Nach Spuckattacke und Suspendierung: Verband sperrt Serkan Adas lange

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Das Kreispokal-Halbfinale hat für Serkan Adas weitreichende Folgen. Nach seiner Roten Karte hat ihn nicht nur Eintracht Werne suspendiert. Auch der Verband hat eine harte Strafe ausgesprochen.

Werne

, 31.08.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war im Kreispokal-Halbfinale zwischen Eintracht Werne und IG Bönen eigentlich nur eine kleine Szene. Doch als Serkan Adas seinen Gegenspieler bespuckte, zeigte der Schiedsrichter ihm, ohne zu überlegen, die Rote Karte. Für den 25-Jährigen hat das nun weitreichende Folgen.

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Die ersten wurden schon kurz nach dem Spiel bekannt. Noch bevor eine Sperre klar wurde, griff bereits Eintracht Werne gegen den eigenen Spieler durch und suspendierte ihn aus dem Verein. „Das ist eine Aktion, die überhaupt nicht geht. Sowas wollen wir auf keinen Fall akzeptieren“, sagte Eintracht-Trainer Mario Martinovic.

Serkan Adas wird sechs Monate fehlen

Rund zwei Wochen später steht nun auch die Strafe des Verbandes fest. Und die ist hart: Ganze sechs Monate darf Serkan Adas keinen Fußballplatz mehr betreten. Samet Akyüz von IG Bönen erhielt für seine Kopfnuss gegen Ibrahim Saadouni nach dem Spielende nur fünf Wochen Sperre.

Bei Trainer Mario Martinovic stieß die Strafe auf Unverständnis. „Wir müssen nicht drumherum reden, der Junge hat das gemacht und eine Strafe verdient“, weiß der Coach. „Aber sechs Monate finde ich schon übermäßig viel. Andere bekommen für das gleiche Vergehen sechs Wochen oder maximal drei Monate. Ich habe ein wenig das Gefühl, an dem Jungen wird ein Exempel statuiert.“

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Mittlerweile hat der Trainer Mitleid mit seinem Spieler. „Auf den Jungen ist jetzt schon echt viel eingeprasselt. Und er hat seinen Fehler ja schon eingesehen“, berichtet Martinovic. Adas habe sich mittlerweile bei seinem Gegenspieler und auch der Mannschaft entschuldigt und sei sich bewusst, dass er diesen Fehler nicht nochmal wiederholen dürfe.

Zudem habe er - auch wenn das die Aktion nicht entschuldige - nicht ohne Grund gespuckt. „Ich will den Gegenspieler jetzt nicht reinziehen und auch die Situation nicht entschuldigen“, so Martinovic. „Serkan wurde da auf dem Platz aber beleidigt. Da darf ihm halt nur nicht so schnell die Hutschnur platzen.“

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Mario Martinovic bringt sogar einen Einspruch ins Spiel. „Wir müssen da sicherlich untereinander jetzt mal sprechen, wie wir mit der Situation umgehen“, so der Trainer. „Aber ich sage es mal so: Man muss ja auch nicht alles immer einfach so hinnehmen.“

Der Tenor ist also klar bei der Eintracht: Die Aktion von Serkan Adas ist unentschuldbar - die Strafe aber zu hart. Seiner Mannschaft wird er nun bis zum 15. Februar fehlen.

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