Rendezvous mit dem Ex-Klub für Furkan Cirak: „In Werne wird die Liga viel ernster genommen“

rnWerner SC

Am Sonntag gastiert der TuS Wiescherhöfen beim WSC. Für Wernes Neuzugang Furkan Cirak (20) wird es ein besonderes Spiel, denn der Verteidiger wechselte erst im Sommer vom TuS in den Lindert.

von Marcel Schürmann

Werne

, 20.09.2019, 14:07 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Vorfreude auf das Spiel am Sonntag gegen den TuS Wiescherhöfen dürfte bei allen Beteiligten des Werner SC derzeit sehr groß sein. Für einen Spieler ist es jedoch ein ganz besonderes Spiel: Furkan Cirak, Neuzugang beim WSC, wechselte erst im Sommer vom TuS zu den Wernern.

„Ich freue mich sehr, die alten Kameraden wiederzusehen“, erzählt der Innenverteidiger, „aber natürlich wollen wir gewinnen.“

Kampfansage an den Ex-Klub

Nur ein Jahr hielt es Wernes neuen Innenverteidiger beim TuS Wiescherhöfen. „Leider habe ich mich nicht ganz so gut verstanden mit dem Vorstand und dem Trainer. Da war ich am Ende nicht mehr ganz so glücklich“, sagt Cirak über sein einjähriges Intermezzo bei den Hammern. Sein ehemaliger Coach bei seinem Jugendverein Westfalia Rhynern riet dem 20-Jährigen dann im Sommer zu einem Wechsel zum Werner SC. Cirak überlegte nicht lange und wechselte in die Müller-Elf. Ein Schritt, den er nicht bereut.

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Denn Cirak fühlt sich beim Spitzenreiter der Landesliga 4 derzeit pudelwohl, was vor allem an den Unterschieden zwischen den beiden Klubs liegt: „Der Wechsel war die richtige Entscheidung. In Werne wird die Liga viel ernster genommen. Hier geht es auch viel disziplinierter zu.“

Wiescherhöfen in der Stfafel 4 - „Habe nicht verstanden, wieso“

Als Cirak kurz nach seiner Vorstellung im Lindert erfuhr, dass sein Ex-Klub zur neuen Saison von der Landesliga-Staffel 3 der Staffel 4 neu zugeteilt wird, habe er sich gefreut. „Ich fand es sehr gut, dass wir die Möglichkeit haben, gegen sie zu spielen. Auch wenn ich den Staffelwechsel nicht ganz verstanden habe“, so Cirak. Den Spieltermin habe er sich natürlich direkt in den Kalender eingetragen.

Ob Cirak, der in dieser Saison erst in zwei Pflichtspielen für die Werner zum Einsatz kam (beim 4:0-Sieg im Erstrunden-Pokalspiel in Westkirchen und im ersten Meisterschaftsspiel gegen Altenrheine), am Sonntag gegen den TuS auflaufen darf, wisse er nicht. Die Chancen stehen allerdings nicht sehr hoch.

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Denn im ersten Ligaspiel, in dem Cirak auch das erste Werner Saisontor markierte, musste der Innenverteidiger nach einer Stunde ausgewechselt werden: „Ich habe mich am Sprunggelenk verletzt und trainiere erst seit dieser Woche wieder richtig mit der Mannschaft. Für Sonntag wird es wohl schwer werden für mich.“

Teamplayer Cirak: „Würde an Lars‘ Stelle auch nichts ändern“

Dass die Sittuation ist wie sie ist und Cirak am Sonntag wohl erst mal die Bank droht, dafür hat der Defensivmann volles Verständnis. Die Werner stellen mit nur zwei Gegentoren aktuell die beste Defensive der Liga. „Klar, ich würde gerne spielen, aber das Team hat Vorrang, hat jetzt sechsmal in Folge gewonnen. An Lars‘ Stelle (Lars Müller, Trainer WSC, Anm. d. Red.) würde ich auch nichts ändern.“

Wo die Reise mit dem Werner SC am Ende hinführt, wisse er nicht. Dennoch sagt er selbstbewusst: „Ich persönlich will mich weiter entwickeln und gerne noch höher gehen als jetzt - am liebsten mit dieser Mannschaft, auch wenn es schwer wird.“ Nach der Kampfansage gegen seinen Ex-Klub also die nächste Kampfansage an die gesamte Liga.

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