„Pause hatten wir jetzt genug“: Eintracht Werne und SV Stockum sind frustriert

rnFußball: Kreisliga

Bereits seit rund einer Woche dürfen der SV Stockum und Eintracht Werne weder trainieren, noch wirklich spielen. Der Frust wächst in beiden Mannschaften in der aktuellen Lage.

Werne, Stockum

, 18.10.2020, 16:02 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist aktuell eine schwierige Situation für die Mannschaften im Kreis Unna. Alle Fußballspiele für kreisliche und überkreisliche Teams sind abgesagt. Auch trainieren dürfen die Teams aus dem Kreis aktuell nicht. Davon sind auch die A-Ligisten SV Stockum und Eintracht Werne betroffen.

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Nachdem der Kreis Unna die Regelungen vor rund 1,5 Wochen seine neuen Corona-Maßnahmen veröffentlicht hatte, reagierte der Fußballkreis Unna-Hamm schnell: Für die kommenden beiden Wochen sagten die Verantwortlichen alle Spiele der kreislichen Teams ab.

„Für uns ist das eine absolute Katastrophe“, resümierte Jürgen Welp, Trainer des SV Stockum, die aktuelle Situation. „Wir trainieren aktuell gar nicht. Kontaktloses Training hat ja nichts mit Fußball zu tun, das ist ja nur Laufen und Passspiel, das bringt nichts.“

Stattdessen steht für die Stockumer nun wieder das an, was sie bereits aus der Corona-Pause im Frühjahr kennen. „Die Jungs gehen zwei Mal in der Woche ein bisschen laufen“, erklärt Jürgen Welp. „Wir müssen jetzt einfach mal abwarten, wie es in den kommenden Wochen wird und wann wir wieder ins taktische Training einsteigen können.“

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In eine ähnliche Richtung geht es auch bei Mario Martinovic, dem Trainer von Eintracht Werne. Bei den Evenkämpern ist allerdings nicht komplett jeder auf sich gestellt. „Die Jungs gehen in Kleingruppen laufen - immerhin“, erklärt Martinovic. „Die Jungs schicken mir dann, was sie gemacht haben. Da halten sie sich wenigstens ein bisschen fit.“

Bei dem Eintracht-Coach ist bereits teilweise die Resignation eingekehrt. „Uns bleibt ja aktuell nichts anderes übrig. Auf die Entscheidungen, die vom Kreis oder vom Verband getroffen werden, haben wir ja ohnehin keinen Einfluss“, sagt der Trainer.

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Dennoch macht er sich ein wenig Gedanken, wie und wann es weitergehen soll. Eine gute Sache könnte die unfreiwillige Pause für die Evenkämper haben. „Wir hatten ja zuletzt viele Verletzte“, sagt Martinovic. „Vielleicht kommen ja einige zurück nach der Pause und erholen sich jetzt.“

Dennoch weiß auch der Eintracht-Coach: Irgendwann müssen die Spiele nachgeholt werden. „Ich denke, das ist uns allen klar. Und langsam muss es einen Plan geben, sonst wird es eine sehr lange Saison“, sagt er. „Vielleicht, wenn der Winter wieder so mild ist wie im letzten Jahr, können wir ja auch durchspielen. Pause hatten wir ja jetzt genug.“

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