieler muss etwas dafür tun. Was ich versprechen kann: Wir werden sie gut darauf vorbereiten.“

Mit dem SVE Heessen hatte Welp zuletzt großen Erfolg. Nach der Meisterschaft in der Saison 2018/19 scheiterte der SVE erst in der Aufstiegsrelegation am Staffel-Konkurrenten SG Massen. Dennoch: Auch in Sachen Abstiegskampf hat Welp bereits Erfahrung. „Ich war mit meinen Mannschaften fast immer im Mittelfeld oder oben mit dabei. Aber Abstiegskampf habe ich auch schon mal mit der zweiten Mannschaft der Hammer SpVg erlebt. Und damals haben wir die Klasse gehalten.“

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