Ligges landet Coup: Sieg im kleinen Finale

Reiten: Signal Iduna Cup

Die 16-jährige Reiterin Marie Ligges vom RV Von Nagel Herbern mischte als eine der jüngsten Teilnehmerinnen das Feld beim Signal-Iduna-Cup in Dortmund ordentlich auf. Am Sonntag gewann sie mit Curly Sue das kleine Finale der Youngster Tour (Klasse CSIYH**).

von Paul Klur

HERBERN

, 06.03.2016, 20:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ligges landet Coup: Sieg im kleinen Finale

Marie Ligges zählte im vergangenen Jahr zu den Siegern. Hier ist sie mit Cassandra zu sehen.

In dem internationalen Wettbewerb für junge Springpferde hatte es für Ligges bei der Qualifikation am Donnerstag nicht ganz fürs Große Finale am Samstag gereicht. Umso schöner war dann der Erfolg beim kleinen Finale, das als Zwei-Phasen-Springprüfung ausgetragen wurde. Den erste Parcours-Teil mussten die Sportler fehlerfrei absolvieren, um dann direkt in den gewerteten zweiten Teil starten zu können.

"Ich habe den ersten Starter gesehen, der war schon sehr schnell. Danach habe ich nur noch gehofft, dass ich mich überhaupt platzieren kann", sagte Ligges. Doch ihr fehlerfreier Ritt in 28,02 Sekunden reichte zu weit mehr. Mit zwei Zehnteln Vorsprung gewann Marie Ligges die Springprüfung. "In so einer großen Halle zu gewinnen war wirklich schön. Ich habe mich sehr gefreut, denn dieses Turnier ist etwas besonderes", so Ligges.

Ihr Vater Kai Ligges, von dessen Gestüt das Erfolgspferd Curly Sue stammt, hatte von Anfang an Vertrauen in Tochter und Pferd: "Schon bei der Qualifikation am Donnerstag haben beide sehr gut harmoniert. Ich habe mit einer guten Platzierung gerechnet", so der Vater. Dennoch wusste er um die Stärke der Konkurrenz und die Schwierigkeit des Springens. "Diesen internationalen Wettkampf kann man in etwa mit einem nationalen S**-Springen vergleichen", so die Einschätzung von Kai Ligges. Außerdem sei das Feld mit Startern aus ganz Europa sehr gut besetzt gewesen.

In der mit Stufe CSI*** noch höher klassifizierten Internationalen Springprüfung des Preises von Nordrhein-Westfalen am Freitag konnte Marie Ligges zuvor ebenfalls überzeugen. Mit Cassandra platzierte sie sich in 56,40 Sekunden mit nur einem Abwurf auf Platz 14. Dabei ließ sie unter anderem Konkurrenz aus Australien und Brasilien hinter sich.

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