Marvin Pourié trifft erstmals für Eintracht Braunschweig und flippt danach aus

Fußball

So hatte sich der Werner Marvin Pourié seinen ersten Treffer für den Drittligisten Eintracht Braunschweig nicht vorgestellt. Der 29-Jährige holte nach der 1:3-Niederlage zum Rundumschlag aus.

von Nico Ebmeier

Werne

, 24.02.2020, 11:59 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Werner Marvin Pourié (2.v.l.) traf für Eintracht Braunschweig am Samstag zum ersten Mal.

Der Werner Marvin Pourié (2.v.l.) traf für Eintracht Braunschweig am Samstag zum ersten Mal. © imago images/Eibner

Es spricht eine deutliche Sprache, wenn ein Stürmer vom kicker-Sportmagazin trotz eines Treffers mit der Schulnote fünf eingestuft wird - und dennoch längst nicht der schwächste Spieler der eigenen Mannschaft ist. Für den Werner Marvin Pourié wurde dies am Samstag bittere Realität.

Es läuft die 70. Spielminute beim Drittliga-Spiel zwischen den Kickers Würzburg und Eintracht Braunschweig. Es ist mittlerweile Marvin Pouriés sechstes Spiel bei den Löwen. Nick Proschwitz passte auf Zehner Martin Kobylanski, der im Strafraum Marcel Bär bedient. Dieser schaute kurz hoch, sah Pourié kommen und legte für den 29-Jährigen das erste Tor im blau-gelben Dress auf.

Im ersten Moment klingt die Situation für den gebürtigen Werner großartig, doch zu diesem Zeitpunkt stand es bereits 2:0 für die Hausherren, die gegen schwache Braunschweiger nur in dieser einen Situation wirklich Probleme hatten. Eine Viertelstunde später entschied dann auch Kickers-Stürmer Saliou Sané das Spiel.

Nach der Partie flippte Pourié dann - trotz seines ersten Tores für die Löwen - komplett aus: „Die ersten 45 Minuten waren eine absolute Katastrophe. Wir sind nur hin und her gelaufen, waren vogelwild und konnten vorne keine Bälle festmachen“, zitiert ihn die Braunschweiger Zeitung. Der Werner ging sogar noch weiter und nannte die Leistung seiner Mannschaft „bodenlos.“

Marvin Pourié: „Eine absolute Katastrophe!“

Dabei hätte es ein richtig guter Spieltag für den BTSV werden können. Nach Niederlagen der Spitzenmannschaften aus Duisburg und Unterhaching hätte Braunschweig mit einem Sieg den Anschluss zu den ersten Plätzen verkürzen und auf drei Punkte an die direkten Aufstiegsränge ranrutschen können. „Wir müssen jetzt einfach weitermachen und an uns als Mannschaft arbeiten. Wir haben uns selber Vorgaben gegeben, die wir momentan nicht einhalten können“, kritisierte Marvin Pourié weiter.

Seine ursprüngliche Mannschaft, der Karlsruher SC, wohin er nach dem Ende der Leihe im Sommer wieder zurückkehren wird, hat derweil einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Durch den 2:0-Erfolg in Sandhausen ist das „rettende Ufer“ nur noch zwei Punkte entfernt.

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