Schnee verhindert Sieg des Werner SC

Fußball: Landesliga 4

Landesligist Werner SC hatte am Freitagabend im Spiel gegen Eintracht Ahaus einen 0:2-Rückstand in ein 4:2 gedreht, dann wurde das Schneetreiben zu heftig: Abbruch nach 58 Minuten.

Werne

, 08.12.2017, 22:42 Uhr / Lesedauer: 2 min
Jannik Prinz (l.) behauptet den Ball im Schneetreiben. Mit zunehmender Spieldauer wurde der Schneefall immer heftiger und das Spiel vorzeitig beendet.

Jannik Prinz (l.) behauptet den Ball im Schneetreiben. Mit zunehmender Spieldauer wurde der Schneefall immer heftiger und das Spiel vorzeitig beendet. © Greis

Schiedsrichter Marcel Skorupa hat es sich nicht einfach gemacht, in der 58. Minute lange mit beiden Seiten gesprochen und dann entschieden. Er brach die Partie in der Fußball-Landesliga zwischen dem Werner SC und Eintracht Ahaus beim Stand von 4:2 für die Werner ab. „Ich kann den Ball einfach nicht mehr sehen“, sagte Skorupa.

Schon vor Anpfiff war der Kunstrasen im Lindert von einer dünnen Schneedecke bedeckt. Mit Anpfiff der zweiten Halbzeit wurde das Schneetreiben zu heftig. „Ich hätte von Beginn an gedacht, dass nicht angepfiffen wird“, sagte Ahaus‘ Trainer Jens Niehues. Seine Seite hatte wegen einer Hochzeitsfeier von Spieler Sedat Semer am Sonntag um die Verlegung gebeten. Die Werner Spieler wollten natürlich weiterspielen, nachdem sie das Spiel von 0:2 auf 4:2 gedreht hatten. Auch Trainer Lars Müller wollte ungern aufhören, sagte mit einigen Minuten Abstand aber: „Es ist schade, aber irgendwo nachvollziehbar.“

Nach zehn Minuten hätte er wohl nichts gegen ein frühes Ende gehabt: Die Eintracht war in der 3. Minute nach einer Ecke durch Tobias Hemling in Führung gegangen. Sechs Minuten später legte Andre Hippers mit einem satten Freistoß aus gut 30 Metern zum 2:0 nach.

„Wir sind gar nicht ins Spiel gekommen, haben dann umgestellt und nach 15 Minuten auch begriffen, wie man unter den Bedingungen spielt“, sagte Müller.

Werne nahm das Spiel an und verkürzte nach einer Ecke von Yannick Lachowicz und Kopfball von Daniel Durkalic auf 1:2 (26.). Ahaus schien sich seiner Sache weiterhin sicher und stellte das Spielen ein. Der WSC übernahm das Kommando unter den schwierigen Bedingungen. Immer wieder rutschten Spieler aus. In der 32. Minute setzte Mondrian Runde über die linke Seite zum Solo an. Sein Pass in die Mitte wurde geblockt, Runde setzte nach und drosch den Ball zum 2:2 in die Maschen. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte legte Durkalic das 3:2 nach, nachdem eine scharfe Ecke von Lukas Manka durch die Eintracht-Abwehr flutschte.

Dass man trotz des Schneetreibens kombinieren konnte, zeigte das 4:2 nach der Pause: Durkalic ließ einen Ball im Mittelfeld auf Manka abtropfen, der flankte aus dem Halbfeld auf Runde, der wiederum per Kopf auf Jannik Prinz legte. Körpertäuschung am Sechzehner und drin war der Ball (50.). Prinz kam nach gut 35 Minuten für Chris Thannheiser, der angeschlagen raus musste.

Zwei Optionen

Kurz nach dem 4:2 und einigen Diskussionen war die Partie dann beendet. Nun muss Staffelleiter Gerhard Rühlow in den kommenden Tagen entscheiden, ob das Spiel neu angesetzt wird oder ab der 58. Minute beim Stand von 4:2 für den WSC fortgeführt wird.

WSC: Treppe – Stöver, Simon, Link, Seifert, Saado, Lachowicz, Manka, Runde, Durkalic, Thannheiser (35. Prinz)
Eintracht: Lukas – Brillert, Schnücker, Erning, Hippers, van den Berg, Wüpping, Hemling, Varwick, Ransmann, Stratmann
Bes. Vork.: Spielabbruch (58.)

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