Kreisliga A: Der Schüler wird zum Lehrer

KREISGEBIET Eine kleine Sensation trug sich am Sonntag (2. November) in Herbern zu. Die Reserve des Bezirksligisten schlug den bis dato ungeschlagenen Tabellenführer aus Nordkirchen. Die Spiele der Kreisliga A Lüdinghausen im Überblick.

von Von Dominik Gumprich

, 04.11.2008, 11:06 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ob in Zukunft so viele Zuschauer Sonntags den Weg zum Amateurfußball finden wie bei der Partie SV Herbern II gegen den FC Nordkirchen?

Ob in Zukunft so viele Zuschauer Sonntags den Weg zum Amateurfußball finden wie bei der Partie SV Herbern II gegen den FC Nordkirchen?

Damit ist genau das eingetreten, wasSVH-Coach Hartmut Wenzel am Freitag nur zu hoffen wagte: "Wir wollen am Ende der Saison eine der Mannschaften sein, die sagen kann, dass wir die Nordkirchener geschlagen haben." Genau dies ist nun eingetreten. Die junge Truppe des SVH II wollte gegen einen routinierten FCN "etwas lernen", so Wenzel. Jetzt ist die Frage: Wer hat von wem etwas gelernt? Der Herberner Erfolg an diesem Wochenende ist ein klares Zeichen. Der SVH ist nun seit fünf Spielen ungeschlagen, die kleine Krise zum Beginn der Spielzeit scheint endgültig überwunden. Herberns Sieg wird auch den Werner SC freuen. Im noch nicht terminierten Nachholspiel gegen Cappenberg, könnte der WSC punktemäßig mit Nordkirchen gleichziehen. Westfalia sorgt für Überraschung

Für eine weitere Überraschung sorgt zurzeit die Westfalia aus Wethmar. Sie bezwang den VfL Senden (6:2), der in der Tabelle immer mehr den Anschluss verliert. Die Westfalia hingegen gehört zu den Mannschaften der Stunde: In den vergangenen sechs Partien gingen sie fünfmal als Sieger vom Platz, Rang vier ist der Lohn dafür.

Der SV Stockum wurde für eine gute erste Halbzeit nicht belohnt. 2:2 endete die Partie gegen BV Selm, nach einer 2:0-Pausenführung. Wieder einmal offenbarte sich die Heimschwäche der Stockumer. Bislang setzte es drei Niederlagen, allesamt deftige "Klatschen" (1:7, 0:4, 2:5). Doch man gibt sich mit dem bisherigen Saisonverlauf beim SVS zufrieden. "Mit 17 Punkten können wir leben", so Coach Kurt Gumprich. Zum Vergleich: Am Ende der Saison 2007/2008 kamen die Stockumer insgesamt nur auf 28 Punkte nach 30 Spieltagen. Schwierige situation bei der Eintracht

Bei der Eintracht aus Werne bleibt die Situation schwierig. Trotz des 3:2-Sieges über Fortuna Seppenrade II kehrt keine Ruhe ein. Spielertrainer Heiko Schelle ließ sich vom eigenen Mann zu einer Beleidigung hinreißen und bekam die Rote Karte. Es herrscht anscheinend ausreichend Gesprächsbedarf innerhalb der Mannschaft. Sportlich läuft es wieder besser, der Abstand zum Tabellenkeller wurde vergrößert. Mit 13 Zählern steht die Eintracht auf Rang zwölf.

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