Platz drei beim Fuchs-Cup: SV Herbern schlägt Überraschungsgegner

Fuchs-Cup

Der TuS Hiltrup hat den Fuchs-Cup gewonnen, drehte das Finale gegen Westfalia Kinderhaus nach Rückstand noch zu einem 2:1-Sieg. Der SV Herbern sicherte sich im kleinen Finale Platz drei.

von Marcel Schürmann

Herbern

, 28.07.2019 / Lesedauer: 3 min
Platz drei beim Fuchs-Cup: SV Herbern schlägt Überraschungsgegner

Volle Konzentration bei Julian Trapp vor seinem Strafstoß. Er verwandelte sicher. Am Ende entschied der SVH das kleine Finale nach Elfmeterschießen mit 9:7 für sich. © Marcel Schürmann

Die erste Überraschung des Finaltags des Fuchs-Cups folgte bereits vor Anpfiff des kleinen Finals. Denn es machten sich nicht etwa die Fußballer der SG Bockum-Hövel warm, die sich als Gruppenzweiter für ebendieses Spiel qualifiziert hatten, sondern die Landesliga-Truppe des VfL Senden. „Die SG hat versucht, ihr Pokalspiel in Lünern auf 19 Uhr zu verschieben. Das hat nicht geklappt. Daher mussten sie das Spiel leider absagen“, erzählt Hubert Fuchs, Bruder von Josef Fuchs, der das Turnier 2001 ins Leben gerufen hatte.

Somit sprang der VfL Senden als Gruppendritter ersatzweise für das Spiel um Platz drei ein. Und das hatte es in sich: Schon nach 40 Sekunden klingelte es das erste Mal in Sendens Kasten: Nika Amoev setzte sich nach einem langen Ball von Dennis Idczak gut durch und vollendete zur frühen Führung. Die hatte allerdings nicht lange Bestand, denn die Gäste trafen schon nach sechs Minuten zum Ausgleich.

Und wieder dauerte es nicht lange, bis Herbern erneut zuschlug: Eric Sabe schob eine flache Hereingabe zur abermaligen SVH-Führung ein (12.). In der Folge zeigte der Schiedsrichter im Herberner Strafraum nach einem Austausch mit seinem Assistenten auf den Punkt, es gab Elfmeter, den die Gäste zum 2:2 verwandelten (20.).

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Erneut brachte Amoev (25.) seine Farben in Führung, im Gegenzug glich Senden wieder aus (27.). Nach der 4:3-Führung durch Julian Trapp (34.) brachte Herbern den Vorsprung zumindest bis zur Pause ins Ziel. In den Schlussminuten der – im Vergleich zum ersten Durchgang – eher ereignisarmen zweiten Hälfte traf Senden zum vierten Mal zum Ausgleich (90.) und der Turnier-Dritte musste im Elfmeterschießen gefunden werden.

Die ersten sieben Schützen trafen allesamt, ehe Sendens Rabah Abed an SVH-Schlussmann Jens Haarseim scheiterte. Jan Hoenhorst machte als letzter Herberner Schütze alles klar und sicherte seinem SVH den dritten Platz.

„Das was beide Mannschaften in der Defensive in Durchgang eins veranstaltet haben, war schon vogelwild – genau wie die Schiedsrichterleistung“, sagte Herberns Trainer Holger Möllers nach Abpfiff. Es sei aber ein guter Test für den SVH gewesen, „jedoch darf uns das in der Meisterschaft so nicht passieren.“

„Ich war froh über die spontane Einladung, wir hätten sonst trainiert. So konnten wir nochmals alle Spieler einsetzen“, meinte Möllers Gegenüber Andreas Bopp.

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Im Anschluss an das „Schützenfest“, das letztlich 9:7 nach Elfmeterschießen für Herbern ausging, folgte das Endspiel, in dem zunächst Kinderhaus in Führung ging. Doch Hiltrup drehte in der zweiten Halbzeit den Spielstand auf den Kopf und gewann noch mit 2:1. Insgesamt war es nach 2008 und 2011 der dritte Sieg Hiltrups bei diesem Turnier, „damit darf der TuS den Wanderpokal nun behalten“, so nochmals Hubert Fuchs. Ein würdiges Ende in der finalen Ausgabe des Fuchs-Cups.

Spiel um Platz drei:

Herbern - Senden 9:7 n.E. (4:4, 4:3)

SV Herbern: Haarseim, Richter, Drews, Sabe, Schütte, Trapp, Amoev (76. Hoenhorst), Vogt (54. Lünemann), Scholtysik (62. Breloh), Airton, Idczak

Tore: 1:0 Amoev (1.), 1:1 (7.), 2:1 Sabe (12.), 2:2 (20.), 3:2 Amoev (25.), 3:3 (27.), 4:3 Trapp (34.), 4:4 (90.)

Endspiel:

TuS Hiltrup - W. Kinderhaus 2:1 (0:1)

Tore: 0:1 (8.), 1:1 (53.), 2:1 (82.)

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