LippeBaskets-Spieler greifen in Corona-Zeiten zu Basketball-Alternativen

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Die Corona-Pause sorgt bei den heimischen Amateursportlern für viel Langeweile. Wir haben bei den Basketbällen nachgehört, wie sie sich statt des normalen Trainings fit halten.

Werne

, 21.04.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Werner Sporthallen sind geschlossen, Sportanlagen gesperrt und Fitnessstudios weiterhin außer Betrieb. Wie viele andere Sportlerinnen, müssen auch die LippeBaskets momentan zwangsweise pausieren. Doch wie halten sich Wernes Basketballer Zuhause fit?

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Dass Sport eine zentrale Rolle im Leben spielt, das ist auch in dieser Ausnahmesituation nichts neues für Stefan Pavleski, Spieler der Oberliga-Herren. Auch sonst macht der 26-jährige Polizist jeden Tag Sport.

„Ich habe das Sportprogramm nach Hause verlegt. Das macht mir eigentlich auch viel Spaß“, berichtete er. Dabei setzt er besonders auf das Training mit dem Eigenkörpergewicht: Liegestütze, Burpees und Klimmzüge gehören fest in das tägliche Repertoire.

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Um basketballspezifisch fit zu bleiben, setzt Pavleski auf Intervallläufe: „Die Belastung ist vergleichbar mit dem Basketballspiel. Da sprintet man ja auch mehrere Minuten über das Feld und hat dann bei Freiwürfen kurz Pause.“

Yoga statt Basketball für Stefan Pavleski

Aber auch für neuere Herausforderungen bleibt momentan genügend Zeit: Um die Beweglichkeit zu erhöhen, versucht sich der LBW-Spieler momentan an Yoga-Einheiten. Die starke Belastung hätte er unterschätzt. „Die meisten Einheiten sind sowohl von der Belastung und der Beweglichkeit wirklich schwierig“, erzählte er lachend.

Auch Meike Wohl, die in der Damenmannschaft der LippeBaskets spielt, versucht sich zur Zeit in neuen Sportarten: Gemeinsam mit ihrer Schwester und ihrer Mutter hat sie schon einige Tischtennispartien gespielt. Zusätzlich macht die 22-jährige drei bis vier Mal die Woche Workouts in den eigenen vier Wänden.

Meike Wohl kann sich aktuell nicht mit Basketball fit halten.

Meike Wohl kann sich aktuell nicht mit Basketball fit halten. © Michalski

Dass das Gelände des Christophorus-Gymasiums gerade gesperrt ist, war ihr bis zum Wochenende gar nicht bekannt. Zwei Mal war sie dort ein paar Körbe werfen, bis sie vom Gelände geschickt wurde und ist etwas traurig, dass ihre Lieblingssportart nun nicht mehr möglich ist.

Jordan Most nutzt seinen Korb zuhause

Da hat es Nachwuchstalent Jordan Most deutlich einfacher: Er hat einen eigenen Korb Zuhause und nutzt diesen täglich. „Ich versuche jeden Tag 200 Würfe zu nehmen“, erzählte der U14-Spieler, der zum JBBL-Kader der Metropol Baskets gehört.

Zusätzlich will Most seine Sprungkraft verbessern und verbringt viel Zeit mit Seilchenspringen und Athletik-Einheiten. Zwei bis drei Stunden täglich verbringt der Schüler momentan mit seinen Sporteinheiten. „Das meiste davon habe ich mir selbst ausgedacht“, berichtete er zur Erstellung seines Trainingsplan.

Jordan Most hält sich unter anderem mit seinem JBBL-Team fit.

Jordan Most hält sich unter anderem mit seinem JBBL-Team fit. © LippeBaskets

Aber auch sein JBBL-Trainer Felix Engel habe ihm Tipps gegeben, wie er sich auch ohne das Hallentraining weiter verbessern kann. Dem Nachwuchstalent sein Team sehr: Jeden Mittwoch Abend trifft sich das Metropol-Team über eine Zoom-Videokonferenz, aber der gemeinsame Sport auf dem Court fehlt den Jungs, die sich vor allem als Team verbessern wollen.

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Lukas Wiedey, Spieler in der zweiten Regionalliga, vermisst ebenfalls das Gefühl, mit seinem Team auf dem Platz zu stehen. „Es geht nichts über das Gefühl mit der Mannschaft in einer prall gefüllten Halle zu stehen. Da wird natürlich die Sehnsucht von Woche zu Woche größer“, berichtete Wiedey, der momentan bei seinen Eltern in Nordkirchen die Corona-Zeit übersteht.

Lukas Wiedey hat einen Korb im Garten - immerhin.

Lukas Wiedey hat einen Korb im Garten - immerhin. © Isabell Michalski

Er hat ebenfalls das Glück, einen eigenen kleinen Basketball-Court im Garten zu haben. Ballhandling-Übungen und Würfe gehören in das tägliche Programm. „So kann man auch basketballerisch am Ball bleiben“, sagte Wiedey.

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„Grundsätzlich bin ich ein Fan davon, Sport in den eigenen vier Wänden zu machen“, erklärte der Student. Er hält sich mit Kurzhanteln und KSÜ fit, nutzt aber auch das schöne Wetter momentan aus: Beim Fahrradfahren und Joggen entdeckt er gerade die Landschaft neu. „Ohne Sport und Bewegung geht es bei mir einfach nicht.“

Wann die LippeBaskets wieder in das Training einsteigen können, bleibt aber weiterhin ungewiss. Die Saison hätte Anfang April ohnehin geendet, doch die Spielerinnen vermissen ihre Teams, zeigen aber weiterhin Verständnis und Geduld.

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