Marvin Pourié: Der Suchende hat endlich seine Heimat gefunden

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Marvin Pourié hat seinen Vertrag beim Karlsruher SC verlängert - für drei Jahre. Ein logischer Schritt nach einer langen Suche, findet unser Redakteur Patrick Schröer.

Werne

, 31.07.2019, 22:15 Uhr / Lesedauer: 1 min

Drei Jahre ist es her - da hat Marvin Pourié im Interview mit dieser Redaktion einmal gesagt: „In Deutschland gibt man mir wegen der Vergangenheit keine Chance mehr“. Zu diesem Zeitpunkt - im Sommer 2016 - hatte sich der Werner Fußballprofi gerade erst dem dänischen Erstligisten Randers FC angeschlossen. Pouriés vierter Klub in Dänemark. Zu diesem Zeitpunkt war Pourié ein Wandervogel, ein Suchender - vielleicht nach Wertschätzung oder nach Anerkennung. So genau kann man das jetzt nicht mehr nachhalten. Neben Dänemark kickte er auch in Russland und in Belgien. Zu 100 Prozent glücklich wurde er dort aber nie.

Da lockte Anfang 2018 ein Angebot aus Deutschland. Wie bitte? Also doch noch einmal eine Chance im Heimatland? Scheinbar ja. Der Karlsruher SC, damals noch Drittligist, hatte Interesse an Pourié. Eine zweite Chance und eine zweite Bewährungsprobe also, nachdem es beim ersten Mal aus unterschiedlichen Gründen in Deutschland nicht gepasst hatte. Und dieses Mal nutzte Pourié sie - mit Bravour. Seit seinem Wechsel zurück nach Deutschland ging es für den Werner steil bergauf.

In der vergangenen Saison hatte der Angreifer mit 22 Toren großen Anteil am Zweitliga-Aufstieg der Karlsruher. Pourié wirkt mittlerweile gelöst, ist angekommen und zahlt das Vertrauen des Klubs mit Leistung zurück. Pourié und Karlsruhe: Die Beziehung klingt nach Symbiose, von dessen Zusammenarbeit beide Parteien profitieren. Sportlich passt es also. Dass Pourié nun seinen Vertrag verlängert hat, ist der einzig logische und richtige Schritt. Und auch die Familie Pourié fühlt sich im Süden der Republik wohl - ein nicht zu vernachlässigender Faktor im Zuge einer dauerhaften Vertragsverlängerung.

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Pourié hat nun die Möglichkeit, im deutschen Profifußball noch einmal Fuß zu fassen - in einer Zweiten Liga, in der es nur so von Traditionsklubs wimmelt. Vielleicht hat die Suche nun endgültig ein Ende und Pourié hat seine fußballerische Heimat gefunden.

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