Mister X ist enttarnt

Neuzugänge beim SV Herbern

Der SV Herbern hat seine Kaderplanung für die kommende Saison vorangetrieben. Die Lücke, die einige Abgänge beim Fußball-Landesligisten hinterlassen, ist geschlossen. Klar ist jetzt auch, wer Mister X ist.

Herbern

, 27.02.2018 / Lesedauer: 3 min
Mister X ist enttarnt

Eric Sabe (l.) kehrt zum SV Herbern zurück. © Tina Nitsche

Vor vier Wochen wollten die Verantwortlichen des SV Herbern seinen Namen noch nicht preisgeben. Jetzt ist es offiziell: Eric Sabe kehrt im Sommer nach zwei Jahren beim Fußball-Westfalenligisten 1. FC Gievenbeck zum SVH zurück. Der 23-jährige Rechtsfuß ist variabel einsetzbar. „Das ist sein großer Vorteil. Eric kann auf der Sechs, Acht oder Zehn spielen“, erklärt SVH-Coach Holger Möllers, der den Kontakt zu Sabe nie habe abreißen lassen – beide sind Ascheberger Jungs. Zum Einsatz kommen dürfte Eric Sabe rechts in der Viererkette.

Sein Pendant auf der linken Seite heißt dann bald Dennis Idczak (24). Den gelernten Linksverteidiger holt der SVH vom Landesligisten SV Hilbeck – trainiert von Ex-SVH-Coach Christian Bentrup. Der habe laut Frank Heidemann, Sportlicher Leiter der Herberner, aber nicht mit an dem Transfer gedreht.

Langer Atem bei den SVH-Verantwortlichen zahlt sich aus

„Wir wollten Dennis schon vor vier Jahren nach Herbern holen. Er hatte sich aber entschieden, bei seinem damaligen Klub Westfalia Rhynern zu bleiben. Jetzt hat der Wechsel geklappt. Dennis gefällt unsere Spielweise sehr“, sagt Heidemann. In der Oberliga bei Rhynern stand Idczak einige Male auf dem Platz. In der Jugend wurde er ausgebildet bei Armina Bielefeld.

Mit Dennis Idczak und Eric Sabe hat der SV Herbern die Abgänge von Dennis Hölscher (Westfalia Kinderhaus) und Tim Bröer (FC Nordkirchen) kompensiert. „Wir mussten die Abgänge unbedingt auffangen, um unsere Arbeit erfolgreich fortführen zu können“, sagt Möllers. „Und mit den beiden ist uns das sehr gut gelungen.“

Leistungsträger beim Westfalenligist FC Gievenbeck

Mit großer Vorfreude geht jedenfalls Eric Sabe sein Comeback beim SV Herbern an. In Gievenbeck spielt er momentan in der Reserve. Das genüge seinen eigenen Ansprüchen nicht, lasse sich derzeit aber nicht vermeiden. „Ich absolviere neben meinem Job gerade ein Abendstudium. Da kann ich nur freitags trainieren. Das ist natürlich zu wenig für die Westfalenliga“, erzählt Sabe, der in seinem ersten Jahr in Gievenbeck gleich zum Leistungsträger wurde. „Ich habe dort als rechter Verteidiger angefangen und höre als linker Verteidiger auf.“

Ein weiterer Grund, den Schritt zurück zum SVH zu gehen ist sein Bruder Vincent. Den derzeitigen Kapitän des A-Ligisten TuS Ascheberg hatten die SVH-Verantwortlichen bereits als Neuzugang präsentiert. „Das ist wahrscheinlich das letzte Mal, dass ich mit meinem Bruder zusammen spielen kann. Er ist ja schon etwas älter“, erzählt Eric Sabe, lacht und sagt weiter: „Und da freue ich mich extrem drauf.“ Vincent Sabe ist 27 Jahre alt, Eric 24 Jahre – nur zum Verständnis. „Wir haben aus Spaß schon länger davon gesprochen, in einem Team zu kicken. Jetzt ist es endlich soweit“, sagt Eric Sabe.

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