Philipp und Klaus Strack - Abschied vom Erfolgsduo

Handball

10 Jahre waren die Stracks ein eingeschworenes Team. Mit dem Abschluss der A-Jugend von Philipp Strack geht auch die Zusammenarbeit von Vater und Sohn zu Ende. Begonnen hatte alles in der E-Jugend beim TV Werne.

WERNE

25.04.2012, 17:54 Uhr / Lesedauer: 2 min
Philipp Strack und sein Vater Klaus Stein-Strack hatten mit dem Handballsport ein gemeinsames Hobby.

Philipp Strack und sein Vater Klaus Stein-Strack hatten mit dem Handballsport ein gemeinsames Hobby.

 

Philipp Strack lernte bei Martin Hülsbusch das Handballspiel. Vater Klaus Stein-Strack brachte ihn immer zum Training und schaute oft dabei zu. Es dauerte nicht lange und er saß als Betreuer mit auf der Bank. Mit Martin Hülsbusch wurden sie Vizemeister in der E-Jugend und danach zweimal Meister in der D-Jugend. Vater Klaus hatte in der Zeit die C-Lizenz als Handballtrainer erworben und Philipp trainierte nach seinem D-Jugend-Training gleich beim Vater weiter, der mittlerweile die C-Jugend des TV Werne betreute. So kam er schon damals auf vier Trainingseinheiten pro Woche. Hier wurde der Grundstock für die Zeit gelegt, die ihn bis in die Bundesliga bringen sollte.

 Im zweiten C-Jugendjahr wechselten beide zum ASV Senden. Das war der Startpunkt für seine größten Erfolge als Jugendhandballer. Er sollte die nächsten Jahre immer in der höchsten Klasse spielen und mit dem ASV Senden herausragende Leistungen zeigen. Gleich im ersten Jahr holten sie die Bezirksmeisterschaft ohne auch nur einen Punkt abzugeben. Danach scheiterten sie im Halbfinale der Westfalenmeisterschaft erst am späteren Deutschen Meister GWD Minden. In der B-Jugend wurden sie Vizemeister in der Oberliga und scheiterten wiederum nur knapp in den Endspielen um die Westfalenmeisterschaft am gleichen Gegner. 

 Im selben Jahr holte Philipp als Mannschaftskapitän der Auswahlmannschaft des Kreises Unna die Bronzemedaille bei der Ruhrolympiade. Neben seiner Tätigkeit als Spieler ging Philipp Strack noch sechs Monate in die Trainerausbildung, um die C-Lizenz zu erwerben. Da er dazu auch eine Mannschaft betreuen musste, wurde Vater Klaus, der für seine Mannschaft als Betreuer arbeitete, wieder reaktiviert und die zwei Stracks übernahmen das Training der Sendener C2-Jugend. In der A-Jugend wurde der Focus dann aber nur auf die eigene Mannschaft gerichtet. Mit der Qualifikation für die Regionalliga gehörte man plötzlich zu den besten Mannschaften in Deutschland.

 Das letzte Jahr in der A-Jugend sollte aber der absolute Höhepunkt in der Zusammenarbeit von Vater und Sohn sein. In überzeugender Manier qualifizierte sich der ASV Senden für die neu geschaffene A-Jugend-Bundesliga. Während der Vater als Betreuer, Homepage-Beauftragter und Video-Administrator sich um die organisatorischen Aufgaben kümmerte, spielte Philipp mit seinem Team eine großartige Saison, in der am Ende ein guter Mittelfeldplatz heraussprang.

 Aber auch in Werne war Philipp Strack nicht vergessen. Im Januar dieses Jahres wählten ihn die Werner zum "Sportler des Jahres". Für Philipp Strack geht jetzt die Jugendzeit zu Ende. Als Spieler wird er aber weiter erhalten bleiben. In der kommenden Saison wird er zur Ahlener SG wechseln, während Vater Klaus seine aktive Zeit beenden und nur noch als Zuschauer den Weg seines Sohnes verfolgen wird.

 

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