„Kassieren und sitzen ist nicht mein Stil“ - Erkan Baslarli verlässt die IG Bönen

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Erkan Baslarli schließt sich zur Rückrunde einem neuen Verein an. Grund dafür sind vor allem geringe Einsatzzeiten. Er klagt an: „Es kann mir keiner erzählen, dass das sportliche Gründe hat.“

Werne, Bönen

, 03.01.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dass Erkan Baslarli die IG Bönen eventuell im Winter verlassen will, war bereits länger klar. Schon in der gesamten Hinrunde war der ehemalige Stürmer von Eintracht Werne und dem Werner SC unzufrieden mit seinen Einsatzzeiten, kam insgesamt nur auf rund 200 Spielminuten.

Nun steht fest: In der Rückrunde wird der 29-Jährige nicht mehr für den Landesligisten auflaufen. Stattdessen hat er sich nun dem A-Ligisten SuS Oberaden angeschlossen. „Ich könnte jetzt auch einfach kassieren und sitzen, aber das ist nicht mein Stil“, so der 29-Jährige.

„Man hat mir gesagt, man will mich unbedingt halten“

Dabei sah es vor der Saison noch nicht nach einem Bankplatz für ihn aus, erklärt Baslarli: „Wir haben vorher Gespräche geführt und man hat mir gesagt, man will mich unbedingt halten.“ Dadurch sei er mit einem guten Gefühl in die Vorbereitung gegangen, die er super absolviert habe, so der 29-Jährige.

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Im ersten Spiel stand er dann auch 70 Minuten auf dem Platz. Danach aber setzte sein Trainer Ferhat Cerci nicht mehr auf ihn, der Stürmer kam nur noch zu wenigen Kurzeinsätzen. Der persönliche Tiefpunkt für ihn: Nach einem zehntägigen Krankenhausaufenthalt musste Baslarli fünf Wochen in der zweiten Mannschaft mittrainieren. „Ich weiß, was ich kann. Da kann mir keiner erzählen, dass das sportliche Gründe hat“, ärgert sich Baslarli.

Zwei erfolgreiche Jahre bei der IG Bönen

Dabei war der Stürmer in seinen ersten beiden Jahren bei der IG sehr erfolgreich und stieg mit der Mannschaft zuerst in die Bezirks- und in seinem zweiten Jahr dann direkt in die Landesliga auf. Dazu trug er in beiden Jahren über 20 Tore bei. Dennoch schien eine Rückkehr in die Stammelf der IG ausgeschlossen.

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Dass die Verbindung zwischen Erkan Baslarli und der IG Bönen eigentlich immer eine gute war, ist dem 29-Jährigen bewusst: „Ich habe mich immer sehr wohl gefühlt bei der IG und gönne allen den sportlichen Erfolg. Nur mit dem Trainer hat es einfach nicht gepasst.“ Auch seinen Anteil an den beiden Aufstiegen hebt er hervor: „Es gibt wenige Spieler, die so viel für die IG geleistet haben wie ich in den letzten zwei Jahren.“

„Im Namen des Vereins kann ich sagen, dass wir Erkan dankbar sind für das, was er für uns geleistet hat“, erklärt auch Hasan Kayabasi, Sportlicher Leiter der IG Bönen. „Erkan ist ein toller Kerl und wir haben viel von seinen Qualitäten profitiert. Am Ende ist es aber immer die Entscheidung des Trainers.“

Oberaden will mit Baslarlis Hilfe aufsteigen

Für die Rückrunde habe er gleich mehrere Angebote von verschiedenen Vereinen bekommen, so Baslarli. Auch einige Konkurrenten der Landesliga seien an ihm dran gewesen, berichtet Baslarli. Dennoch zieht es ihn nun in die Kreisliga A. „Das können viele bestimmt nicht verstehen“, erklärt Baslarli. „Aber Oberaden ist so wie die IG vor 2,5 Jahren.“

Der neue Verein des Stürmers will so schnell wie möglich in die Bezirksliga aufsteigen. Und auch danach soll der Weg weiter nach oben gehen. „Dabei will ich helfen“, so Baslarli. „Und damit dann auch endlich wieder den Spaß an meinem liebsten Hobby, dem Fußball, wiederfinden.“

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