Philip Just hatte seinen Probetag beim SV Herbern: So lief die Partie für ihn

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Philip Just steht als Neuzugang für die kommende Saison beim SV Herbern fest. Am Sonntag lief er auf dem Grün in Herbern auf - für den VfL Senden. Eine hitzige Vorstellungsrunde für Just.

Herbern

, 06.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Philip Just wollte im Spiel gegen seinen zukünftigen Verein alles geben. Just, der aktuell noch für den VfL Senden aufläuft und nächstes Jahr für den SV Herbern gegen den Ball tritt, ging mit einer ordentliche Portion Motivation in die Partie gegen seine Zukunft. Und Just lieferte ab. Eine bessere Vorstellung konnte der 19-Jährige kaum auf den Naturrasen an der Werner Straße bringen.

Der sehr groß gewachsene, schlaksige Linksverteidiger, der auch in der Innenverteidung eingesetzt werden kann, überzeugte durch gutes Stellungsspiel, Zweikampfsstärke und Ruhe am Ball. Attribute, die der Herberner Abwehr am Sonntag auch gut getan hätten. Über seine Seite ließ er kaum etwas zu.

„Ja, ich habe mich hier schon mal vertraut gemacht“, erklärte er im Anschluss mit einem breiten Grinsen auf dem Gesicht. „Das Ergebnis ist optimal. Dadurch das wir von Anfang an da waren, die Präsenz auf dem Platz gezeigt haben, war der Sieg insgesamt auch sehr verdient.“

Ruhe und Abgeklärtheit in Justs Spiel

Bermerkenswert war es dabei, mit was für einer Ruhe und Abgeklärtheit Just die Partie bestritten hat. Zahlreiche verbale Scharmützel sorgten auf dem Platz, aber auch von außen, für sehr viel Unruhe. Hinzu kamen einige rüde Fouls auf dem Platz. Just hat sich davon nie mitreißen lassen - außer für einen kurzen Moment.

76 Minuten waren gespielt, als Just im Zweikampf mit Herberns Brasilianer Whitson aneinander geriet. Just wurde zu Boden gebracht, Whitson stand neben ihm. Ein kurzer wütender Blick ging von Just zu Whitson, dann schnappte er sich den Ball und warf ihn leicht gegen das Bein von seinem zukünftigen Teamkollegen. „Es war natürlich sehr hitzig. Das ist in so einem Derby üblich. Da muss man gucken, dass man sich auf das Fußballspielen konzentriert und die ganzen äußeren Umstände möglichst ausgrenzt“, erklärte Just im Anschluss.

Just scheint voll akzeptiert zu sein

Direkt nach der Szene stand Just auf, es gab einen kurzen Handshake mit Whitson und die Sache war wieder geklärt. Überhaupt scheint Just schon jetzt voll akzeptiert zu sein in Herbern. Viele kennen ihn dort persönlich, auch aus seiner Jugendzeit beim SVH. Da scheint auch der Sieg von Justs noch aktueller Gegenwart und der baldigen Vergangenheit nichts zur Sache zu tun

Philip Just hatte seinen Probetag beim SV Herbern: So lief die Partie für ihn

Am Wochenende noch Gegner, ab nächster Saison in einer Mannschaft: Philip Just (l.) und Herberns Whitson. © David Döring

Zwei Siege sprangen für ihn in diesem Jahr gegen Herbern heraus. Wie sieht sein Plan für nächstes Jahr aus? „Nächste Saison wird Herbern zwei mal gegen Senden gewinnen. So sieht die Marschroute aus“, sagte er lachend.

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