Rotsünder Martin Südfeld hofft auf milde Strafe

Werner SC

19 Jahre kam er auf dem Fußballplatz ohne aus, jetzt erwischte es auch Martin Südfeld: Er sah im Nachbarschaftsduell mit dem FC Nordkirchen den roten Karton – und das zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt.

WERNE

von Von Dominik Gumprich

, 15.11.2011, 18:33 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wernes Martin Südfeld (l.)sah gegen Nordkirchen die Rote Karte.

Wernes Martin Südfeld (l.)sah gegen Nordkirchen die Rote Karte.

Doch dann kam die 64. Minute. Aber um die Geschehnisse dort zu verstehen, muss man die Uhr vier Minuten zurückdrehen. Wernes Sharif Masembe lief allein auf FCN-Keeper Markus Höning zu, der glänzend zur Ecke klären konnte. Aus dem Standard wurde nichts – Nordkirchen geriet in Ballbesitz. Aus Sicht der Werner ereignete sich daraufhin ein Foulspiel der Gastgeber, das nicht abgepfiffen wurde. Dennis Närdemann vollendete den Konter zur erneuten Führung des FCN (3:2). "Die Fehlentscheidung des Schiedsrichter, der ansonsten klasse gepfiffen hat, und durch das darauf folgende Tor, waren wir noch angefressen. Aber ich muss natürlich erwarten können, dass meine Spieler sich im Griff haben, besonders welche mit Führungsanspruch", erklärte Andreas Zinke, Coach des Werner SC. In der 64. Minute trat dann Südfeld Michael Karwot von hinten in die Beine – glatt Rot. "Ich wollte den Gegenspieler nicht verletzen. So etwas ist eigentlich nicht meine Art. Ich weiß nicht, was da in mich gefahren ist. Ich muss mich bei meiner Mannschaft entschuldigen", gab sich Südfeld reumütig, der sich allerdings auch von Karwot provoziert gefühlt habe.

"Ich hoffe jetzt auf eine milde Entscheidung. Eine Tätlichkeit war es aus meiner Sicht nicht", so Südfeld. Sein Coach sah in dieser Situation ein "Schuss Übermotivation." Weiter sagt Zinke: "Das war ein Spiel auf Augenhöhe. Möglicherweise hätte wir das Spiel sogar gewonnen, wenn diese Sache nicht passiert wäre." Am Ende siegte der ambitionierte Tabellenzweite aus Nordkirchen in Überzahl mit 4:2. Wie nun die Verantwortlichen beim Fußballkreis das Einsteigen Südfelds bewerten, bleibt abzuwarten, vor allem unter dem Aspekt, dass der Sport-Club in den nächsten vier Wochen zwei spielfreie Wochenenden hat.

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