Konkurrenzkampf beim SV Herbern: Nika Amoev will sich Spielzeit erarbeiten

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Bei Fußball-Landesligist SV Herbern kam Angreifer Nika Amoev in der Hinrunde regelmäßig zum Einsatz - oft allerdings nur kurz. Das will der 21-Jährige in Zukunft ändern.

Herbern

, 24.01.2020, 20:07 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit seinem Wechsel zum Fußball-Landesligisten SV Herbern ist Angreifer Nika Amoev zufrieden - mit seinen eigenen Leistungen dagegen weniger. Im Sommer hatte sich der 21-Jährige den Blau-Gelben von der SG Bockum-Hövel angeschlossen, seitdem kam er in der Liga in 15 von 16 Partien zum Einsatz und erzielte dabei zwei Tore, hinzu kommt ein Treffer aus vier Pokalspielen. „Der Verein an sich gefällt mir sehr gut“, erklärt Amoev: „Zufrieden mit sich selbst ist man ja eigentlich fast nie. Da geht auf jeden Fall mehr, mehr Tore, mehr für die Mannschaft beisteuern.“

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Zur Wahrheit gehört auch: In 15 Liga-Einsätzen in dieser Spielzeit kommt Amoev auf nur 459 Minuten, macht im Schnitt gut eine halbe Stunde (30,6 Minuten) Spielzeit pro Auftritt. Am Brasilianer Whitson führt im Herberner Sturm aktuell kaum ein Weg vorbei, der 31-Jährige ist mit sieben Treffern der erfolgreichste Torjäger der Möllers-Elf.

Doch bei dem Trainer gilt das Leistungsprinzip: Wer absolut überzeugt, spielt auch. Dafür ist der Coach auch bei der Wahl seines Systems flexibel. „Wir werden in der Vorbereitung auch mal probieren, mit zwei Stürmern zu spielen. Nika hat den Vorteil, dass er auch hinter den Spitzen spielen kann, er ist nicht zwingend für die vorderste Reihe da, genau wie Trappi (Rückkehrer Julian Trapp, Anm. d. Red.)“, erklärt Möllers. „Wer sich da in der Vorbereitung besser präsentiert, wird in der Rückrunde vielleicht starten.“

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Die Konkurrenzsituation im Kader ist etwas, das Amoev ausdrücklich begrüßt. „Die ganze Truppe ist eine sehr gute“, berichtet Amoev. „Es ist ein Konkurrenzkampf auf Augenhöhe, das steigert die Leistung der Mannschaft. Und das Klima im Team ist wirklich sensationell, da versteht man sich mit jedem. Konkurrenz schadet einem nie, im Gegenteil: Es ist etwas Positives.“

Um sich weiter aufzudrängen, will Amoev an sich arbeiten. Zu seinen größten Stärken zählt er seine Physis, Luft nach oben sieht er noch dabei, „vorausschauend zu spielen“. Freie Räume und Spielsituationen will der Angreifer noch schneller erkennen und besser deuten.

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Um dann in der Rückrunde im Konkurrenzkampf noch bessere Karten zu haben und bei seinen regelmäßigen Einsätzen mehr Spielzeit zu bekommen - am liebsten in vorderster Reihe. „Ich hoffe natürlich, im Sturm die Chancen zu bekommen, dass ich da Chancen nutzen und mein Selbstvertrauen aufbauen kann, dass ich einfach mal alles rauslasse“, erklärt Amoev. „Wenn man etwas länger spielt, findet man auch etwas besser ins Spiel rein.“

Und wenn man etwas besser ins Spiel reinfindet, kann vieles leichter fallen: mehr Tore und mehr für die Mannschaft beisteuern beispielsweise.

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