LippeBaskets Werne feiern einen Auftakterfolg

Basketball: 2. Regionalliga

Zum Auftakt der neuen Spielzeit setzten sich die LippeBaskets vor heimischer Kulisse mit 64:54 (16:14, 11:12, 16:14, 21:14) gegen die Paderborn Baskets II durch. Frederic Meinert und Jan König zeigten sich dabei besonders treffsicher, erzielten zusammen die Hälfte der Werner Punkte.

WERNE

17.09.2017, 14:06 Uhr / Lesedauer: 2 min

Basketball, 2. Regionalliga LippeBaskets Werne - Paderborn Baskets II 64:54

Für beide Mannschaften begann das Spiel zerfahren. Paderborn verteidigte stark, doppelte die Werner immer wieder, produzierte Ballverluste und ließ den Gastgebern wenig Chancen zum Korb zu gehen. Aber auch die LippeBaskets kämpften und schenkten den Paderbornern nichts. Auch die Gäste taten sich sehr schwer damit, Punkte zu erzielen. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem die Werner die ersten zehn Minuten mit einer 16:14-Führung beendeten.

Ein Rückschlag auf Paderborner Seite war die Verletzung von Center Denis Federici, den ein Ellbogen im Gesicht traf. Mit einer Platzwunde und dem Verdacht auf Gehirnerschütterung musste Federici ins Krankenhaus.

Noch vor der Halbzeitpause fanden die LippeBaskets nach und nach immer wieder kleine Lücken in der Paderborner Verteidigung. Den guten Zug zum Korb konnten die Paderborner nur durch Fouls stoppen. Unnötig viele Freiwürfe vergehlten aber ihr Ziel, sodass das Spiel weiterhin sehr eng war. Kein Team konnte sich absetzten.

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Das ist das Team der LippeBaskets 2017/18

14 Stammkräfte, zwei Perspektivspieler, zwei Trainer, ein Betreuer, eine Physiotherapeutin und ein Hallensprecher: Das ist der harte Kern der LippeBaskets Werne, der in der anstehenden Spielzeit in der 2. Basketball-Regionalliga so schnell wie möglich nichts mit dem Abstieg zu tun haben will. Welche Fertigkeiten jeder Einzelne dafür ins Team einbringt, erklärt der Werner Chef-Trainer Christoph Henke. Was den Coach wiederum auszeichnet, das verrät Spieler Jan König.
17.09.2017
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Mit (v.l.) Betreuer Thomas Rupieper, Jan König, Trainer Christoph Henke, Yannick Brüggemann, Cajus Cramer, Ege Oymak, Roland Leidag, Frederic Meinert, Sebastian Voigt, Niko Tilkiaridis, Stefan Pavleski, Lennart Rupprecht, Nils Brinkmann, Lukas Wiedey, Niklas Keilinghaus, Louis Barkowski, Lukas Mersch, Fitnesstrainer Bernd Michalski, Physiotherapeutin Kristy Köhler, Hallensprecher Sebbe Bressler und Kai Küper, der auf dem Teamfoto fehlt, gehen die LippeBaskets Werne in die Saison 2017/18 in der 2. Regionalliga.© Foto: LippeBaskets Werne
König über Trainer Christoph Henke (34 Jahre): „Trainer mit Stallgeruch. Ist uns Spielern sehr nah, schafft es aber die nötige Professionalität zu wahren und uns immer wieder zu motivieren.“© Foto: LippeBaskets Werne
Henke über Guard Lukas Wiedey (18 Jahre, 1,89 Meter, Schuhgröße 45): „Lukas zieht permanent zum Korb. Er hat eine außergewöhnliche Athletik für sein Alter.“© Foto: LippeBaskets Werne
Henke über Point Guard Niko Tilkiaridis (16 Jahre, 1,83 Meter, Schuhgröße 46): „Hochtalentierter Aufbauspieler in der Entwicklung. Bester Fragensteller im Training. Beispiel: Warum können wir die Mustangs denn nicht schlagen?“© Foto: LippeBaskets Werne
Henke über Shooting Guard Cajus Cramer (22 Jahre, 1,89 Meter, Schuhgröße 46): „Unser Verteidigungsminister. Er passt auf die Ballspielhalle auf, kann jeden Gegner an die Kette legen. Mit seiner offenen Art eine absolute Identifikationsfigur für den Verein.“© Foto: LippeBaskets Werne
Henke über Guard Roland Leidag (22 Jahre, 1,87 Meter, Schuhgröße 45): „Ein Scharfschütze. Die Atmosphäre in der Ballspielhalle wird ihn nochmal auf ein höheres Level bringen.“© Foto: LippeBaskets Werne
Henke über Forward Niklas Keilinghaus (21 Jahre, 1,92 Meter, Schuhgröße 48): „Unser Hochgeschwindigkeitszug auf der Außenbahn. Kann große Spieler verteidigen. Ein Mann für Sonderaufgaben.“© Foto: LippeBaskets Werne
Henke über Forward Lukas Mersch (24 Jahre, 1,94 Meter, Schuhgröße 45,5): „Top-Heimkehrer mit viel Regionalliga-Erfahrung. Verwaltet zudem die Mannschaftskasse.“© Foto: LippeBaskets Werne
Henke über Guard und Kapitän Frederic Meinert (27 Jahre, 1,99 Meter, Schuhgröße 46): „Dienstältester Spieler im Team. Stets ruhig und unbeeindruckt. Immer für einen Dreier gut. Als Physiotherapeut ist er auch erster Ansprechpartner bei Verletzungen.“© Foto: LippeBaskets Werne
Henke über Guard Jan König (29 Jahre, 1,86 Meter, Schuhgröße 44): „Ein Social Point Forward, also ein Flügel- und Aufbauspieler, der uns zudem in den sozialen Medien betreut. Ist der Daddy der Gruppe. Es ist Gold wert, dass er noch weitermacht und wieder mit seinem alten Kumpel Lukas Mersch spielen kann.“© Foto: LippeBaskets Werne
Henke über Center Lennart Rupprecht (22 Jahre, 1,97 Meter, Schuhgröße 47): „Zu schnell für einen Center, zu stark für die Flügel. Bildet mit Jan, Lukas und Frederic die Ruhrpottfraktion, weil alle in der Ecke wohnen.“© Foto: LippeBaskets Werne
Henke über Center Louis Barkowski (16 Jahre, 1,95 Meter, Schuhgröße 48): „Nachwuchsmann auf der Centerposition. Bei ihm steht die Entwicklung im Vordergrund. Hat ein geheimes Talent: seine Tanzbewewegungen. Die sind nicht schlecht für seine Größe.“© Foto: LippeBaskets Werne
Henke über Center Yannick Brüggemann (28 Jahre, 1,97 Meter, Schuhgröße 48): „Härtester Spieler und stärkster Rebounder im Team. Freue mich auf ihn, weil er lange verletzt war und endlich mal fit in die Saison geht.“© Foto: LippeBaskets Werne
Henke über Point Guard Sebastian Voigt (21 Jahre, 1,84 Meter, Schuhgröße 45,5): „Sebastian ist das Auge des Trainers auf dem Feld. Er ist der Mann mit der Übersicht im Spiel.“© Foto: LippeBaskets Werne
Henke über Forward Stefan Pavleski (23 Jahre, 1,89 Meter, Schuhgröße 46): „Vielseitig wie ein Schweizer Taschenmesser. Kräftig, guter Wurf, spielintelligent.“© Foto: LippeBaskets Werne
Henke über Guard Nils Brinkmann (16 Jahre, 1,90 Meter, Schuhgröße 45,5): „Über den Sommer fünf Zentimeter größer geworden – wächst mit seinen Aufgaben.“© Foto: LippeBaskets Werne
Henke über Center Ege Oymak (16 Jahre, 2,01 Meter, Schuhgröße 49): „Perspektivspieler, der Erfahrung im Training sammeln soll. Wenn es optimal für ihn läuft, wird er auch mal seinen Einsatz bekommen.“© Foto: LippeBaskets Werne
Henke über Fitnesstrainer Bernd Michalski (55 Jahre): „Der Schleifer mit dem sympathischen Lächeln. Wer hätte gedacht, dass er so hart sein kann.“© Foto: LippeBaskets Werne
Henke über Betreuer Thomas Rupieper (57 Jahre): „Vom Edelfan zum Klebstoff für die Mannschaft geworden. Hält alles zusammen und sorgt für Rekordzeiten beim Auf- und Abbau in der Halle.“© Foto: LippeBaskets Werne
Henke über Physiotherapeutin Kristy Köhler (25 Jahre): „ Glücksfall für uns. Trägt zur Professionalisierung bei. Macht keinen Unterschied zwischen Freund und Privatpatient Frederic Meinert und den anderen Kassenpatienten im Team.“© Foto: LippeBaskets Werne
Henke über Hallensprecher Sebbe Bressler (35 Jahre): „Freund der Mannschaft. War schon zu meinen Spielerzeiten extra Motivation, wenn Sebbe die Namen angesagt hat.“© Foto: LippeBaskets Werne
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Für die Gäste war in dieser Phase vor allem Ole Wendt zur Stelle. Der ehemalige Bundesligaspieler von Phoenix Hagen, der eigentlich nach Knorpelschaden im Sprunggelenk seine aktive Karriere beendet hatte, beschränkte sich nicht auf sein Traineramt sondern griff auch auf dem Feld ein. Acht Punkte in Folge erzielte er in dieser Phase des Spiels, bis auch er im Gesicht getroffen wurde. Seine stark blutende Wunde wurde ebenfalls behandelt und auch Wendt konnte nicht mehr ins Spielgeschehen eingreifen. In die Halbzeitpause ging es mit einer knappen 27:26 Führung für die LippeBaskets.

Nach dem Seitenwechsel machte sich der kleine Kader von Ole Wendt bemerkbar. Nach den dem Ausfall von Federici und Wendt hatte Paderborn noch sechs Spieler zur Verfügung. Die Werner drehten auf und führten nach fünf Punkten von Cajus Cramer mit 34:29. Nach einer Paderborner Auszeit lief das Spiel für die Gäste wieder besser und die LippeBaskets stoppten ihre Gegner durch Fouls.

Doch auch Paderborn zeigte sich nicht sicher von der Freiwurflinie und trug dazu bei, dass die Werner Führung bestehen blieb und das Schlussviertel mit einer 43:40-Führung der LippeBaskets startete. Die Werner zeigten nun, dass sie als Sieger vom Feld gehen wollten. Vor allem Frederic Meinert bewies wieder seine Wurfqualitäten, als er sechs Minuten vor Schluss per Drei-Punkt-Wurf zum 49:44 traf.

Da gab es bei den rund 200 Zuschauern in der Ballspielhalle kein Halten mehr. Als Paderborn wieder auf 48:49 verkürzte, wurde es in der Halle leiser und noch einmal richtig spannend. Nach Ballverlusten und Fehlwürfen der Paderborner zeigten sich die LippeBaskets abgezockt und nutzten die Fehler der Gäste aus. Am Ende jubelten die Werner über ihren 64:54-Sieg über die Paderborner Reserve. Highlight der Partie war ein Dunking von Lukas Mersch in den letzten Spielminuten.

„Zu Saisonbeginn weiß noch keine Mannschaft wo sie steht. Wir haben das sehr gut gemacht. Letztes Jahr haben wir in Paderborn mit zehn Punkten Differenz verloren. Nun ist die Revanche geglückt. Gute Besserung auch an die verletzten Spieler,“ sagte ein zufriedener Werner Trainer Christoph Henke.

Sein Gegenüber, Ole Wendt, lobte seine Mannschaft trotz der Niederlage: „Meine Jungs haben nie aufgeben und gut gekämpft. Werne hat das sehr gut gemacht. Sie haben sehr aggressiv gespielt.“ Am Ende fasste Jan König das Spiel zusammen: „Lieber schlecht spielen und gewinnen, als gut spielen und verlieren.“

Team und Körbe LBW: Wiedey, Cramer (9/1), Leidag (2), Keilinghaus, Mersch (9), Meinert (18/4), König (14/1), Barkowski, Rupprecht, Küper (2), Voigt (8), Pavleski (2)

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