Sechster Sieg im sechsten Spiel: Der Werner SC-Express rollt weiter

Fußball: Landesliga

2:0! Der Landesliga-Spitzenreiter holt bei Westfalia Gemen den nächsten Sieg und festigt damit die Tabellenführung. Zwei Joker erzielten die Tore zum Sieg. Für einen war es die Tor-Premiere.

von Marcel Schürmann

Werne

, 15.09.2019, 21:42 Uhr / Lesedauer: 2 min
Sechster Sieg im sechsten Spiel: Der Werner SC-Express rollt weiter

Freude pur bei Jewad Foroghi (r.). Der Mittelfeld-Mann war zwar bereits ausgewechselt, doch beim 2:0 durch Colin Lachowicz (90.+2) hielt es ihn nicht mehr auf dem Sitz. Im Hintergrund ist Marvin Stöver nach seiner Energieleistung und der Vorarbeit mit den Kräften am Ende. © Marcel Schürmann

Der Werner SC bleibt auch nach dem sechsten Spieltag in der Landesliga 4 das Maß aller Dinge. Am Sonntag erkämpfte sich die Müller-Elf bei Westfalia Gemen einen 2:0-Auswärtserfolg und hält damit die Verfolger in der Tabelle auf Distanz.

Fußball-Landesliga (4)
Westfalia Gemen - Werner SC 0:2 (0:0)

Es war von Beginn an ein umkämpftes Spiel auf dem für die Werner ungewohnten Rasenplatz an der Jugendburg in Gemen. Die Anfangsviertelstunde gehörte dennoch den Gästen. In der siebten Minute vergab Wernes Daniel Durkalic die erste Chance der Partie. Der Top-Scorer der Werner lief frei auf Gemens Tor zu, scheiterte jedoch am Keeper der Westfalia.

Nach der Anfangsphase kamen dann die Platzbesitzer besser ins Spiel und verbuchten ihrerseits die ersten Tormöglichkeiten. Doch auch hier war der Torwart zur Stelle. Jorma Hoppe entschärfte gleich zweimal für seine Vorderleute und hielt hinten die Null fest (18./27.).

„Da hatten wir Glück, dass wir nicht in Rückstand geraten sind“, meinte auch Coach Lars Müller nach dem Spiel. Bis zur Halbzeit war es nun ausgeglichen. Die Gastgeber hatten aber die besseren Szenen. Die kamen auch mit ordentlich Dampf aus der Kabine und drückten Werne zunächst hinten rein. Einzig der Torabschluss fand nur selten sein Ziel, sodass Hoppe bei den nächsten Gemener Torschüssen gar nicht eingreifen musste.

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Auf der anderen Seite verstanden die Gäste nach einer guten Stunde die Welt nicht mehr, als der Ball nach einem Konter, den Weg ins Tor fand, der Treffer wegen einer vermeintlichen Abseitsposition allerdings keine Anerkennung fand. Dennoch war dies der Weckruf für die Werner, die sich in der Folge wieder gut vors gegnerische Tor kombinierten und bei Gemener Ballbesitz stark pressten.

Auch der erste Personalwechsel, den Coach Müller nach 67 Minuten vornahm, trug nur kurze Zeit später Früchte. Für Jannis Vertgewall kam Dominik Hennes ins Spiel, der mit seiner ersten Szene gleich zur Stelle war und das tat, wofür er eingewechselt wurde: Der Stürmer nahm eine flache Hereingabe von der rechten Seite auf halbrechter Position im Strafraum direkt und der Ball flog über Gemens Keeper zur 1:0-Gästeführung ins Netz (73.). Wenig später brachte Müller noch Marcel Niewalda für den starken Henry Poggenpohl, der bis dato unermüdlich jeden Zweikampf und jedes Laufduell annahm, dabei zahlreiche Fouls zog und somit ein wenig Ruhe in die Partie brachte.

In der Folge kam Colin Lachowicz zu seinem zweiten Einsatz in dieser Saison. Der 20-Jährige kam für Mondrian Runde ins Spiel und auch er brauchte nicht lange, um sich einzubringen. Nach einem Konter in der Nachspielzeit – Gemens Keeper war bei einer Ecke mit nach vorne gekommen – brauchte „Lacho“ nach überlegter Vorarbeit von Marvin Stöver nur noch den Fuß hinhalten: Der 2:0-Siegtreffer für seine Farben (90.+2) und nebenbei der erste Landesliga-Treffer für Joker Lachowicz, der nach dem Spiel ein breites Grinsen aufgelegt hatte. „Es war nicht so schwer, den zu machen“, meinte er im Anschluss.

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Wichtiger für den WSC seien für Müller aber die drei Punkte. Der Trainer wusste den sechsten Sieg im sechsten Spiel ganz gut einzuordnen: „Für meine Begriffe wäre ein Unentschieden heute okay gewesen, denn einen Sieger hat dieses Spiel nicht wirklich verdient. In der ersten Halbzeit haben wir schlecht gespielt. Im zweiten Durchgang stimmten bei uns Einsatz und Wille. In der Hinsicht waren wir präsenter als Gemen.“

Dessen Trainer Jan Winking war mit dem Resultat auch nicht ganz einverstanden: „Wir haben heute den Spitzenreiter dominiert, hätten zur Pause führen müssen. Dass wir die Chancen nicht nutzen, haben wir uns aber selbst anzukreiden.“

Werner SC: Hoppe, Martinovic, Link, Stöver, Saado, Durkalic, Runde (C. Lachowicz), Poggenpohl (75. Niewalda), Holtmann, Vertgwall (67. Hennes), Foroghi

Tore: 0:1 Hennes (73.), 0:2 C. Lachowicz (90.+2)

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