LippeBaskets verpennen sieben Minuten

Basketball 2. Regionalliga 2

Die LippeBaskets Werne kassieren zum Saisonauftakt eine 72:79-Niederlage in Bielefeld. Zehn Punkte Vorsprung reichten am Ende nicht aus.

Werne

, 23.09.2018 / Lesedauer: 3 min
LippeBaskets verpennen sieben Minuten

LippeBasket-Coach Christoph Henke versuchte von der Seitenlinie auf sein Team, hier Lennart Rupprecht, einzuwirken. © Christian Greis

Sieben Minuten Tiefschlaf kosten den LippeBaskets Werne den Auftaktsieg in der 2. Regionalliga 2. Die 72:79-Niederlage (13:22, 22:19, 21:18, 23:13) beim TSVE Bielefeld war unnötig – am Ende laut Coach Christoph Henke aber nicht unverdient.

„Man muss sich eingestehen, dass wenn man sieben Minuten so hergibt, wie wir es getan haben, und im Basketball sind sieben Minuten eine lange Zeit, dann haben wir es auch nicht verdient zu gewinnen“, sagte LBW-Coach Henke. Von einem Sieg waren sein Team gar nicht so weit entfernt. Vor allem im ersten Viertel waren die Werner dem Gegner überlegen. „Am Ende sind wir natürlich alle sehr enttäuscht“, so Henke.

Mit 22:13 gewann der gast aus Werne das erste Viertel. „Da haben wir schnell gespielt, waren wach, präsent und haben sehr gut verteidigt“, erzählte Wernes Coach.

Zwei Dreier und dann der Absturz

Knackpunkt in der Partie war die 28. Minute. Cajus Cramer und Frederic Meinert hatten so eben mit je einem Dreipunktwurf die Führung der Werner auf zehn Punkte anwachsen lassen. Dann der Einbruch. Zwischen der 28. und 35. Minute legte Bielefeld einen 18:3-Lauf hin – plötzlich lag Werne mit 60:56 hinten. „In den letzten fünf Minuten konnten wir das Ruder dann nicht mehr rumreißen, auch wenn wir wieder besser im Spiel waren“, erklärte Henke.

Ein großer Faktor war, dass Werne Bielefelds groß gewachsenen Flügelspieler Bastian Landgraf nicht in den Griff bekam – zumindest bis zur Pause. „In der Kabine haben wir das ganz klar angesprochen, dass wir den unbedingt an die Leine legen müssen. Das ist uns dann zum Glück auch besser gelungen“, so Henke. Landgraf kehrte im Sommer nach einem Jahr bei der BBG Herford zurück nach Bielefeld und hat sich nahtlos ins Team eingefügt. Doch grundsätzlich war es nicht die Stärke der Bielefelder, die zur Niederlage führte. Werne rief einfach nicht alles ab. „Bei den Defensivrebounds und bei der 1:1-Verteidigung haben wir nicht konsequent genug durchgezogen“, so Henke, „Bielefeld hat jetzt auch kein besonders raffiniertes Basketball gespielt, war halt zur richtigen Zeit auf der Höhe und hat unsere Schwächephase gnadenlos ausgenutzt.“

Jordan Rose mit 18 Punkten

Wernes Neuzugang Jordan Rose hat in seinen ersten Ligaspiel 18 Zähler erzielt. Damit war er der Topscorer, vor Frederic Meinert und Nils Rospek, die je zehn Punkte erzielten.

Ihr Coach will die Partie jetzt relativ schnell abhaken: „Wir müssen mehr Struktur in unser Spiel hereinbringen. Solche Phasen wie gegen Bielefeld dürfen uns nicht mehr passieren. Wir werden da unter der Woche dran arbeiten und dann mit positiven Gedanken ins das erste Heimspiel gegen Barop gehen“, so Henke.

LippeBaskets: Wiedey (2), N. Tilkiaridis, Cramer (9/2), J. Tilkiaridis, Rospek (10), Mersch (6), Meinert (10/2), Rupprecht (2), Brüggemann (6), Brüggendieck (6), Voigt (3), Rose (18/1)

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