Kamil Jablonski hat trotz Absagen für den Ironman in Italien „noch ein Fünkchen Hoffnung“

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Wernes Athlet Kamil Jablonski will eigentlich im September in Italien beim Ironman starten. Abgesagt wurde dieser bislang noch nicht - dafür aber viele andere Events im gleichen Zeitraum.

Werne

, 23.07.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit Monaten bereitet sich Kamil Jablonski für die Teilnahme beim Ironman Emilia-Romaga in Italien vor. Trotz der Schwierigkeiten in der Coronakrise, als er lange Zeit nicht Schwimmen oder ins Fitnessstudio gehen konnte. Doch findet dieser wirklich statt? Noch möchte der Werner Triathlet die Hoffnung nicht aufgeben, auch wenn sie langsam schwindet.

Absage bis 50 Tage im Voraus

„Ich erwarte eigentlich schon, dass in den nächsten Tagen eine Absage kommt“, sagt Jablonski am Mittwoch. An dem Tag waren nämlich auch die Absagen für die Ironman-Events in Hamburg und Frankfurt verkündet worden.

Die Absage für die Weltmeisterschaft auf Hawaii im Februar sowie die ebenfalls für das Frühjahr geplante Ironman-70.3-WM in Neuseeland kam bereits am Dienstag mit viel Vorlauf rein. Die beiden Weltmeisterschaften waren bereits aus 2020 ins kommende Jahr verlegt worden. Die beiden Weltmeisterschaften für 2021 im September sollen aber bislang weiter stattfinden.

Die Ironman-Veranstaltungen in Frankfurt und Hawaii waren im vergangenen Jahr neben dem Liga-Aufstieg die beiden Saisonhighlights für den „Eisenmann“ Jablonski. Im Juli 2019 qualifizierte sich der Triathlet in Frankfurt durch einen achten Platz in seiner Altersklasse für die Weltmeisterschaft auf der US-amerikanischen Insel. Dort nahm er als erster Werner Athlet teil.

Der Veranstalter hat versprochen, bis spätestens 50 Tage vor jedem Extrem-Triathlon die Absage zu vermelden. Für den Wettkampf in Italien am 19. September wäre dies am Montag (27.7.). Es wäre nicht die erste Absage für Jablonski in dieser Saison. Eigentlich wäre er mit den TV Werne Wasserfreunden erstmals in der NRW-Liga gestartet. Diese wurde aber aufgrund des Coronavirus abgesagt, genauso wie ein weiterer Ironman-Wettkampf im Juli in Heilbronn.

Stimmung ein bisschen getrübt

Für Kamil Jablonski ist der Ironman Emilia-Romaga der Hauptwettkampf: „Ich trainiere auch trotzdem weiter, aber die Motivation ist im Kopf ein bisschen untergegangen.“ Dieser Dämpfer sei aber vor allem jetzt den ganzen Absagen geschuldet. „Für den Moment bin ich ein bisschen betrübt, aber in ein, zwei Tagen sieht das Ganze bestimmt schon wieder anders aus.“

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Und vielleicht kann er am 19. September ja doch starten. Hoffnung macht ihm der Blick auf andere Wettkämpfe in anderen europäischen Ländern. Denn an dem Wochenende, an dem eigentlich der Ironman in Hamburg gewesen wäre, finden noch andere Wettkämpfe statt: „Es gibt zum Beispiel noch einen in Polen und zwei in Finnland, die noch nicht abgesagt wurden“, erklärt Jablonski. Seine Hoffnung ist also, dass andere europäische Staaten andere Maßstäbe setzen als Deutschland.

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