Ob um den Platz oder die Werbung: Franz Schütte ist das „Mädchen für alles“ beim SV Herbern

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Franz Schütte ist sich beim SV Herbern für keine Arbeit zu schade. Er hat sogar ein Projekt ins Leben gerufen und wurde für sein Engagement schon ausgezeichnet.

Herbern

, 13.11.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Man merkt, Franz Schütte möchte sich nicht gerne in der Vordergrund drängen. Als der Ehrenamtliche des SV Herbern auf die Ehrenamts-Auszeichnung „Blau-Gelber des Jahres 2015“ angesprochen wird, wirkt er zurückhaltend.

Ehrenamts-Serie

Die Guten seelen der heimischen vereine

Ob Vorsitzender, Bratwurst-Verkäufer oder Platzwart: Das Ehrenamt ist im Amateursport nicht mehr wegzudenken. In unserer Ehrenamts-Serie stellen wir die guten Seelen der heimischen Vereine vor.

Jürgen Steffen, Fußball-Vorsitzender des SV Herbern, ist voll des Lobes für Schütte. „Er kreidet die Plätze ab und schneidet sie, kümmert sich um die gesamte Platzpflege und die Werbung. Er ist unser Mädchen für alles.“ Aber damit nicht genug: Der 65-Jährige kümmert sich seit 15 Jahren auch um die Getränke für die Spieler und die Sauberkeit auf der ganzen Anlage.

Dazu hat er auch eigens eine „Donnerstags-Gruppe“ ins Leben gerufen, die sich für mehrere Stunden um alle Kleinarbeiten kümmert. Elf andere Ehrenamtliche sind mit Schütte in der Gruppe. Sieben bis acht würden im Schnitt immer kommen.

Bei dem einen Tag bleibt es für den Herbener aber nicht. „Ich fahre fünfmal die Woche mit dem Fahrrad zum Platz und gucke, was gemacht werden kann.“ Da er aus der Landwirtschaft komme, kenne sich Schütte mit der Platzpflege aus und kann damit an jeder Ecke helfen.

Wegen seiner Frau kam Schütte nach Herbern

Früher habe er noch mehr gemacht. Da sei er drei bis vier Stunden pro Tag vor Ort gewesen, „aber das wurde mir zu viel.“ Ehe Schütte zum Herbener „Mädchen für alles“ wurde, war er erst Jugendtrainer und später auch im Fußball-Vorstand und Geschäftsführer der Fußballabteilung.

Bevor Schütte vor 30 Jahren zum SVH kam, spielte er in Capelle. Wegen der Liebe ging es nach Herbern. Seine Frau habe im Laufe der Jahre akzeptiert, dass er sonntags immer am Platz wäre. „Das gehört zum Sonntag dazu.“ Da helfe es, dass sie auch ehrenamtlich engagiert sei und auch seine Liebe zum Fußball teile. „Sie hat mich nicht anders kennengelernt. Fußball ist unser Leben.“

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Deswegen kann Schütte sich auch kein Leben mehr ohne seine ehrenamtliche Arbeit vorstellen. „Das ist mehr als nur ein Hobby. Ich mache das noch, solange es gesundheitlich geht.“

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