Mario Martinovic bleibt Eintracht Werne treu: „Wenn wir nochmal patzen, ist der Drops gelutscht“

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Trainer Mario Martinovic und Fußball-Kreisligist Eintracht Werne wollen auch die Saison 2020/2021 gemeinsam angehen. Im Interview spricht der Coach über seinen Verein und besondere Momente.

Werne

, 20.01.2020, 16:44 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mario Martinovic ist in seiner dritten Saison als Trainer bei Eintracht Werne - und es soll nicht die letzte sein. Der Coach und die Vereinsführung haben sich auf eine Ausdehnung der Zusammenarbeit auch in der kommenden Spielzeit verständigt. Wir haben mit Martinovic über seine besondere Beziehung zur Eintracht, die schönsten Momente an der Seitenlinie und die Rückrunde in der Liga gesprochen.

Eine Vertragsverlängerung mitten in der Saison ist in der heutigen Zeit nicht gerade eine Selbstverständlichkeit. Weshalb passen die Eintracht und Sie so gut zusammen?

Mir macht die Aufgabe hier sehr viel Spaß. Ich habe immer eine tolle Mannschaft zur Verfügung und bin sicher, dass das auch im nächsten Jahr so sein wird. Die Jungs spielen jetzt schon einige Jahre so zusammen und viele sind auch befreundet. Ich gehe davon aus, dass es auch im Sommer keinen großen Umbruch geben wird.

Was bereitet Ihnen am meisten Spaß an Ihrer Trainertätigkeit?

Die Arbeit mit den Jungs beim Training. Ich habe so lange selbst gespielt, ich könnte mir das unter der Woche ohne Mannschaftssport aktuell noch gar nicht vorstellen. Und natürlich freut man sich auch auf das Spiel am Sonntag. Da arbeitet man die ganze Woche draufhin, und sonntags nach dem Frühstück steht man dann schon in den Startlöchern.

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Worin sehen Sie Ihren größten Erfolg mit der Eintracht?

Wir haben es endlich geschafft, den Kader immer wieder zusammenzuhalten und eine Mannschaft daraus zu formen. Der Teamgedanke ist jetzt da. Vorher hatten wir immer einen großen Austausch mit acht bis zehn Spielern. Der Teamgedanke macht heutzutage eine Menge aus und ich denke, das bringt auch ein paar Punkte. Wir haben versucht, den Kern zu halten.

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Was waren Ihre schönsten Momente in mittlerweile zweieinhalb Jahren an der Seitenlinie der Eintracht?

Die Pokalrunde, die wir dieses Jahr spielen, ist schon toll. Da haben wir schon echt höherklassige Mannschaften (Bezirksliga-Spitzenreiter SG Bockum-Hövel im Achtelfinale, Oberliga-Fünfter Holzwickeder SC im Viertelfinale, d. Red.) geschlagen. Das ist super von den Jungs, das hat richtig Spaß gemacht an der Seite.

Zum aktuellen Geschehen: Wann haben Sie draußen das Training wieder aufgenommen und wie läuft die Vorbereitung auf die Rückrunde?

Wir haben letzte Woche Dienstag angefangen und die Beteiligung ist gut, da kann man nicht meckern. Es sind zwölf bis 14 Mann beim Training, das ist bei der Kadergröße, die wir momentan haben, top.

Was haben Sie sich für diese Saison noch vorgenommen?

Wir hatten als Ziel ausgegeben, Meister zu werden. Natürlich verfolgen wir die Situation (Tabellenführer SVE Heesen hat 41 Punkte aus 16 Partien, Eintracht 29 Zähler aus 14 Spielen) durch die zwei Nachholspiele ein bisschen mit dem Fernrohr, aber wenn wir die beide gewinnen, können wir noch auf sechs Punkte verkürzen. Wir wollen nochmal vorne angreifen. In der Hinrunde haben wir bewiesen, dass wir das können. Ich weiß auch, wenn wir jetzt nochmal patzen, ist der Drops gelutscht. Neun Punkte Rückstand holst du nicht mehr auf in der Kreisliga. Aber bei sechs Punkten, wenn man auch noch einmal gegeneinander spielt... Es sind zu viele wenns, wir müssen erstmal gucken, was passiert, aber aufgeben ist noch nicht.

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