Nach Pannen beim Fördergeldantrag: Bau der LED-Flutlichtanlage in Herbern zieht sich hin

rnSV Herbern

Bereits im März stellte der SV Herbern einen Förderantrag für eine neue Flutlichtanlage. Bisher kam jedoch kaum Bewegung in die Sache. Der Antrag kann sich noch bis ins nächste Jahr ziehen.

von Marcel Schürmann

Herbern

, 25.09.2019, 16:08 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der SV Herbern will sich in Sachen Nachhaltigkeit noch mehr engagieren. Daher stellte der Sportverein im März dieses Jahres einen Antrag auf Fördergelder beim Forschungszentrum Jülich für eine neue, effizientere LED-Flutlichtanlage für das Sportzentrum am Siepen.

Bislang wurde Herberns Vereinsvorsitzender Jürgen Steffen jedoch immer vertröstet. Der Antrag ist noch nicht abgesegnet. Bis das geschehen ist, könnte es noch Monate dauern.

Ursprünglich war angedacht, dass im Herbst dieses Jahres mit den Umbauarbeiten am Sportzentrum Siepen begonnen werden kann. Die alte Flutlichtanlage sollte durch eine energiesparende LED-Variante ersetzt werden.

Erstmal kein neues Flutlicht - Umbau verschiebt sich nach hinten

„Wir haben im März den Antrag gestellt – in der Hoffnung, dass hier im Herbst LED-Licht brennt. Aber bisher ist nichts passiert. Es gibt jetzt ein neues Zeitfenster, in dem über unseren Antrag entschieden wird. Das ist von Dezember bis November des nächsten Jahres“, sagte Jürgen Steffen am Mittwochvormittag bei einem Termin im Herberner Vereinsheim an der Werner Straße.

Dem wohnten auch die NRW-Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz, der Landtagsabgeordnete Dietmar Panske aus Ascheberg sowie Josef Reher vom Sport- und Jugendausschuss der Gemeinde Ascheberg bei.

Bei dem ersten Antrag, den der Verein beim Forschungszentrum Jülich einreichte, gab es laut Steffen einige Komplikationen: „Erst hat die Stadt den Antrag gestellt. Das war falsch. Dann haben wir als Verein den Antrag gestellt und erst nach Monaten ist aufgefallen, dass darin ein paar Unterschriften fehlten.“ Der Verein sei erst Wochen später auf die fehlenden Unterschriften hingewiesen worden. Der Fördergeldantrag rutschte somit immer weiter nach hinten.

Flutlichtanlage kostet 64.000 Euro

Das Land NRW stellt insgesamt eine Summe in Höhe von 333 Millionen Euro für Vereine des ganzen Landes zur Verfügung, um Sportplätze fit für die Zukunft zu machen. Von diesen Geldern dürfen jedoch nur Erweiterungen getätigt werden – wie etwa die neue Flutlichtanlage für den SV Herbern. Von den 333 Millionen Euro gingen bereits 300.000 Euro an die Gemeinde Ascheberg.

„Wir haben uns bei der Gemeinde beworben und haben für dieses Jahr die Zusicherung bekommen, dass die Kosten für die Anlage gedeckt werden“, so Steffen weiter. Die Kosten belaufen sich laut Steffen auf etwa 64.000 Euro. Knapp ein Drittel davon könnte bei einer Fördergeld-Antragsgenehmigung durch das Forschungszentrum Jülich durch ebenjenes übernommen werden – den Rest zahlt die Gemeinde Ascheberg aus den Geldern des Landes.

Kostenersparnis auch ein Faktor

Neben der Energieersparnis, die mit der neuen LED-Flutlichtanlage einherginge, würde der Verein zusätzlich Kosten sparen. Steffen: „Wir tun nicht nur was gegen den Klimawandel. Auch die Betriebskosten würden sich von 10.000 auf 4.000 Euro pro Jahr reduzieren.“

Die Umbauarbeiten wären laut Steffen innerhalb weniger Tage erledigt. „Vielleicht hilft uns, dass sich der Landtagsabgeordnete Dietmar Panske in diesem Fall jetzt auch einschaltet. Wir hoffen, dass wir noch dieses Jahr grünes Licht aus Jülich bekommen. Dann könnten wir Anfang 2020 mit der Installation der neuen Flutlichtanlage fertig sein.“

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