Publikum motiviert Ligges / Wild Card sicher

Reiten: K+K-Cup

Einen sensationellen Auftritt hatte Marie Ligges vom RV von Nagel Herbern beim K+K-Cup in Münster. Dafür wurde sie jetzt sogar mit einer Wild Card für den Signal-Iduna-Cup belohnt. "Besser hätte ich es mir gar nicht vorstellen können", sagte Marie Ligges nach ihrem Auftritt beim Großen Preis des K+K-Cup.

von Paul Klur

WERNE/MÜNSTER

, 11.01.2016, 19:24 Uhr / Lesedauer: 2 min
Publikum motiviert Ligges / Wild Card sicher

Marie Ligges wurde mit Cassandra L überraschend 13. beim Großen Preis des K+K-Cups.

Ohne Fehler, lediglich mit einer Zeitstrafe, überstanden sie und Cassandra L den schwierigen Parcours des Vier-Sterne-S-Springens in 69,44 Sekunden. Mit dem 13. Platz verpasste sie nur knapp das Stechen. Sieger des Großen Preises wurde am Ende Jörg Oppermann vom RV Elz mit Che Guevara.

Wild Card für Dortmund

Als Belohnung für ihren starken Auftritt darf Marie Ligges nun beim Signal-Iduna-Cup in den Dortmunder Westfalenhallen antreten. Die Veranstaltungsagentur Escon-Marketing hat ihr für dieses Turnier, das vom 6. bis 8. März stattfindet, eine Wild Card gegeben. "Das ist eine ähnlich große Bühne wie der K+K-Cup", sagte Ligges zur Bedeutung des Wettkampfes in Dortmund.

Gleich zwei Premieren gab es für die 16-Jährige am vergangenen Wochenende. Sie ritt am Freitag zunächst zum ersten Mal ein Drei-Sterne-S-Springen und am Sonntag dann den Großen Preis, der der Vier-Sterne-S-Klasse zugerechnet wird.

Das ist die höchste Schwierigkeitsstufe bei nationalen Wettkämpfen. Konkret bedeutet das: Die Hindernisse wachsen deutlich an, auf bis zu 1,60 Meter Höhe, und bei den Oxern muss das Pferd weiter springen als bei niedrigeren Klassen.

Der Parcours beim Großen Preis sei "anspruchsvoll zu reiten" gewesen, sagte Marie Ligges. Die Halle Münsterland sei recht klein, "da steht alles ziemlich nah beieinander", so Ligges. Das heißt, es bleibt weniger Raum zum Anreiten auf die Hindernisse, kaum Toleranz für Fehler. "Natürlich braucht man da auch mal ein bisschen Glück", räumte Ligges ein. Dennoch ist sie sehr stolz auf das starke Ergebnis.

Der 13. Platz war eine deutliche Steigerung zum Ritt vom Samstag. Beim Preis der Sparkassen in Westfalen-Lippe hatte Ligges mit acht Strafpunkten den 37. Platz belegt. "Am Sonntag hatten Cassandra und ich uns vermutlich besser an die Halle und die Atmosphäre gewöhnt", sagte Ligges, die am Freitagabend in einem Drei-Sterne-Springen 25. geworden war.

Die Zuschauer motivierten Ligges am Sonntag besonders. "Die Zeit wurde ja am Ende knapp, da sind die Leute in der Halle richtig mitgegangen. Das Publikum war echt cool", sagte Ligges. Ebenfalls beim K+K-Cup am Start war Oliver Schaal vom RV St. Georg Werne. Für ihn und Quidam lief es am Sonntag beim Großen Preis mit vier Abwürfen und einer Zeitstrafe nicht gut.

Einen Erfolg konnte Schaal jedoch beim Preis der Sparkassen in Westfalen-Lippe am Samstag verbuchen. In dem Drei-Sterne-S-Springen belegte er mit Quidam den zehnten Platz im Stechen. Es stand lediglich ein Abwurf zu Buche. Damit behauptete sich Schaal im 54 Teilnehmer großen Feld unter den platzierten Reitern.

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