Philip Just will beim SV Herbern den nächsten Schritt machen

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Philip Just spielt aktuell noch beim VfL Senden in der Landesliga, läuft ab Juli aber wieder für den Ligarivalen SV Herbern auf. Der Rückkehrer hat einiges vor bei seinem alten, neuen Klub.

von Marcel Schürmann

Herbern, Werne

, 04.04.2019, 15:18 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Interview spricht der Linksverteidiger der Fußballer des VfL Senden, Philip Just (19), über seine geplante Rückkehr nach Herbern und seine Ambitionen in der aktuellen und der kommenden Saison.

Herr Just, in der kommenden Saison tragen Sie wieder das Trikot des SV Herbern. Nach drei Jahren beim VfL Senden nun also die Rückkehr zu dem Verein, bei dem Sie schon in der Jugend gespielt haben. Wie kam es dazu?

Hauptsächlich deswegen, weil ich in Ascheberg wohne. Dazu habe ich mit „Patti“ (Patrick, Anm. d. Red.) Sobbe einen alten Schulfreund, der ebenfalls in Herbern spielt. Wir haben noch viel Kontakt. Abgesehen davon hatte ich aber auch super Gespräche mit Herberns Sportlichem Leiter, Frank Heidemann. Er hat mir das Konzept vorgestellt und seine Vorstellungen entsprechen den meinen.

Und die wären?

Natürlich wollen wir mit Herbern auch nächste Saison weiterhin eine gute Rolle in der Landesliga spielen. Wir haben eine junge Truppe und der Kader bleibt zusammen. Ich will in meiner persönlichen Entwicklung den nächsten Schritt nach vorne machen und Herr Heidemann hat mich einfach davon überzeugt, dass mir das in Herbern gelingen kann.

Sie sind mit 19 Jahren noch sehr jung und spielen in Senden erst seit dieser Saison bei den Herren. Wie groß war die Umstellung vom Jugendfußball in der Kreisliga zum Seniorenbetrieb in der Landesliga?

Enorm. Ich habe aber versucht, mich schnell und bestmöglich anzupassen. Und ich denke, das hat auch ganz gut geklappt. Vor meinen Stationen in Herbern und Senden habe ich in der Jugend ja auch schon vier Jahre bei Rot-Weiß Ahlen gespielt und wusste daher schon, wie es ist, überkreislich zu spielen. Tiefer möchte ich aber gar nicht mehr spielen.

Sie sind gelernter Linksverteidiger, können aber auch in der Innenverteidigung spielen. Wissen Sie schon, für welche Rolle SVH-Trainer Holger Möllers Sie künftig vorgesehen hat?

Nein. Das wird sich sicherlich erst in der Saisonvorbereitung zeigen. Eine Stammplatzgarantie gibt es sowieso nicht. Es wird auf jeden Fall ordentlich Konkurrenz für mich geben. Aber ich werde den Kampf annehmen und will mich natürlich durchsetzen - egal auf welcher Position. Ich bin gespannt, wie es ausgeht.

Sie haben früh angefangen, Mannschaften zu trainieren, besitzen seit 2015 die B-Lizenz und haben zuletzt eine Jugendmannschaft in Senden trainiert. Werden Sie auch eine Traineraufgabe beim SVH übernehmen?

Vorerst nicht. Während meiner aktiven Zeit in Ahlen habe ich bereits drei Jahre eine Jugendmannschaft beim TuS Ascheberg trainiert und zuletzt in Senden. Jedoch gestaltet es sich schwierig, bei einem Verein zu spielen und bei einem anderen den Trainer zu machen. Aktuell kommt ja auch noch mein BWL-Studium an der FH Münster dazu. Da wäre der Aufwand, als Trainer neben Studium und selber spielen, einfach zu groß.

Ihre erste Seniorensaison läuft derweil ziemlich durchwachsen. Mit Senden befinden Sie sich im Niemandsland der Tabelle. Was wollen und können Sie im Ligaendspurt noch erreichen?

Wir haben zurzeit ein echtes Ergebnistief, vier Mal in Folge verloren und müssen unsere Talfahrt jetzt schleunigst beenden. Dennoch sind die Qualität und die Stimmung in der Mannschaft gut. Wir sind alle überzeugt, dass wir aus unserer Krise rausfinden. Es gilt jetzt, den Abstand zu den Abstiegsplätzen zügig zu vergrößern und die Saison im gesicherten Mittelfeld vernünftig abzuschließen.

Am Sonntag geht es gegen den direkten Konkurrenten Werner SC, ein besonderes Spiel für Sie?

Natürlich. Wenn es gegen Werne geht, bin ich immer besonders motiviert. Sie sind nicht nur für Herbern, sondern auch für Senden schon ein langjähriger Konkurrent und es wird sicherlich ein heißes Spiel.

Ihr Tipp?

Der VfL Senden schlägt den Werner SC mit 2:1.

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