LippeBaskets haben wenig zu verlieren

Basketball: 2. Regionalliga

Die LippeBaskets reisen am Samstag nach Paderborn. Gegen das heimstärkste Team der Liga haben die ‚Werner wenig zu verlieren. Ein besonderer Faktor könnte entscheidend sein.

Werne

von Marc-André Landsiedel

, 15.12.2017 / Lesedauer: 3 min
LippeBaskets haben wenig zu verlieren

Am ersten Spieltag bezwangen die LippeBaskets Werne um Niklas Keilinghaus (r.) und Stefan Pavleski (M.) die Paderborn Baskets II mit 64:54. Seitdem mauserten sich die Paderborner zum besten Heimteam der Liga. © Greis

Erleichterung ist es, was Trainer Christoph Henke seit dem vergangenen Wochenende verspürt. Da fuhren die LippeBaskets Werne mit dem 81:71-Erfolg bei den Bochumer AstroStars II endlich den ersten Auswärtssieg ein.

Stärkstes Heimteam der Liga

Ob am Samstag bei den Paderborn Baskets II direkt der zweite Erfolg auf fremdem Parkett folgen kann? „Das wird sehr kompliziert“, weiß der LBW-Coach. Denn Paderborn ist die stärkste Heimmannschaft der Liga. Vier Siege aus fünf Spielen stehen für die Gastgeber zu Buche, darunter zwei Erfolge gegen das Spitzenduo der Liga, den SVD Dortmund und TSV Hagen. Die Rollen sind daher aus Henkes Sicht klar verteilt: „Paderborn ist der Favorit“.

Zwar behielten die LippeBaskets am ersten Spieltag beim 64:54-Sieg gegen Paderborn die Oberhand, „doch seitdem haben sich die Paderborner gefangen und sehr schnell akklimatisiert“, erklärt Henke.

Faktor Erleichterung

Was hingegen für die Werner spricht, ist der Erfolg vom vergangenen Wochenende. Und damit wären wir wieder beim Faktor Erleichterung. „Nach dem Sieg in Bochum können wir befreit aufspielen. Wir haben in Paderborn eigentlich wenig zu verlieren – dafür viel zu gewinnen“, beschwört Henke den mentalen Vorteil herbei.

Und auch die bisherigen Auftritte seiner Mannschaft stimmen Wernes Coach zuversichtlich, dass sein Team das Spiel in Paderborn lange offen gestalten kann. „Wir hatten auswärts viele enge Spiele und haben eigentlich nie abreißen lassen. Deshalb bin ich sicher, dass wir auch am Samstag wieder ein gutes Auswärtsspiel zeigen.“

Direkten Vergleich gewinnen

Die Motivation ist ohne Frage groß. Mit einem Sieg könnten die LippeBaskets (Platz neun, vier Siege) in der Tabelle an den Paderborner (Platz acht, fünf Siege) vorbeiziehen – und den direkten Vergleich somit für sich entscheiden. Dass Yannick Brüggemann, der zuletzt verletzt zuschauen musste, seine Kollegen wieder unterstützen kann, dafür stehen die Vorzeichen laut Henke gut. Ein „großes Dankeschön“ richtet der Coach an Center Robin Brachhaus, der sonst für Wernes Zweitvertretung aufläuft, zuletzt aber zweimal aushalf. Ob seine Dienste erneut in Anspruch genommen werden müssen, wollte sich Henke zusammen mit dem Spieler noch genau überlegen. Lennart Rupprecht wurde derweil am Dienstag an seiner gebrochenen Hand operiert. Der Eingriff sei gut verlaufen, Henke rechnet mit einer Ausfallzeit von sechs Wochen.

Ansonsten seien, typisch für die Vorweihnachtszeit, einige Spieler mit Erkältungssymptomen leicht angeschlagen, „ich bin mir aber sicher, dass sie für das letzte Spiel des Jahres nochmals alles mobilisieren“, ist Henke zuversichtlich.

Paderborn nimmt Favoritenrolle an

Und so wollen die LippeBaskets den Paderbornen einen guten Kampf liefern. Mit Ole Wendt hat Paderborns zweite Mannschaft einen ehemaligen Bundesliga-Profi (Phoenix Hagen) als Spielertrainer an der Seitenlinie. Dieser nimmt die Favoritenrolle gerne an, die Christophe Henke seinem Kollegen zuschiebt. „Wir wollen uns natürlich gerne bei Werne für die Hinspiel-Niederlage revanchieren und treten mit sieben oder acht Spielern an. Das ist für unserer Verhältnisse viel. Deshalb ist es eigentlich ein Muss für uns, zu gewinnen.“


Spielbeginn: Samstag, 20 Uhr, Sporthalle des Reismann-Gymnasiums, Reismannweg 2, 33100 Paderborn

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